Montag, 15. Oktober 2012

Sehenswert in Berlin - Topographie des Terrors

Nach einem Wochenende in Berlinf olgender Tip:

Sehr sehenswert: Die Topographie des Terrors

Sehr anschaulich wird  in einer gut gemachten Ausstellung Deutschland als Täterland schonungslos, sachlich und gut dargestellt. Die Bilder sind sehr intensiv, die Texte haben die richtige Länge, der Ort die angemesse Darstellung. Die Bilder fröhlich feiernder KZ Aufseher und Aufseherinnen beim Ausflug in der Nähe von Auschwitz, der Altnazi in den fünfziger Jahren beim gießen seiner Blumen, die Gesichter die bei der Goebbelsrede zum "totalen Krieg" gezeigt werden.
Oder eben das hier von mir abfotografierte Bild der SS Aufseherinnen aus Begen Belsen

Das sind Eindrücke die sich einfach einprägen und zum Nachdenken anregen.

Das Bild (aus der Ausstellung) zeigt SS Aufseherinnen aus Bergen Belsen nach Ihrer Festnahme 1945
Über diese Dauerausstellung die im Gebäude zu sehen ist von der Homepage

 

Dauerausstellung

Topographie des Terrors. Gestapo, SS und Reichs­sicherheits­hauptamt in der Wilhelm- und  Prinz-Albrecht-Straße

Im Mittelpunkt der Dauerausstellung „Topographie des Terrors. Gestapo, SS und Reichssicherheitshauptamt in der Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Straße” stehen die zentralen Institutionen von SS und Polizei im „Dritten Reich” sowie die von ihnen europaweit verübten Verbrechen. Entlang eines „Tafelbandes”, das überwiegend Fotomaterial präsentiert, sowie thematisch zugeordneter Pulte mit Dokumenten (Faksimiles) werden die Besucher durch die Themen der fünf Hauptkapitel geführt: Die nationalsozialistische Macht­übernahme (I); Institutionen des Terrors (SS und Polizei) (II); Terror, Verfolgung und Vernichtung im Reichs­gebiet (III); SS und Reichssicherheitshauptamt in den besetzten Gebieten (IV) sowie Kriegsende und Nach­kriegszeit (V). Der Bereich der Vertiefungen enthält EDV-Stationen und Lesemappen und bietet Informationen, die thematisch zum Teil auch über die Ausstellung hinausgehen.

In der Aus­stellung selbst kommen, zurückhaltend eingesetzt, einige Ton- und Filmdokumente hinzu. Überdies bieten drei „Medienkerne” – blockhafte Elemente, auf die eine Beamer-Projektion gerichtet ist – die Möglichkeit, mithilfe von Überblendungen verschiedene historische Entwicklungsphasen sowohl zeitlich als auch räum­lich zu verdeutlichen: Karten mit Standorten von Leitstellen der SS und Polizei sind hier ebenso zu finden wie Karten mit ausgewählten Verbrechensorten sowie eine Darstellung des nationalsozialistischen Kon­zentrationslagersystems als zentrales Element des Terrorsystems des „Dritten Reiches”. 

Die Ausstellung ist zweisprachig (deutsch und englisch).
Niederkirchnerstraße 8
10963 Berlin-Kreuzberg
Täglich 10 bis 20 Uhr
Eintritt frei
Schließtage: 24.12., 31.12., 1.1.
Telefon 030 254509-50
ausstellung(at)topographie.de



Aus der Homepage über den historischen Ort:


Historischer Ort

Auf dem heutigen Gelände der „Topographie des Terrors”, neben dem Martin-Gropius-Bau und unweit des Potsdamer Platzes, befanden sich von 1933 bis 1945 die wichtigsten Zentralen des nationalsozialistischen Terrors: das Geheime Staatspolizeiamt mit eigenem „Hausgefängnis”, die Reichsführung-SS und während des Zweiten Weltkriegs auch das Reichssicherheits­hauptamt.
Nach Kriegsende wurde das Gelände planiert und zunächst gewerblich genutzt. Erst 1987 wurde es im Rahmen der 750-Jahr-Feier Berlins unter dem Namen „Topographie des Terrors” der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ein eigener Ausstellungspavillon und die inzwischen freigelegten Gebäudereste an der früheren Prinz-Albrecht-Straße (heute Niederkirchnerstraße) und der Wilhelmstraße dokumentierten die Geschichte des Orts.
Zwei Wettbewerbe zum Umgang mit dem historischen Ort scheiterten. Den dritten Wettbewerb zum Bau eines Dokumentationszentrums und zur Gestaltung des Geländes der „Topographie des Terrors” gewannen 2006 die Architektin Ursula Wilms vom Berliner Büro Heinle, Wischer und Partner und der Aachener Land­schafts­­architekt Professor Heinz W. Hallmann. Die Eröffnung des neuen Dokumentationszentrums erfolgte am 6. Mai 2010.
Unter den zahlreichen Erinnerungsorten, Denkmalen und Museen, mit denen heute in Berlin an die Zeit des Nationalsozialismus erinnert wird, nimmt die „Topographie des Terrors” als „Ort der Täter” eine besondere Stellung ein. Im Zentrum der Hauptstadt informiert sie am authentischen Ort über die Zentralen des SS- und Polizeistaats und macht die europäische Dimension der NS-Schreckensherrschaft sichtbar.

 
Aktuelle Veranstaltungen
im Dokumentations
Stiftung Topographie des Terrors
Niederkirchnerstraße 8
10963 Berli

Keine Kommentare: