Samstag, 15. Februar 2014

Wedel? Nee ne? Alder das iss voll krass weit!

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Magistralenmarathon 2014


"Wedel? Nee ne? Alder das iss voll krass weit!"
Diese Spruch hörten wir  als wird so zwischen drei und vier Uhr am Morgen im Hamburger Nordosten unterwegs waren und noch weiter bis Ahrensburg wollten. Zwei Jugendliche mit Bierflaschen am Straßenrand hatten uns lustig mit Warnwesten ausgestatteten Wanderer angesprochen.

Ja Wedel war schon weit weg und ein ein paar km lagen immer noch vor uns
Das hier ist die Strecke die wir in der Nacht vom 14 zum 15.2. als "Magistralenmarathon" (es war sogar ein Ultra...) gewandert sind

Link zur Strecke hier


Um 20:40 sollte der Start in Wedel sein. Elisabeth und Timo waren in der entsprechenden Bahn, Jürgen hatte die Bahn verpasst. Mailen, Facebook und Telefon klappte nicht so recht.

Erst mal eine GPS fix finden... 
So lief Jürgen am Ende hinter uns her und wir trafen uns nach ein paar Kilometern in Rissen.
Im Kiosk in Rissen gab es leckere Süßigkeiten und Getränke nach Wunsch.



Jürgen ist dann auch noch erschienen... 

Gemeinsam ging es bei recht bedecktem, leicht feuchtem Wetter und einer gewissen Briese immer an den großen Straßen lang. Orte wie das Elbeinkaufszentrum oder die Autobahnauffahrt wo man als Fußgänger normal nicht so oft langkommt  wurden erwandert.



Die erste Pause war bei mir zu Hause nach ca. 18 km vorgsesehen. Wir kamen so kurz vor Mitternacht dort an und konnten die Pause auch gut gebrauchen. Es gab leckere indische Linsensuppe zu essen.


Es war sehr gemütlich und erst nach ca. einer Stunde ging es wieder raus in die Nacht. über Dammtor ging es jetzt quer rüber nach Eilbek. Kurz vorher verließen uns dann Elisabeth und Jürgen um zu Hause den Rest der Nacht zu verbringen. Tiemo und ich wollten die Tour aber durchziehen.

Um es vorweg zu nehmen:

Es hat sich gelohnt!




Ab Eilbek wurde die Tour dann richtig schön. Der Regen hört auf, es wurde milder und der Verkehr wurde immer weniger. Riesige Straßenräume mit ganz wenig Autos und dann noch viele interessante beleuchtete Schaufenster in Eilbek und Wandsbek Markt.




Kurz nach halb drei waren wir dann auf dem Wandsbeker Busbahnhof wo der Kiosk bis Nacht um drei auf hat. Zeit für einen sehr großen und leckern Cafe also. Die Laune war bestens.




Als wir wieder starteten wurden wir dann gefragt: "Ob denn noch viele Leute auf der Technoparty wären" Vorher hatte man schon im Scherz gemeint. "Bitte nicht schießen" und "schicker Hut" überall freundliche nette Leute wo immer wir auch lang wanderten.

Der nächste Höhepunkt war dann die letzte Rast der Tour in Rahlstedt, wo es rechts und links der Straße wieder ruhiger wurde. An einer Aral Tankstelle (I am Walking und so....) gab es noch mal leckeren Cafe und eine nette Frau die uns bediente.




So um vier Uhr Morgens trifft man an so einer Tankstelle schon lustige Leute. Ein Frau die einen ganz bestimmten Rotwein aus Südafrika wollte und Tabak dazu und einen Taxifahrer der wohl auch öfters dort war (Man kennst sich, nicht nur bei der Hamburg Mannheimer)

Die Strecke wurde nun langsam immer dunkler. Das Ortsschild von Hamburg im Nordosten wurde erreicht.



Die letzten 5 km dann im dunkeln. Die zogen sich dann noch ganz schön hin. Es gab nur noch wenig zu sehen und wir wollten nun auch langsam nach Hause. Gegen 5:40 erreichten wir Ahrensburg West wo ich dann in die U1 stieg und mein Wanderkollege ging noch bis zum Bahnhof Ahrensburg um dann mit der Regionalbahn wieder nach Hause auf das Land zu fahren.




Der Schlaf am Morgen /Vormittag war dann doch nur recht kurz und der Tag dann nicht sonderlich aktiv. Aber am Wochenende geht so etwas ja mal gut.

Erkenntnisse dieser Tour:

Wandern an Magistralen kann richtig Spaß machen!


Was kann man anders machen?
Der Verkehr vor Mitternacht war zusammen mit dem Wetter schon etwas unangenehm. Nach 24 Uhr war es deutlich entspannter und schöner auf den großen Straßen. So eine Tour muß beim nächsten Mal auch kein Marathon sein.

Von außen nach innen laufen ist prima, dann ist mit der Zeit immer mehr zu sehen und zu erleben und es ist nicht am Ende einfach nur dunkel und langweilig.

Die Kontakte zu Leute sind wichtig, lustig und schön. Dafür könnte man sich auch ganz bewusst mehr Zeit nehmen und kleine Gespräche mit einplanen und weniger schnell sein.

Pausen sind gut und wichtig. Die Infrastruktur an so einer Magistrale ist natürlich ideal. Ein Pause zu Hause ist aber auch sehr nett und persönlich.

Man kann gut ein Kunstprojekt daraus machen. Zum Beispiel alle Heidi Kump Plakate am Weg dokumentieren oder alle Leute mit denen man unterwegs redet fotografieren oder ähnliches.

Die nächste verrückte Idee ist auch schon entstanden...Sie hat etwas mit Flugzeugen zu tun ... :-) Aber davon ein anderes Mal....










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