Donnerstag, 1. Dezember 2016

Megamarsch Hamburg....wohl (FAST) ohne mich....


MEGAMARSCH!!!


DIE CHALLENGE DEINES LEBENS...

Update nach dem Marsch

Manches was ich erwartet habe ist eingetreten.
Aber ich hatte viel Spaß auf der nördlichen Hälfte des grünen Rings zusammen mit dem Megamarschierern. Es gibt (bald einen eigenen aktuellen Bericht dazu)

Hier schon mal ein paar Bilder vom Start 



Update eine Woche vor dem Megamarsch
Am Wochenende vor dem Megamarsch habe ich dann schon mal die südliche Strecke abgewandert 


Bilder und Kurzbericht gibt es hier



Die Nordseite dann zusammen mit dem Megamarsch auf eigene Faust als Selbstversorger ohne großes Challengegedöns

Start in Teufelsbrück 14:00 vor dem Megamarsch und Ziel S-Bahn mittlerer Landweg wo die Südstrecke geendet hat. 



Update zu diesem Artikel nach einigen Mailwechseln mit einem der Veranstalter  in kursiv.
Stand 2.12.2016


Nachdem ich in der Vergangenheit schon ein paar 100km Märsche als "Hamburger Hunderter" oder als Hamburger Perlenwanderung im kleinen Kreis angeboten und durchgeführt habe, wird  es im April 2017 einen "Megamarsch" (100km in 24h) auf dem grünen Ring geben.

Beworben mit "der Challenge deines Lebens"

Eigentlich ja eine tolle Idee! Leute dazu zu bringen mal an die Grenzen zu gehen und sich etwas zu trauen.

Nur leider ist es gerade ein "Hype" und bei dem Veranstalter habe ich den Eindruck, dass es hier mehr eine Geschäftsidee, abgeschaut vom "Mammutmarsch" in Berlin umgesetzt wird und die Organisatoren wenig erfahren sind.

Update 2.12.16Die Teilnehmer haben einen Megamarsch in Köln mit sehr wenig Manpower (zu zweit) als erste Veranstaltung in dieser Richtung organsisiert. Aber man möchte lernen aus Erfahrungen des ersten Marsches und man hat auch den Dialog mit mir gesucht auch wenn ich unbequem bin... Das sei mal positiv vermerkt.


Das Ganze ist recht intransparent und nach meinem Eindruck wird hier recht viel Geld für recht wenig Leistung verlangt.

Update 2.12.16
Für mich ist es inzwischen etwas transparenter, da ich einige grundlegende Informationen von Seiten des Veranstalters bekommen habe die aber noch nicht in der Form öffentlich für die Teilnehmer kommuniziert wurden. Ich habe dringend empfohlen, auch wenn noch nicht alles feststeht, offen zu komunizieren. Einige der Fakten werde ich am Ende des Artikels als update auflisten. 




So und hier nur ein paar Fakten zur Strecke aus erster Hand des Veranstalters.


Start und Ziel
ist in der Nähe des Altonaer Volksparks, genauer am Vorhornweg. Problem dabei:  1 Stunde bevor man am Ziel ist steht man an einem Sonntag Nachmittag dann voraussichtlich am Fähranleger Teufelsbrück und wartet im schlechtesten Fall fast eine halbe Stunde hat dann die Überfahrt und soll dann noch mal anlaufen...aua, aua...

Verpflegung
offiziell  wird wohl in der Tat von nur 4 Verpflegungsstationen ausgegangen.

Streckenausschilderung
Es wird eine Karte geben und GPS Tracks und es wird auf die Auschilderung des grünen Rings verwiesen. (die ist leider nicht ganz so dolle besonders in der Nacht und für Ortsfremde)
Es wird aber auch Leute mit GPS Geräten geben die mitwandern und etwas führen sollen.... An startegisch wichtigen Stellen sollen auch Streckenposten sein...

Rettung, Santiäter
Man ist da in Kooperation. An den VPs soll es Sanitäter geben.

Weitere Informationen.
Die Teilnehmer bekommen vor dem Marsch noch ausführlichere Informationen wurde zugesagt.  

Dienstag, 20. September 2016

Mit dem Containerschiff nach Norwegen

Kein Wanderbericht...

Da es mit dem Wandern aufgrund eines gerade verheilten Ermüdungsbruchs noch nicht so will, habe ich im September eine Woche auf dem Containerschiff Rumba verbracht. Einmal Norwegen und zurück. Von Dienstag bis Dienstag. Genaue Route und Abfahrtszeiten etwas variabel, wie das bei solchen Reisen üblich ist.

Seefahrt mal in der ursprünglichen Form erleben, ganz ohne Schnickschnack mit maximal drei anderen Passagieren. So eine Art LKW-Mitfahrt nur eben auf dem Schiff. Statt Queen Mary und Anzug robuste Kleidung und alles Andere auch eher rustikal. So hatte ich es mir ausgesucht und so war es dann auch. Wobei ein ganz klein wenig mehr Aufmerksamkeit, Freundlichkeit Sauberkeit und Sicherheit an Bord schon auch ganz in Ordnung gewesen wären... Aber das Erlebnis hat sich dennoch wirklich gelohnt.

Auf dem Containerterminal CTA (Altenwerder) in Hamburg ging es  am Dienstag Mittag los. Wobei so richtig los ging es nicht gleich...






Mit Gepäck über die Gangway an Bord. "Hallo... ah ok... You have the owner cabin? This is it. Meal is downstairs. Later Passport at the bridge...."

Also erst einmal etwas rumgeirrt im Treppenhaus bis Küche und Essenraum gefunden waren. Es war ja inzwischen kurz nach 12:00 und ausnahmsweise gab es da auch noch was zu essen. Die Zeiten sind ansonsten recht reglementiert. 11:30 bis 12:00 sowie 17:30 bis 18:00 und dann bitte aber auch wieder den Tisch verlassen....

Zu essen gab es immer abwechslungsreich und reichhaltig mit viel Fleisch und Mittags immer mit einer Suppe vorweg. Auf so einem Schiff wird hart gearbeitet (ausgenommen davon die Passagiere) Daher: Viele Kohlenhydrate, viel Fett, viel Zucker. Aber: Kein Grund zur Klage. Es war ja durchaus möglich weniger zu essen wenn man wollte.

Die Begrüßung später oben auf der Brücke von einem der Offiziere war recht knapp: "Your passport please.... Thank you. That it is for the Moment, you can look around...."
Das war es dann erst einmal. Später tauchte mit Zopf, Bart und T-Shirt auch der Kapitän auf, der sich kurz vorstellte und ansonsten die ganze Fahrt über auch recht einsilbig blieb wie fast alle Mitglieder der überwiegend russischen Besatzung. Es gab noch ein Formular zu unterzeichnen mit vielen einzeln abzuhakenden Zeilen zur Sicherheitsunterweisung die zusammenfassend sich aber auf den Hinweis beschränkte, dass es ein Rettungsboot gibt wo man sich im Zweifelsfall treffen würde.... Das über längere Zeit der Zugang dorthin wegen Anstrich- und Entrostungsarbeiten sowieso gar nicht möglich gewesen wäre ist noch mal eine ganz andere Geschichte...

Erwartungsfroh wartete ich auf die Abfahrt aber soooo schnell ging es dann nicht los. Erst mal zu zwei weiteren Kais im Hamburger Hafen und laden bis in die tiefe Nacht, um dann erst mal noch nach Bremerhaven zu fahren. 




Dort verbrachten wir dann noch die meiste Zeit des Mittwochs. Von der Fahrt auf der Elbe kriegt man in der Nacht leider nicht viel mit.

Bis nach Bergen, mit einem nächtlichen Ladestop im Süden Norwegens, ging es dann bei gutem Wetter auf hoher See. 




Zeit, das Schiff zu erkunden und sich ein gemütliches Plätzchen vorne zu suchen, wo es etwas ruhiger ist als hinten, beim Motor, auf einem Containerschiff. Dann, mit der mitgenommen "Zeit" als Unterlage und meiner Yogamatte konnte ich es mir schön bequem machen. So eine dicke Zeitung ist recht praktisch, um Matte und Kleidung noch etwas sauber zu halten. Denn überall ist auf so einem Schiff auch Rost, Frische oder bröckelnde Farbe, Fett usw.... Wobei nach es nach Aussage der Containerschiffsreisen erfahrenen Mitreisenden auch durchaus Containerschiffe gibt, auf denen man auch mal ein helles Shirt tragen kann...

Bergen war vom Timing her super. Ankunft Mittags, mit der Möglichkeit von Bord zu gehen und bis zum Abendessen (17:30 bis 18:00 Uhr) Ausgang zu haben. Man konnte also bei Tageslicht sightseeing machen.  




Dann ging die Fahrt über Nacht weiter nach Norden und landschaftlich wurde es dann entlang der Küste in der Gegend von Aalesund immer schöner. Erst Anlegen im Industriehafen von Aalesund, aber dann auch direkt im Hafen an der Stadt, wo wir wieder von Mittags bis Abends Landgang hatten. Dies war der nördlichste Punkt unserer Reise. 





Über Nacht fuhren wir dann schon wieder nach Süden, voll geladen mit viel Fisch aus Norwegen in Kühlcontainere und es ging  auf direktem Weg wieder nach Hamburg. Bei Tageslicht waren wir aber immer noch weit im Norden und hatten eine landschaftlich sehr schöne Fahrt entlang der Küste. Der ganze Montag und die Nacht auf Dienstag fuhren wir dann wieder auf hoher See, mit vielen weiten Blicken.

Auf so einem Schiff wird immer was repariert oder gestrichen. Vor dem Streichen wird aber erst mal ordentlich mit der Flex und anderen lauten Geräten Farbe entfernt. Neben den Motorgeräuschen und der Beladung gibt es immer mal wieder Zeiten, an denen es nicht so ruhig zu geht. Die Ansage hatten wir ja, wir sind Passagiere auf einem Arbeitsschiff und keine Gäste auf einem Kreuzfahrtschiff. Wir hätten uns hier allerdings über ein klein wenig mehr Freundlichkeit bzw. wenigstens Information gefreut. Dass die Essenszeiten einzuhalten sind, ist ja klar, aber dass einem nach dem letzten Bissen sofort der Teller weggezogen wird, und man rauskomplimentiert wird, war schon ungewöhnlich. Bei dem Zustand der Kabinen und dem wenigen Auslauf, den man auf einem Containerschiff hat, weil man ja die Mannschaft nicht beim Arbeiten stören will, hätte man sich den Essensraum auch Aufenthaltsraum vorstellen können. Aber wenn der Koch es doch "clean" haben möchte...  Wir nahmen es in Urlaubsstimmung überwiegend gelassen, nur waren wir uns am Ende einig, dass wir in Sachen Trinkgeld auch recht sparsam bleiben und der Abschied, genau wie der Empfang, nicht wirklich herzlich war. Aber mir wurde von den Mitreisenden, die schon sechs ähnliche Fahrten gemacht hatten, erzählt, dass dies in dieser Hinsicht wirklich eine Ausnahme gewesen sei und es auf anderen Schiffen durchaus auch herzlicher, freundlicher und sauberer zugehen würde als auf unserer Rumba. 





Dennoch hat sich die Fahrt gelohnt. Es ist ja auch zu berücksichtigen, dass die ganze Mannschaft unter einem hohen Druck arbeitet und die Arbeitsbedingungen nicht gerade rosig sind. 6 h Schichten, also 12 h Arbeit am Tag, keine freien Tage, mindestens drei Monate auf See, getrennt von der Familie, sind auch kein Spaß. Die Facht und der Zeitplan stehen immer im Vordergrund und die Passagiere nimmt man als zahlende Gäste dann als Zubrot noch mit. In unserem Falle ohne Anspruch als Dienstleister, sondern eher als zu befördernde Gäste ähnlich wie Container. Kabine zur Verfügung stellen, Essen und trinken bereitstellen und nach einer Woche wieder absetzen...

Obwohl ich mit dieser Kritik ende, war es durchaus eine lohnenswerte und schöne Reise, die Strecke entlang der norwegischen Küste war toll und es gab einen interessanten Einblick in die Containerschifffahrt. Um sich mal eine Woche ganz aus dem Alltagstrubel herauszuziehen ist so eine Fahrt ein tolle Sache.

Informationen

Reiseveranstalter
Gebucht habe ich diese Reise über Zylmann Reisen  wo es verschiedenste Containerreisen im Angebot gibt. Meine Reise hieß "Hamburg-Norwegische Fjorde" und geht in der Regel immer von Dienstag bis Dienstag. Normalerweise wird das Schiff von einem norwegischen Kaptain geführt im Zeitraum meiner Reise hatte dies ein Kapitän aus Odessa übernommen.

Kosten:
Inclusive einer speziellen Versicherung, die abzuschließen ist kann man grob bei Frachtschiffreisen mit ca. 100Euro am Tag kalkulieren. Weitere Kosten, außer bei Landgängen fallen dann aber auch nicht an und an Bord gab es ja auch nichts zu kaufen. (Übrigens auch kein Alkohol)

Links und Informationen über Frachtschiffreisen allgemein hier



Sonntag, 29. Mai 2016

Siedlungsrand Süd Wanderung 44km


Am Sa 25. Juni  mache ich eine private Langstreckenwanderung von Bergedorf nach Rissen (44km)
Bei Interesse kann nach Anmeldung daran teilgenommen werden.

Die Wanderung ist Teil einer Rundwanderung entlang der Siedlungskanten Hamburgs nördlich der Elbe.

Teilstrecken sind möglich.

Wandertempo zwischen 5,5 und 6km/h



Start
ist um 8:00 in Bergedorf
Bitte die S Bahn  benutzen die um 7:34 am Hbf an Gleis 4 losfährt (Ankunft 7:55). Einstieg im ersten Wagen.

Es gibt verschiende Ausstiegs / und Einstiegsoptionen an folgenden Halstestellen.
km 0 S Bahn Bergedorf
km 21 Oberhafenbrücke/ Oberhafenkantine ca 11:40 Hier ggf Rast falls Platz sonst in der Hafencity 30 min
km 25 S Bahn Landungsbrücken ca 12:40
km 32 Fähre HVV ab Teufelsbrück ca. 14:00
km 44 S Bahn Rissen Ziel ca. 16:15
Abfahrt S. Bahn 16:27 nach Altona (23 min)
Rückfahrt mit der S Bahn   alle 15 min
Anmeldung und Fragen an Martinkommt@web.de

Nordostrand Hamburg 45 km am Sa 18.Juni 2016


Am Sa 18. Juni  mache ich eine privat Langstreckenwanderung von Ohlstedt nach Bergedorf (45km)
Bei Interesse kann nach Anmeldung daran teilgenommen werden.

Die Wanderung ist Teil einer Rundwanderung entlang der Siedlungskanten Hamburgs nördlich der Elbe.
Die Strecke nördlich der Elbe Bergdorf nach Rissen ist geplant am  am Sa. 25 Juni (Ausschreibung folgt noch)

Teilstrecken sind möglich.

Wandertempo zwischen 5,5 und 6km/h



Start
ist um 8:00 in Ohlstedt am So 5 Juni
bitte die U1 benutzen die um 7:53 in Ohlstedt ankommt (1 Wagen). Die Folgebahn wird nicht abgewartet. SpäterEinstieg an der Haltestelle Hoisbüttel möglich.

Es gibt verschiende Ausstiegs / und Einstiegsoptionen an folgenden Halstestellen.
km 0 S- Bahn Ohlstedt 8:0
km 3 U Bahn Hoisbüttel ca 8:30
km 8  U Bahn Buchenkamp ca. 9:20
km 13 Kurzrast Meiendorf ca. 10:15 bis 10:30
km 23 Mittagsrast Haus am See EKZ Berliner Platz ca. 12:15 bis 12:45
km 29 U Bahn Steinfurter Allee ca. 14 Uhr
km 31 U Bahm Mümmelmannsberg ca. 14:20
km 45 S Bahn Bergedorf ca. 16:30


Rückfahrt mit der S Bahn   alle 10 min  Fahrtzeit zum Hauptbahnhof 21 Minuten.

Anmeldung und Fragen an Martinkommt@web.de

Nordwestrand Hamburg Wanderung 47km am So 5 Juni



Achtung Termin 5 Juni entfällt:
Die Wanderung wird verschoben.



Am 5 Juni mache ich eine privat Langstreckenwanderung von Rissen nach Ohlstedt (47km)
Bei Interesse kann nach Anmeldung daran teilgenommen werden.

Die Wanderung ist Teil einer Rundwanderung entlang der Siedlungskanten Hamburgs nördlich der Elbe.
Der Nordostrand Ohlstedt Bergedorf ist als Wanderung für den Sa 18.Juni vorgesehen die Strecke nördlich der Elbe Bergdorf nach Rissen am Sa. 25 Juni (Ausschreibung folgt noch)

Teilstrecken sind möglich.

Wandertempo zwischen 5,5 und 6km/h

Strecke:


Start
ist um 8:00 in Rissen am So 5 Juni
Treffpunkt zur gemeinsamen Anreise Abahrt S-Bahn in Altona 7:32 im letzten Wagen

Es gibt verschiende Ausstiegs / und Einstiegsoptionen an folgenden Halstestellen.
km 0 S- Bahn Rissen 8:00
km 12 S- Bahn Krupunder ca. 10:05
km 17 Bhf Burgwedel  ab ca. 10:50-11:00
km 22 U Bahn Niendorf Nord ca 11:45 Mittagspause bis 12:15
km 31 U Bahn Ochsenzoll ca. 14 Uhr
km 47 U Bahn Ohlstedt Ziel 16:45

Rückfahrt mit der U Bahn ab 16:40 (wenn rechtzeitige Ankunft) oder um 17:00
Fahrtzeit zum Hauptbahnhof 43 Minuten.

Anmeldung und Fragen an Martinkommt@web.de









Mittwoch, 18. Mai 2016

Veranstaltungshinweis: Nonstop 111km von Augsburg nach Starnberg

Am 2-3. Juli findet wieder die Nonstop 111km Wanderung statt. Im letzten Jahr war ich verhindert aber diese Jahr bin ich wieder dabei.

Start und Ziel sind Sa und Sonntag Mittags, so dass die Anreise und Abreise mit dem ICE am Sa und Sonntag möglich sind. Übernachtung entfällt wegen der Wanderei auch...

Ein Tip für erfahrene 100km Wanderer. Die Anmeldung ist noch möglich

Ausschreibung hier

Dienstag, 17. Mai 2016

100 km Marsch Organisationstips

100km Märsche sind nun gerade Mode und es gibt Veranstaltungen wie den Mammutmarsch die sehr schnell gewachtsen sind und wo in 2016 die größte anzunehmende Panne, ein Marschabbruch mitten in der Veranstaltung bei über 2000 Teilnehmer eingetreten ist.

Im Schatten einiger weniger größerer 100km Märsche (wie der Horizontale in Jena oder dem Hollenmarsch)  gibt es auch ganz kleine 100 Hunderter mit einer Szene von 100km Wanderern die diese Strecke oft in kleinen Gruppen mit wenige Aufwand und Kosten organisieren. So ist ein Startpreis von 5 Euro durchaus nicht unüblich.

Bei den vielen interessierten jungen Menschen die nun vom 100km Fieber befallen sind und sich an den großen Veranstaltungen orientieren möchte ich dazu motivieren doch einfach selbst in kleiner Gruppe solche Märsche zu organisieren und durchzuführen. Der Aufwand ist wirklich nicht so groß, die Kosten sind klein, das Gepäck leicht,  wenn man ein paar Sachen beachtet.

Nach mehr als 30 Märschen über 100km oder mehr und nach einigen selbst organisierten 100km Märschen (Hamburger Hunderter, Hamburger Perlenwanderung) möchte ich meine Erfahrung gern weitergeben. Dank auch besonders an Wolfgang Pagel vom Wandersportverein Rotation mit dem ich viele Hunderter gegangen bin und von dem ich viel organisatiorischen Grundlagen übernommen habe und jetzt weitergeben möchte.

Planung Art der Strecke

Überlege dir eine Strecke und entscheide dich. Geht es von A nach B oder gibt es eine große Schleife, oder sind es mehrere Schleifen?

Wenn von A nach B in einer Richtung:

Überlege dir einen Start und Zielpunkt der auch öffentlich gut erreichbar ist und wo es in der Nähe auch eine Gastronomische Infrastruktur oder Einkaufsmöglichkeiten gibt.
Am Besten also ein Bahnhof...

Wenn eine große Schleife:

Gute Idee, vor allem wenn Start und Ziel eine gute Infrasteruktur haben und wenn es vielleicht Umziehmöglichkeiten gibt oder man gar die Sachen wie Wechselklamotten usw dort lasssen kann. Super auch wenn man nach dem Marsch dort noch etwas essen und trinken kann und wenn man gut von dort weg kommt. Kann zB die Wohnung eines der Teilnehmer sein...

Beim Hamburger Hunderter ist es meist eine große Schleife aber mit unterschiedlichem Start und Zietl  gewesen und in 2015 dann eine große Schleife mit Start und Ziel bei mir

Wenn mehrere kleine Schleifen:

Super Idee wenn der Marsch auch für Leute gedacht ist, die einmal ihre Grenzen austesten wollen. Nach jeder Schleife kann man dann gut aussteigen. bewährt hat es sich Schleifen von ca 20km in der Nacht und später dann ca 10 km  zu machen. Das sind gute Intervalle um dann immer eine kleine Pause zu machen und dann auch aus oder auch einsteigen zu können. Super wenn es dann vor Ort immer Verpfegung zB von den Liebsten daheim gibt und alles was man so braucht dort ist. So braucht man praktisch kam mehr als eine kleine Trinkflasche mitnehmen. Diese Prinzip habe ich z.B bei der Hamburger Perlenwanderung angewendet

Startzeit / Pausen / Rast / Etappen

Es  hat sich folgenes Schema bewährt:

Start

Vorzugsweise am Freitag Abend 19 oder 20 Uhr.

Vorteil: Man braucht den Tag nicht zwangläufig frei machen. Teilnehmer können noch am Nachmittag anreisen. Der Marsch endet Samstag am  frühen Abend (18:00 zB) Weiter angereiste kommen dann noch mit dem Zug oder Auto nach Hause und Sonntag kann regeneriert werden.

Erste Pause

Bewährt hat sich die erste Etappe etwas länger zu machen wenn alle noch schön fit sind und es auch noch etwas hell ist (im Sommer zumindest)

Gut finde ich ca. 20km in  so ca. 3,5h und dann folgt eine länger schöne Einkehr entweder privat oder ein einer Gaststätte wo man um 23 Uhr noch immer etwas warmes zu essen bekommt. Das sollte man vorher erfragen und erkunden. Diese Pause darf dann bis zu 1 h lang sein um Kraft zu schöpfen für die relativ lange Nacht.

Nachtpause.

Optimal ist es wenn ein netter Mensch sich wirklich mitten in der Nacht bereit erklärt sich um 3 Uhr irendwo in den Wald zu stellen und aus dem Kofferraum Butterkuchen und heißen Tee und Kaffe anbieten kann. Wenn man so was nicht hat heit es halt Rucksackverpflegung in der Nacht und nur kurze Pause zwischendurch bis zum frühen Frühstück

Erste Bäckerrast.

Das Ende der langen Nacht ist ein Bäcker bei dem man so früh wie möglich, also zB um 6:00 schon Kaffe und Brötchen kriegt. Die Nacht und die Hälfte der Strecke also 50km sollten dann geschafft sein. Dauer ca 40 min reichen hier

Weitere Tagesrasten dann in etwas kürzeren Abständen von 10 oder 15 km Dauer dann nicht mehr so lange zB 15 oder 20 min. Gern auch wieder Bäcker oder ähnliches. Gaststätten mit Gruppen dauern erfahrunggemäß etwas lang unter 40 min kommt man dann meist nicht mehr raus.

Bei diesem Pausenschema kommt man dann auf ca. 22h für so einen Hunderter und kann das Ziel so gegen 18:00 erreichen.

Wandergeschwindigkeit

Wandergeschwindigkeit und Pausen sind natürlich auch individuell. Auch in einer kleine Gruppe sollte das Leistungsniveau in etwas stimmen. Bewährt hat sich ein Anfangstempo zwischen 5,7 und 6kmh
Wer die 100km durchziehen möchte sollte das Tempo auf den ersten 20km ohne Probleme schaffen können. Dann klappt auch der Rest.

Geht immer bei der Planung davon aus, dass sich das Marschtempo kontinuierlich reduziert. Rechnet auf den letzten 20-30km nicht mit mehr als 5km/h

Ich mache mir vorher immer einen Zeitplan mit  Marschzeiten und Pausenzeiten um unterwegs den Überblick zu haben und auch um die Raststellen zeitlich im Rahmen zu erreichen sowie die Zielzeit einzuhalten damit diejenigen die noch weiter reisen wollen auch noch am Samstag Abend weg kommen.

Planungsmittel

Ich verwende GPSies zur Planung und Dokumentation und stelle den Track der Wanderung vorher den Teilnehmern zur Verfügung. Außerdem drucke ich noch einen kleinen Streckenplan zur Orientierung aus sowie die wesentlichen Daten des Zeitplans. Wanderstrecke und Geschwindigkeit werden vorher veröffentlicht und die Voraussetzungen so einen Marsch mitmachen zu können (in der Gruppe sind damit klar und transparent) Wer mitkommen will muß das Tempo halten können und sich an die Pausen anpassen oder es heißt leider aussteigen.

Haftung usw.

Ich entscheide dabei als Wanderleiter ob jemand unter Umständen aufhörten muss. Eine Haftung übernehme ich nicht. Das Ganze ist eine private Veranstltung jeder geht auf sein Risiko

Gruppengröße

Es hat sich bewährt bei einer längeren Tour die nicht in kleinen Schleifen läuft und in der Gruppe stattfindet nicht viel mehr als 10 Wanderer zu sein. Dann klappt es auch mit den Pausen und Einkehrzeiten. Bei Wanderungen mit kleinen Schleifen und verschiedenen Etappen wo man ein und Aussteigen kann wie bei der Perlenwanderung können es gern auch mehr Wanderer sein

Nice to have

Nett ist es wenn es vom Veranstalter eine kleine Urkunde gibt.
Eine gute Idee ist es bei einer Wanderung mit kleinen Schleifen und einem privaten Stützpunkt ein Büffet zu machen wo jeder einfach was mitbringt zu essen. Super weil dann dort ja auch immer ein Klo ist und man sich umziehen kann.

Ich hoffe ich konnte mit diesen Tips zur Planung einer eigenen 100km Wanderung etwas beitragen und freue mich über Rückmeldungen und Anregungen.




Montag, 16. Mai 2016

Kosten von 100km Wanderungen...

Während kleine 100km Märsche mit Kneipen und Selbstversorgung schon für 5 Euro zu haben sind schießen gerade lauter neue 100km Märsche aus dem Boden die recht saftige Startgebühren verlangen. So zumindest mein Eindruck. Zeit mal kurz zu vergleichen.

Einige der größeren Märsche kenne ich ja (incl. der Leistungen) aus eigener Erfahrung.
Fangen wir damit an.

Horizontale Jena 

100 km Wanderung 26 Euro (Verpflegung nicht ganz so üppig aber ausreichend)

7 Seen Wanderung

27 Euro ((Super Verpflegung und Orga aus Erfahrung)

Dodentocht in Belgien

100km 37 Euro Professionelle Orga.

Hollenmarsch

101km wandern 40 Euro (Super Verpflegung und Orga aus Erfahrung)


Und die Märsche an denen ich noch nicht teilgenommen habe:

Mammutmarsch 

100km 40 Euro (keine warmen Getränke, keine waremen Mahlzeiten)


Dein Ostseeweg

100km 59 Euro














24 kalte Stunden am Seilersee 2016

Seilersee ist ja immer nett. Im letzten Jahr mit Daniela Mohr und Dauerunterhaltung. Dieses Jahr dann allein unter den ganzen Verrückten Ultraläufern auf der Strecke.

Wie immer ein nettes Hallo und Stelldichein der Ultraspezialisten beim Ultralauf rund um den Seilersee. Aber es war einfach kalt...für die Jahrezeit...viel zu kalt.

Und es sollte anstrengend werden.
Das Rundenprotokoll, dass ich jetzt zum ersten Mal sehen belegt es.

vor dem Start
Die ersten 6 Stunden gingen recht zügig und locker flockig um die 6 kmh.
zwischen 22 und 24 Uhr also so nach ca 10 ging das Tempo dann deutlich auf 5km/h und noch darunter zurück (incl der kleinen Pausen) Ich hatte alles an was ich so mithatte. Lange Hose plus Jogginhose und Kniestrümpfe. Mütze drei! Buffs.... Aber es war einfach schwer. Gefühlt waren es einfach nur so um die Null Grad und Pausen machen im Kalten nicht wirklich Spaß.

kurz nach dem Start
die kleine Sarah Hildebrand ist auch kein kleines Kind mehr. Hier mit Papa
Ich hatte mir mein Trainerbänkchen zum provisorischen Lager vorbereitet und als dann nichts mehr lief bzw es einfach nur immer langsamer wurde so nach 1 Uhr am Morgen entschloss ich mich zu einem kleinen Nickerchen in meiner Alufolie mit allen Klamotten auf dem schmalen Bänkchen.

(k)Ein Bett am Sportplatz....
Danach ging es dann etwas besser. Vor allem nach dem Frühstück mit Eiern und Brötchen ging es erst mal wieder aufwärts wie das Rundenprotokoll belegte. 5,8 bis 6km/h waren plötzlich wieder möglich.

Motivation gab mir die Anzeigetafel die mir sagte, dass der Erste und zweiter Walker zwar unerreichbar weit vor mir waren aber der dritte Platz und somit die Aussicht auf einen netten Pokal durchaus noch möglich war. Auch wenn es heute dann keine Leistung wie bei guten 24h Wanderungen von mir (125-129km) werden sollte so waren mindestens 110 km dann doch noch drin. Am Ende sollten es 113 km werden.



Die letzten Runden verbrachte ich einträchtig mit dem zweitplazierten Manne Port  der am Ende 141 km ewandern konnte und mit Frank Arnold der auf fast 110 km (mit Hanteln in den Händen!) ging.


Hantelwanderer Frank nach 100km
Die großartigste Wanderleistung zeigte Markus Koerd der auf 150km kam. Eine irre Leistung die nur zu schaffen ist wenn man fast keine Pausen macht. Er ging einen Gesamtschnitt von 6,3 km incl aller Pausen.
Aus, Schluss, vorbei!

ungemütliche Siegerehrung
Zur Siegerehrung gab es dann sogar noch Hagelschauern und es wurde Zeit möglichst schnell wieder ins Warme zu kommen und auszuschlafen. Auf jeden Fall war der Pokal in diesem  Jahr hart verdient. Die Organisation war wie immer hervorragend. Man braucht halt nur laufen. Um alles andere kümmert sich die hervorragende Organsation. Besonders das wahnsinnig umfangreiche Büffet lässt wirklich keinerlei Wünsche offen. Weiter so und vielen Dank!

Dieses Jahr ein kurzer Bericht von mir. Mehr Berichte und Bilder gibt es hier aus diesem Jahr.
Mein Bericht (und vor allem der von Daniela) aus dem letzten Jahr ist ausführlicher.

Und das Motto bleibt aktuell wie ehedem; Hauptsache man ist an der frischen Luft und bewegt sich....



Montag, 11. April 2016

Vierbergelauf in Kärnten 2016


Immer zwei Wochen nach Karfreitag findet in Kärnten in der Nähe von St. Veit eine besondere Wallfahrt mit dem Namen " Vierbergelauf" statt, wobei "Lauf" altdeutsch für gehen steht und nicht für laufen.

52 km und 2500Höhenmeter.... vier keltische Berge, vier verschiedene Jahreszeiten, vier verschiedene Blätter....Zucker für die Kinder (bitte einen Kg pro Personen)

Das waren so ein paar Informationen die mich sehr reizten dort einmal mitzumachen.

Mein Bericht ist nur kurz und es gibt wenige Bilder denn diese Wallfahrt sollte man einfach erleben und nicht nur darüber lesen...

Der offizielle Start findet nach einer Eröffnungsmesse auf dem Magdalensberg statt. Beginn des Gottesdienstes ist um 24 Uhr.

Hier warte ich auf den Gottesdienst

 


 Unterwegs gibt es sowohl Kirchen mit Gottesdiensten als auch Verpflegung. Berge werden gern sehr direkt auf dem steilst möglichen Weg begangen.



Ganz wichtig ist es allen Kindern Süßigkeiten zu geben die "Zuckerl" genannt werden


Es gilt viele Höhenmeter zu überwinden und wenn man am Ende die Glocke auf dem letzen Berg läutet stellt sich durchaus ein gewisses Glücksgefühl ein





 Informationen über die Veranstaltung gibt es hier:

http://www.vierbergelauf.info/cms/


Hier ist die Strecke (bis auf die ersten zwei Kilometer zu sehen:


Dienstag, 15. März 2016

Urban Hiking tour von Wandsbek nach Buchenkamp

Afterworkwalk heißt jetzt Urban Walking
Aber eigentlich war alles wie immer
20km
6,1km/h
von Wandsbek nach Buchenkamp
Am Anfang viele Wanderer
mit der Zeit wurden es weniger.
Aber Ali aus Syrien kämpfte aber blieb standhaft
Bei jeder Ausstiegsmöglichkeit hieß es:
I continue
Respekt, Respekt.

Hier ein paar wenige Handyknipsbilder der Tour