Samstag, 28. September 2013

Regenbogen, Grillwurst und Bier...Ende einer Wanderwoche

5 Tage... jeweils 20km die Hamburger Afterwork Wanderwoche die Jürgen Brennert wieder organisiert hat.

Ich konnte aus verschiedensten Gründen nur am Freitag dabei sein. Ab Ohlsdorf ging es los. Leichter Nieselregen! Frechigkeit! Dabei war gutes Wetter angesagt.


Etwas lustlos starte ich mit den anderen Damen und Herren Mitwanderern und es wurde gleich ein zackiges Tempo vorgelegt. Deutlich schneller als 6 km/h und das auf dem Friedhof! Fast wären wir so in eine Wegeabsperrung gerannt.

Aber auf dem "Stillen Weg" war es dann gar nicht so still aber schön.
Für die Gartenstadt Hohnerkamp mit ihren architektonischen und Freiraumqualitäten hatten die Wanderer nicht so richtig die Muße. Es nieselte leicht und alle wussten: Am Ende gibt es ne Grillwurst und Bier.

Ein Zwischenhoch das uns sogar zu einem kleinen Stopp veranlasste war ein toller Regenbogen in Farmsen.


Danach wurde es dann auch langsam dunkel. Auch die Radler waren oft unbeleuchtet und dunkel, was an der Wandse manchmal etwas nervte. Aber die Unterhaltungen waren nett. Es wurden neue Pläne für das nächste Jahr geschmiedet und Nachwuchs von Leuten die Sport mit Spaß verbinden ist auch in Sicht. Alles gut also beim Afterworkwalk.




Der krönende Abschluss war aber der MEGAgrill zu Hause bei Elisabeth! Fleisch, Würste und viele leckere Sorten Bier. Doppelbock war auch dabei und das schmeckte auch gut... So kam ich ganz ungewohnt mal erst etwas später und dafür mit einem kleinen Affen nach Hause. Meine Frau nahm es mir nicht übel und wenn ich dann Nachts öfters mal raus muss weil das Bier auf die Blase drückt...ja dann bin ich das halt selbst in Schuld. Aber schön war es!

Dienstag, 17. September 2013

Wanderweg in Appelhoff

Rund um den Appelhoffweiher wurden in der letzten Zeit die öffentlichen Grünflächen umfangreich neu gestaltet. Es ist sogar ein kleiner Rundwanderweg geplant, der in Zukunft auch ausgeschildert werden soll. Ein Besuch lohnt auf jeden Fall!

Dies ist die Strecke des neuen Wanderweges:


Montag, 9. September 2013

Mit Radiergummis in Bernau

Zum ersten Mal beim 24 Stunden Lauf in Bernau. Der Termin im September liegt für mich meistens in der Urlaubszeit, so dass ich bisher noch nie mit bei diesem Lauf dabei war. Die "Radiergummis"(Vorn laufen die Bleistifte, hinten die Radiergummis) von denen ich einige schon aus Forumszeiten bei Laufen-aktuell.de oder von anderen Laufveranstaltungen her kannte, treffen sich hier regelmäßig.


So ein Radiergummilager ist etwas feines! Bis hin zum Campingmobil, Liegen, Decken Feuerstelle und sogar ein Grill war alles schon aufgebaut, als ich am Samstag Mittag am Bahnhof in Bernau abgeholt wurde. Beate und Daniela holten mich am Bahnhof ab und Daniela hatte soger extra ihr Antiwalkingshirt für mich angzogen :-)


Radiergummis am Start

Nur zwei Stunden blieben zum Umziehen, rumgucken, sich einrichten und noch schnell was beim Chinesen essen (ein kleines Süppchen in Ehren...)

Dann ging es mit großem Trubel los. Jede  Menge Staffelläufer und 32 Sportler die die ganzen 24 Stunden allein laufen wollten.

Start der 24 Stunden
Das Wetter war super (vielleicht aber etwas zu warm). Ich hatte von Anfang an gut gekühlt mit nassen Tüchern und mit nassem Hut. Auf jeder 1,6km langen Runde trank ich auch immer etwas und meisten nahm ich auch was zu essen. Die Verpflegung war übrigens super!

immer gut kühlen..
Aber wie das bei solchen Veranstaltungen so ist, wo wirklich nur Helmut mit einem Bein und Prothese hinter mir war, wandert man dann doch ein wenig schneller als es eigentlich gut ist. Im Schnitt brauchte ich immer so 15 Minuten pro Runde, was einem Tempo von 6,5 km/h entsprach. Deutlich schneller als vernünftig, aber in der Begeisterung am Anfang des Laufes ohne Anstrengung fühlte es sich noch sooo leicht und gut an. 6 Stunden lang zog ich diesen Rhytmus (ohne Pausen) durch. Dann kam Wanderfreund Wolfgang Pagel zu Besuch und ich mache eine halbe Stunden Pause, sehr nett war.

Besuch von Wolfgang
Zwischendurch hieß es mal ich sei jetzt 26er...War mir ja auch im Prinzip egal, ich wusste wahrscheinlich würde ich am Ende dennoch im Mittelfeld landen (wo ich am Ende auch genau landete)  und um Platzierungen ging es mir auch nicht. Erstes Ziel war einfach zu 30en Mal 100 oder noch mehr km am Stück bwz in 24 Stunden zu absolvieren. Alles darüber definierte ich als "Kür" je nach Lust und Laune.

Die Laune hielt auch so bis in den Abend hinein doch ganz plötzlich so gegen Mitternacht bzw 55 km ging es plötzlich sehr zäh. Auf der Strecke war es ruhiger. Nur die unverdrossenen Staffelläufer und Läuferinnen flogen hin und wieder vorbei. Oft nett anzusehen, aber auch schnell wieder weg. Die Beine wollten aber einfach nicht mehr so schnell. Nicht so schnell die die Staffelläufer, das war ja klar, aber auch nicht so schnell wie vorher. Aus Rundenzeiten von 15 Minuten wurden Zeiten von ca. 20 Minuten also nur noch so 5 km/h Spaziergehtempo,aber mit Schmerzen in Beinen und Rücken. Ich zog das dann die nächsten Stunden noch weiter so durch, aber es wurde einfach nicht besser obwohl das Tempo jetzt (zwangsläufig) wieder ruhiger war.

Nachtlager

nach 12 Stunden
Jetzt kam das super Lager der Radiergummis ins Spiel. Es gab da ja diese schönen Liegestühle rund um den Feuerkorb und Decken gab es auch. Also hörte ich mal auf die "Restvernunft" und legte gegen halb vier am Morgen eine Ruhepause ein und ließ dabei auch ein leichtes Einschlafen zu. Auch mit zwei oder drei Stunden Schlaf würde ich die 100km ja noch sicher erreichen können. Daher stellte ich nichmals den Wecker bzw sagte nicht Bescheid man solle mich dann und dann wecken.

So gegen halb fünf wachte ich dann auch von selber auf (hätte ich die warme Daunenjacke vorher angezogen hätte ich wohl noch länger geschlafen...) und machte mich wieder an den Start. Ich fühlte mich deutlich besser. Erst mal eine Landjäger gegessen, dann einen Kaffe getrunken und wieder auf die Strecke.

Viel schneller als 20 Minuten waren die Runden jetzt nicht (ich achtete da aber auch gar nicht mehr drauf) aber es tat einfach nicht mehr so weh. Und als es hell wurde stieg die Stimmung wieder bei mir und bei den Zuschauern ebenfalls.





Beate, die mich zwischenzeitlich schon zwei drei Runden überholt hatte lag plötzlich deutlich vor mir, da sie ja die Nacht durchgekämpft hatte. Super Leistung die bei ihr am Ende mit dem zweiten Gesamtplatz der Frauen belohnt wurde.

Mit der Zeit erorberte ich mir die Herzen der Zuschauer mit allerlei Späßchen am Streckenrand oder auch mal einem Tänzchen im Zielbereich.


Fotos von Elke Weisener
Die Stimmung war prima. Kurz vor 11 war das Minimalziel 100km erreicht. Ich gönnte mir zu Belohnung eine halbe Stunde Pause und telefonierte mit meiner Frau. Die meinte ich solle den Lauf doch einfach genieße und mich nicht hetzen. Da hat sie ja mal recht dachte ich. Nur das Anlaufen viel schwer und die nächste Pause nach einer Stunde, brachte dann auch keine Erholung sondern nur wieder neue Schmerzen beim Anlaufen. Langsam merkte man doch das die Beine schon was getan hatten. Die 1 Stunde Schlaf war zwar gut wesen und erholsam, doch dieser Effekt ließ langsam nach. Nach einiger Zeit in Bewegung ließen die Schmerzen dann aber auch immer etwas nach so dass ich mir vornahm die letzten 2 Stunden, teilweise auch in Begleitung, durchzuziehen.

Am Ende war dann soger noch Luft für einen Endspurt. Vorletzte Runde 14,5 Minunten und letzte Runde im Kampfwalkerschritt in 13Min und  17 Sekunden (7,3 km/h). Die schnellste Runde der ganzen 24 Stunden von mir.

nach 24 Stunden

Beate wird zurück zum Ziel gebracht (Nach dem Lauf!)

Ehrung der Radiergummis
Dann Schlußfoto, abbauen, duschen, Siegerehrung (Erster Platz in der M 50 und 15er von 32 Einzelläufern)  und zur Bahn....

stolz mit Urkunde Foto Elke Weisener

Podestplatz M50 Foto: Elke Weisener

Die Bahnfahrt und der Weg nach Hause (Taxi von S-Bahn nach Hause 1 km ...) war nicht wirklich schön, der nächste Tag auch nicht so toll in den Beinen. Aber eine Massage beim Physiotherapeuten war dann auch gut. (heute finde ich aber viele Punkte wo man was merkt...)

Fazit des Laufes.
Eine gut organisierte nette Veranstaltung.
Gute Stimmung an der Strecke
Nette Sportler im Radiergummilager
Sehr schöne, aber auch anspruchsvolle Strecke

Homepage der Veranstaltung
Fotos von Elke
Fotos die Elke Weisener von mir gemacht hat
Alle Bilder von mir