Montag, 7. Juli 2014

Von Franken nach Bayern Non-Stop 111km Jg.37

Eine 111km Wanderung organisiert von Wolfgang Pagel
Durchgeführt am 5-7.Juli 2014
Link zur Ausschreibung der Veranstaltung.
Link zu den von mir gemachten Bildern

Statistik:
Ca. 1500 aufsteigende und ca. 1440 absteigende Höhenmeter.

Abmarsch: 5.7.2014, 12:26 Uhr, Zielankunft: 6.7.2014, 13:42 Uhr;
Gesamtzeit: 25:16 h, Zeit in Bewegung: 21:29 h (Pausenzeit: 3:47 h);
Geschwindigkeit (Zeit in Bewegung): 5,10 km/h,
Geschwindigkeit (Gesamtzeit): 4,34 km/h.


Am Samstag Mittag war der in Nürnberg das Treffen zum Start am HBF angesagt. Neben 9 Wanderern die die ganze Strecke gehen wollen waren am Anfang noch Heidrun, die Frau des Wanderleiters und Peter Mittermeier mit dabei.





Nach einer letzten kleinen Stärkung ging des auf dem Jakobsweg, der häufig auch unser Weg war, nach Süden aus der Stadt hinaus.landschaftlich schön wurde es dann zum ersten Mal am Ludwig-Main-Donau Kanal mit vielen Schleusen die aber alle nicht mehr in Betrieb sind. Links die Wanderer, rechts die Fahrräder (falls nicht gerade der Wanderleiter die Strecke mit dem Fahrrad "vorwandert")




Eine erste nennenswerte Pause von 15 Minuten (km 19,5), die für eine sehr leckeres Ökobier ohne Alkohol reichten gab es in  Furth am Gasthaus zur Linde. Bei der Wärme tat diese Rast sehr gut. Hier hätte man es auch länger gut aushalten können...




Nächste Rast dann erst wieder amschönen Rothsee (km 34,2)
Die Gaststätte die uns aufnehmen sollte war entgegen der Absprache geschossen, doch Glück im Unglück: Im benachbarten Seglerclub "Nur für Segler!" nahm man uns Wanderer freundlich auf und die Getränke kosteten dort wohl auch nur die Hälfte als sonst in der Gastronomie üblich. Vielen dank dafür liebe Segelfreunde.






Nach der entspannenden Trinkpause vergaß ich erst mal meinen Wanderstock und musste zurück sprinten. Im Joggingtempo suchte ich Anschluss an die Gruppe, doch die war verschwunden. Ich rannte und rannte bis nach Hipoltstein und fragte dort mal nach ob eine Wanderergruppe passiert sei. Dies wurde verneint. Ich drehte mich um und 500 Meter hinter mir kamen dann die Anderen. Nach der Überquerung des Main Donau Kanals waren Sie unten auf einem Fußweg parallel gelaufen und ich hatte Sie unbemerkt joggend überholt. Ein kleiner Zwischenspurt (ohne Handy und Rucksack den ich einem Kollegen überlassen hatte) Die kurze Panik legte sich dann aber wieder schnell.





Jetzt ging es langsam in den Abend hinein. Noch immer keine Pause bei der Essen vorgesehen war. Die Nachtrast war erst in einer Pizzeria in Thalmassing vorgesehen. Statt um 22:45 erreichten wir diese leider erst um 22:46 was dem Wanderleiter gar nicht gefiel. Aber dem Wirt machte es nichts aus. Er hatte 10 Pizzen vorbereitet und wir konnten uns aussuchen was drauf sollte. Wir hatten alles wohl schon mal besser Pizzen gegessen, aber satt sind alle geworden. Der Cafe war dann allerdings die Krönung. mit Körnern angerührter Schnellkaffee. .... brrrr ... Aber war ja nur zum Wachhalten denn ab 0:15 ging es wieder raus in die Nacht.




In der Nacht ging es über eine Hochebene und dann über so manche Langstraße. Das erleichtert in der Nacht die Orientierung ist aber naturgemäß nicht wirklich spannend.

Während das Abendessen ja sehr spät war war das Frühstück wiederum sehr früh. Bei so einer Wanderung liegen die Orte wo man etwas bekommen kann halt da wo sie liegen und nicht da wo der Magen sie am Liebsten hätte. Schon um 4:40 (Km 72) Frühstück im Gästehaus Lehr in Enkering. Wir sollten nicht zu laut sein wegen der Gäste die wohl noch schliefen... Der Wirt war sehr nett und wunderte sich wie wenig wir um die Uhrzeit essen. Mehrfach wurden wir aufgefordert uns doch "Wurstsemmeln" mit auf den Weg mit zu nehmen und " a Woassa" konnten wir auch mit auf den Weg nehmen (was eine gute Idee war)






Sehr schön war dann der Sonnenaufgang und der Morgennebel im Altmühltal, allerdings sah man nicht soooo viel weil der Morgennebel sich nicht nach dem Zeitplan des Wanderleiters verzog.





Sehr schön war dann ein "Singletrail" im Schambachtal. Aus gutem Grund als Wanderweg ausgeschildert und für Räder verboten. Beim Vorwandern mit der Rad hatten der Wanderleiter und seine Frau es hier wohl nicht leicht und auch eine Wanderer rutschte am Hang aus und verletzte sich leicht am Arm.

Über Landstraßen ging es dann bergauf und bergab bis zum Ort Böhmfeld wo es die letzte Kaffeepause bzw Bäckerpause um 10:20 bei km 94 gab. Das Angebot an Kuchen war schon recht dünn. Belegte Brötchen gab es nicht. Wohl dem der vorher eine Wurstsemmel mitgenommen hatte. Nun ging es auf zum Endspurt. Wer wollte (und konnte) durfte von hier ab schneller gehen.





Die letzten 7 km sind bei so einer Tour nie schön, aber hier waren sie besonders heftig. Gewerbegebiete können ja ihren Scham haben aber die Kilometerlange breite Ausfallstraße am Audiwerksgelände war schon noch eine Prüfung. Es folgte dann die nette Innenstadt von Ingoldstadt. Ich überlegte wo ich wohl meine Wartezeit von einer Stunde für meine Zug verbringen könnte. Im Biergarten? am Ufer des Flusses? In einer Eisdiele? Es gab verschiedenste gute Optionen....
Nur der Bahnhof in Ingolstadt liegt sehr weit draußen im Osten der Stadt und rundherum gab es .....nichts...einfach gar nichts gemütliches nettes oder schönes. Wir kamen alle rechtzeitig für den 2 Uhr Zug nach Berlin an, aber die Wartezeit für mich bis 15 Uhr war richtig blöd. Im Bahnhof nur unbequeme Drahtsitze und Schnellimbiss, draußen die einzige Gaststätte in 500 Meter Umkreis geschlossen. Auf dem Bahnhofsgelände und dem Busbahnhofsgelände nur unangenehme betrunkene  Menschen.




Auch die Fahrt in der 1 Klasse war kein wirkliches Vergnügen, die Beine schmerzten, ich war völlig durchgeschwitzt und hatte keine Möglichkeit mich gescheit zu waschen. Aber auch das ging vorüber und "Der Schmerz geht und der Stolz bleibt" zum 31 Mal 100km oder mehr. Wir so oft waren eigentlich die Rückfahrt und der Morgen danach am anstrengendsten. Die Strecke selbst hatte schöne Abchnitte (am Kanal, im Altmühltal und im Schambachtal) war landschaftlich aber nicht so wirklich  spektakulär. Die Landschaft in Franken (auch an den Tagen vor Wanderung nördlich von Nürnberg) hat mir aber gut gefallen. Es ist eine "ruhige" leicht bergige Gegend mit netten kleinen gastlichen Orten. Auch Nürnberg selbst war wirklich sehenswert. Es lohnt sich die Stadt und insbesondere das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände sich einmal näher anzuschauen.

Bis zur Zugspitze sind es jetzt noch 3 Etappen (also noch drei Jahre) Wolfgang Pagel bleib dran, wir ziehen das durch!

















 

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