Freitag, 27. Juli 2012

Neuer Schuh für den Alltag: Merrell Tough Glove

Hier meine Bilder vom Merrell Tough Glove
Merell_tough glove
Heute bei Globetrotter habe ich den Merrell Tough Glove Schuh für mich entdeckt der für den Zweck: "Zur Arbeit ein paar km gehen und im Büro anlassen" Mir gut geeignet erscheint.
Der Schuh sieht schön schlicht aus und kommt in braunem weichen Vollnarbenleder daher.
 Die Laufsohle ist 4 Millimeter dünn (bzw für einen Barfussschuh relativ dick)
Der Schuh ist schön weit und breit vorne und in der Mitte etwas enger geschnitten. Es gibt keinen Absatz. Der Tragegefühl lässt sich mit dem Vivobarefoot offroad mid vergleichen.
Der Schuh ist realativ leicht und flexibel
Da der Schuh noch neu für mich ist sind dies nur die ersten Eindrücke von mir. Den Härtetest beim tragen muss der Schuh noch hinter sich bringen...

Erste Erfahrungen nach den ersten Wochen:
  • Ich habe den Schuh etwas groß gekauft (es gibt keine halben Größen) Daher schleife und stolpere ich ab und an mit den Schuhspitzen. Die Sohle ich ja dünn und verformbar hält aber keine Biegung. Daher schleift man dann leicht wenn der Schuh halt etwas lang ist
  • Im Mittelteil ist der Schuh recht enganliegend geschnitten. Daran muss man sich erst mal gewöhnen. Das Gefühl ist doch da schon recht unterschiedlich zu den Vibram 5 fingers
  • Die Schnürsenkel sind etwas kurz
Die Beschreibung des Schuhs bei Globetrotter
Bewertungen bei Globetrotter (4 von 5 Sternen)
Bewertungen bei Barfusslaufen.com (5 Sterne)
Bewertungen bei Amazon
Viele Testberichte auf REI in englisch 4-5 Sterne. Hier wird der Schuh oft als Alternative zu den Vibram 5fingers gesehen. Der Schuh ist vom Gefühl her schon ähnlich, hat halt nur keine seperaten Zehen.

Neuer (alter) Schuh Moab Ventilator von Merrell

Alle Bilder von mir zum Schuh (und ein kleines Video)
Merell Moab Ventilator

Nachdem ich in der letzen Zeit ein paar Probleme mit Schuhen hatte (Feelmax, vivo barfoot, Bärschuhe) bin habe ich jetzt noch einmal einen bewährten Schuh neu erworben. Es handelt sich um einen relativ luftigen Schuh mit sehr guten Abrolleigenschaften und eine guten Sohle. Da ich über die zurückgelegten km in der Laufsportliga Buch führe, weiß ich dass ich mindestens 1722 km in den letzten vier Jahren in diesem Schuh ohne Reperatur gelaufen bin. Danach war das Profil dann wirklich auch runter. Aber eben kein Defekt, keine Nähte die kaputt gegangen werden, keine Sohle die gebrochen wäre.



Der Hersteller Merrell beschreibt den Schuh wie folgt:
Zitat:
 
Unseren besten Sommerschuh gibt es nun mit hochentwickelter Atmung für Hiking und Radfahren. Ein Netzoverlay aus Duraleder-Streifen stützt und schützt und fördert dabei die Open-Window Ventilierung des atmungsaktiven Mesh-Obermaterials, das für Merrell so typisch ist. Kompletter Zehen- und Fersenschutz. Bewährte Vibram® Multi-Sport Sohle mit TC5+ Gummiverbindung für Haftung und Haltbarkeit.
OBERMATERIAL/FUTTER
• Obermaterial aus Dura Leder
• Zunge mit Lasche schützt vor Steinen im Schuh
• Zehenkappe und Fersenhinterkappe aus Kunstleder
• Atmungsaktives, mit antimikrobiellem Aegis® behandeltes Mesh-Futter sorgt für Füße, die sich wohl fühlen
• Anatomisch geformtes Ortholite® Fußbett

ZWISCHEN-/AUSSENSOHLE

• Injektionsschaft aus Nylon
• In-Board™ vorgeformter EVA Kompressionsfußrahmen bietet Federung
• Merrell® Air Cushion in der Ferse dämpft den Aufprall und sorgt für zusätzliche Stabilität
• Sohle mit 5mm Profil
• Vibram® Multi-Sport Sole/TC5+ Gummi

Es handelt sich also NICHT um einen Barfuß oder Minimalschuh
Er hat auch keine Membran. Das ist kein Schuh für einen Urlaub in Schottland sondern für Gegenden wo öfters auch mal die Sonne scheint.
Dennoch bin ich auch oft im Regen damit gelaufen. Mit Wechselsocken lassen sich auch bei Regen mit dem Schuh lange Wanderungen machen denn das Material lässt die Feuchtigkeit zwar schnell rein, aber eben auch schnell wieder raus.

Ich kann diesen relativ preiswerten Schuh (90 Euro) wirklich mit gutem Gewissen empfehlen. Vorzugsweise für trockene Wanderungen geeignet und auch im Gelände aufgrund der guten Profilierung gut einsetzbar.

Testberichte und Erfahrungen anderer


Weitere Bewertungen auf englisch auf der Seite von REI

Beurteilungen und Kommentare auf Amazon (durchschnittlich 4 von 5 Sternen)

Bewertungen bei Globetrotter (4,57 Sterne von 5)
Hier ein Bericht auf Englisch von Michael Dax
Seine Zusammenfassung lautet:

SUMMARY
Overall, I am a very big fan of the Merrell Moab Ventilators. I feel great about them and would recommend them to almost anyone. For a light weight hiking shoe, as opposed to a boot, I have been very pleased with how they have performed. Previous to owning the Ventilator, I had owned full grained leather, high top hiking boots, and I have found that I can do just as many miles, on just as hard terrain in the Ventilators as I could in the boots. They grip well and provide my foot with good stability on uneven surfaces. With the extreme temperatures of the Grand Canyon, the high breath-ability of the shoe was much welcomed. The Vibram soles have provided me great gripping on a wide variety of rock and stone surfaces that has not been equaled in my experience and even though the tread has worn down over time, the ability of the shoe to grip to rock has remained strong. They are comfortable and required almost no break-in time, which I very much appreciate. Every pair, except for the second which may have been a manufacturer's defect, has proven to be quite durable. My first and third pairs have each lasted at least a year and have given me hundreds of hiking miles. 
 
THINGS I LIKE
Lightweight
Durable
Comfortable
Good gripping soles 
 
THINGS I DON'T LIKE
Not Waterproof



Montag, 23. Juli 2012

Strecke des Hamburger Hunderters jetzt online

Die Seite zum Hamburger Hunderter wurde jetzt aktualisiert.
Die Teilnahme ist nur noch für die Tagesstrecke (50km ab Bahnhof Reinbek) Oder für Teilstrecken Bahnhof Großhansdorf oder Ahrensburg Wegst am Tag möglich.

Bei Interesse bitte melden

Hier geht es zur Homepage mit der Ausschreibung

Sonntag, 22. Juli 2012

Sport als Zuschauer: Triathlon Profirennen der Frauen



Nach vier Tagen Wandern jetzt mal "richtige" Atlethen.

Heute fand am späten Nachmittag das Profirennen im Triathlon in Hamburg statt. Eine halbe Stunde vor dem Start kam ich noch (kostenlos!) auf die Tribüne vor dem Rathaus. Zusammen mit viel fachkundigem, sportlichen Publikum konnte ich ein schönes Rennen verfolgen. Durch die Großbildschirme war auch in den Zeiten wo gerade niemand live vorbei kam etwas zu sehen. Ich habe mich mal wieder mit Sportfotos versucht.
Zum Ergebnis: Densham siegt vor Moffat (beide Australien) und Frau Haug aus Deutschland wird Vierte
Zur Seite der Veranstaltung


Hier alle Bilder:

Tritathlon Hamburg


Siegerin Densham

Einlauf Moffat

Haug
Auf dem Weg zur Siegerehrung


4daagse 2012 - Edition Nummer 7

Der siebte (komplette)  Viertagemarsch ist vorbei. Da ich erst im nächsten Jahr 50 werde waren wieder vier mal 50km zu wandern. Im nächsten Jahr darf ich dann in der Altherrenliga starten.

Mit den Jahren wiederholt sich vieles und ich habe ja auch schon in den Vorjahren schon viel berichtet.

Was war nun neu und anderes in 2012?

Das Wetter: 
Es gab in diesem Jahr nur wenig Sonne und dafür ab und zu auch mal heftigen Regen.
Regen, Regen, Regen

Die Mitwanderin:
Dieses Mal bin ich alle vier Tage gemeisam mit Vanessa aus Hamburg unterwegs gewesen.
mit Vanessa im Ziel

Nachwuchswanderinnen in unserem Quartier:
Zum ersten Mal dabei aus unserem Quartier waren drei junge Wanderinnen:

Geke

Janeika
Jasmine aus England (hier mit Großvater Bill)

 Eine Badewanne mit jungen Leuten an der Strecke



Was war wie immer?
Es wurden wieder toll am Start motiviert


Es war wieder mal viel Stimmung unterwegs


Miltitär war auch wieder mit dabei

Ansonsten sagen die Bilder eingentlich alles


4daagse2012


4daagse Quartier 2012

Mr 4daagse award

Miss 4 daages award

Meine kleinen Videoeindrücke
2012-07-18_4daagse_video


Streckenaufzeichnungen (GPS auswertungen)
Tag 1
Tag 2
Tag 3
Tag 4

Samstag, 14. Juli 2012

Feelmax Pankra - Büroschuh ja, Asphalt nein

Vor einem Monat hatte ich hier über meinen neuen Schuh fürs Büro von Feelmax das Modell Pankra berichtet. Gekauft bei Voycontio in Freiburg, die auf Minimalschuhe und Barfußschuhe spezialisiert sind. Der Schuh sollte auch auf Asphalt halten wurde mir vor Kauf zugesichert. Ganz getraut hatte ich der Sache nicht, da ich vor längerer Zeit in Helsinki schon mal einen ähnlichen Schuh erworben hatte der nach einiger Zeit auch kleine Arbriebstellen und Löcher bekommen hatte. Aber da hatte man mir auch gesagt: Damit kann man zwar draußen laufen, aber nicht längerer Strecken. Besser innen verwenden.

Bei dem Feelmay Pankra ist es nun wohl auch so. Die Ränder sind konstruktionbedingt die Schwachstelle. Vorne an den Zehen und hinten an der Hacke schleift es halt beim gehen besonders und da geht die sehr dünne Sohle in den Naht über. Schon nach einem Monat bildeten sich jetzt kleine Abriebstellen bwz ein kleinens Loch. Bei Weiterbenutzung würde sich das schnell ausweiten.
Jetzt läuft das im Moment leider als Reklamation.Ob örtliche Reperatur oder Rücksendung an Feelmax ist noch zu klären.


Freitag, 13. Juli 2012

Von Bek zu Bek und immer mal wieder einer weg...

vorher
Wir wandererten von Bek zu Bek
und ab und zu war einer weg

Gar 16 waren heut am Start
die Strecke super schön....apart

Der Jürgen wanderte voran
Die Frau die ging lieber hintenan.

Ob Sasel- oder Bredenbek
von der Tour waren alle hin und weg

Ab und an stieg einer aus
und fuhren etwas ehr nach Haus

der Rest hielt marschierte einfach weiter
immer zackig und auch heiter

Volksdorf war dann unser Ziel
und auf dem Döner war gar viel



Jürgen du wir danken dir
auch ohne Bier

Demnächst dann wieder ohne Reim
wäre ohne Reim...auch fein.

:-)

nachher


Das war übrigens die Strecke:



Afterworkwalkinginfos hier

Die Bilder sind dieses Mal von Robert!

Dienstag, 10. Juli 2012

10 Jahre Walking....

Da schreibt der Sportstfreund Stefan der Lauflöwe etwas von 10 Jahre laufen in seinem Blog....hier Auch das Froilein Grünhorn schreibt was von 10 Jahren....

Und ich rechne nach...wie jetzt....10 Jahre....

Nein der erste Walkingmarathon war doch erst als ich 40 wurde und ich werde doch noch keine 50....

Ein Blick in die Akten...

Womit fangen die Sportakten eigentlich an...?

Erste Walkingveranstaltung....
Mediven Alsterwalk
Martin Schmitz belegte in einer Zeit von 52:03 Minuten für die 7,5 km Alsterrunde den 3 Platz (bei den nicht zahlreichen Männern....) am 2 Juni 2002.....

Das sind.... 10 Jahre! Wow...

Wie es dazu kam? Meine bessere Hälfte hatte sich (heimlich) zu einem Walkingkurs in meinem Urlaub angemeldet der mit dieser Veranstaltung endete, bzw bei der die Teilnehmerinnen dann alle Teilnahmen.
Nur so aus Spaaß ohne jegliches Training nahm ich auch in Wandersandalen teil und lag dann ganz schön weit vorne. Wegen irgendewelchen Terminen musste meine Frau dann auch noch bei der Siegerehrung meine Urkunde und Medallie abholen. Soviel Zeit hatte ich nicht eingeplant.

Das war irgenwie schon der Anfang der ganzen Geschichte die jetzt hier im Blog weiter verfolgt werden kann. Es ging dann ganz langsam weiter...

10km in Dreestedt in 1:09 im September 2002

Marathonvorbereitung ab Ende 2003

Erster Marathon in Hamburg gewalkt 18.April 2004 (5:23)

Der erste Hunderter am 6-7 Mai 2005 gleich mit 18:38 beim Hollenmarsch viel Regen und vielen Bergen

An diesem Wochenende bin ich zum 33 Mal über 100km oder mehr am Stück gegangen.

Ich freue mich den Dreh zum sportlichen Leben gefunden zu haben und ich danke meiner Frau die mich das alles auch so machen lässt!

Und jetzt aber mal ins Bett und noch etwas regenerieren von den Nonstop 111km von der Werra zum Main...

Montag, 9. Juli 2012

Von der Werra an den Main - Schöner Wandern mit der Deutschen Bahn.


Im Jahr 2012 führte die Etappe der Wanderserie „Nonstop 111“ über 111 Wanderkilometer von Meiningen an der Werra bis nach Bad Staffelstein am Main.  Damit das Wasser mal nach Norden und mal nach Süden fließt sind ein paar Berge dazwischen (manche sind sogar ziemlich „gleich“) So kommt man bei dieser Strecke auf über 3000 ansteigende Höhenmeter (die man natürlich alle auch wieder runterwandern muss) In der Ausschreibung war dann auch von einer „sportlich anspruchsvollen“ Wanderung die Rede.
Aber erst einmal muss man ja zu so einer Veranstaltung hinkommen.  Wer umweltfreundlich reisen möchte tut dies gern auch mit der Bahn. Um rechtzeitig in Meiningen zu sein und mir auch Meiningen noch ein wenig anschauen zu können reiste ich bereits am Freitagnachmittag an, wo eigentlich dann kurz vor acht bei meinen Couchsurfinggastgebern Michael und Jasmin eintreffen wollte.  Die Umsteigezeit in Göttingen betrug nur 7 Minuten.  Wie schon geahnt klappte das leider nicht, so dass ich erst um 21:15 in Meiningen ankam. Aber  nicht so schlimm. Ich wurde schon erwartet und abgeholt und dann gab es bei meinen netten Gastgebern noch leckere Gemüsehackpfanne mit Nudeln als gute Marschgrundlage für die Tour.
Couch mit schönen Frauen auf der Decke

Nach einer Nacht auf der Couch mit einer heißen Frau (auf der Bettdecke nicht unter der Decke) war ein gemeinsamer Rundgang mit Michal durch Meiningen angesagt. Schon früh am Morgen war viel los in der Fußgängerzone. Meiningen hatte eine Mission. Die Mission Olympic.


Meiningen wollte Deutschlands aktivste Stadt werden und Freitag auf Samstag war der 24 Stunden Tag.  Im Finale galt es jetzt nur noch Weißwasser zu schlagen. An mehr als 200 Stationen (und Meiningen ist nicht wirklich eine große Stadt!) konnte man sich bewegen und etwas machen. Die Anzahl möglicher Aktivitäten war sehr groß und sehr lustig. Überall gab es für die Aktivitäten Punkte mit denen man etwas gewinnen konnte.
Und nach erstem passiven zugucken und sich wundern legten wir los. Wasser im Eimer auf der einen Seite hochziehen, auf der anderen Seite wieder reinschütten, Hufeisenzielwerfen, Autoscheibenputzen, Dosenwerfen, balancieren, Trecker ziehen, Bälle in den Kofferraum eines Minis kicken, Bogenschießen und noch vieles mehr. Man hätte sich sogar noch vom Kirchturm abseilen lassen können. Meiningen, das war wirklich Spitze!




Kulturell gab es dann noch das Theater und den Englischen Garten mit künstlichen Ruinen zu besichtigen. Bevor es losging noch schnell eine Thüringer Bratwurst mit Michael der mich dann zum Start an den Bahnhof brachte.
gute Grundlage: Thüringer Bratwurst

Die Berliner Mitwanderer wollten um kurz nach 12 dort eintreffen nach Zeitplan sollte es dann um 12:30 losgehen. Und wer Wolfgang Pagel kennt, der weiß dass der Zeitplan heilig ist. Nur…die Bahn kam nicht. Gut das auf dem Wanderplan groß die Mobilfunknummer des Wanderleiters aufgedruckt ist. Der freute sich über meinen Anruf denn durch diverse Kupplungsprobleme  in Berlin hatte sich die Anfahrt der Berliner Truppe um 2 volle Stunden verzögert. Auch die beiden  Mitwanderer die mit dem Auto zum Ziel gefahren und nun mit dem Zug nach Meiningen unterwegs waren hatten Probleme durch geteilte (aber nicht richtig angesagte) Regionalzüge gehabt. Also musste umgeplant werden. Ich organisierte ein Großraumtaxi für die Wandertruppe für 2 Stunden später, dass die Gruppe dann 10 km vom Start entfernt in den Ort Neubrunn bringen sollte. Dann würden es zwar keine 111 km aber  immer noch 100 km um einen Hunderter voll  zu machen.
mit Gastgeber Michael am Start

Die Anweisung das Wanderleiters war dann „Renn los“. OK, nicht rennend aber im Vorgeschrieben Tempo marschierte ich dann über den ersten Berge alleine. In Grimmenthal traf ich dann auf die Beiden Mitwanderer die aus Bad Staffelstein mit der Bahn angereist waren.


Gemeinsam ging es über den Eichelberg nach Neubrunn wo wir auf den Rest der Truppe stießen.


Endlich waren alle (genau im Zeitplan!) vereint und bei schwül warmem wechselnden Wetter ging es weiter.


Über den Dietrichsberg  nach Bibra wo uns vor dem Schloss  eine kleine Kurzpause vergönnt war.


Dann folgte der Dietrichsberg mit 540 Metern, der dritte Berg innerhalb von 15 Km Wanderung. Der nächste Berg hieß dann Quienberg aber im Kopf hatte ich vor allem den nächsten (ersten) richtigen Rastort  Westenfeld (Ankunft 18 Uhr), wo wir vorbestellen konnte: Bockwurst oder Wiener Würste oder Gar nichts...


Ich entschied mich für Bockwurst. Eine gute Entscheidung! Die war wirklich sehr lecker und das alkoholfreie Bier war kühl und lecker.

Wir schafften es sogar den Vorrat an kühlen alkoholfreien Getränken auszutrinken. Die Wirtin: „ Das wird hier sonst nicht so oft nachgefragt…“ Gut gestärkt ging es nun in den Abend. Zu bewältigen waren die Gleichberge. Beide fast gleich hoch, der große etwas größer als der Kleine. Auf den   kleinen mussten wir nicht ganz hoch, dafür aber sehr steil hoch. Dann über einen Sattel zwischen den Bergen und hinauf zum Gipfel, den höchsten Punkt des Grabfeldes. Leider nicht sehr lohnend die Anstrengung, denn rund um den Sendemast auf dem Gipfel und auch unterwegs gab es keinerlei schöne Aussichteten. Der Anblick der Gleichberge von weitem weg war deutlich schöner (und auch nicht so anstrengend). Aber wir können jetzt sagen: Wir waren oben!


Sehr lustig fand  ich dann beim Abstieg den Ortsnamen der Siedlung die gleich am Gleichberg liegt. Die heißt „Gleichamberg“ Man hätte sie natürlich auch „Gleichamgleichberg“ nennen können. Aber das war wohl doch zu lang. Die Sonne ging nun langsam wirklich unter.

Wir sahen noch die Kirche von Gleichamberg und freuten uns alle auf die Nachtrast im kleinen Ort Linden. Was wählt man wohl in einer Gaststättedie „zum fröhlichen Jäger“ heißt? Natürlich das Wildgulasch, das uns auch stolz vom Wirt und Jäger mit dem Kommentar: „Alles selbst geschossen“ serviert wurde.  Und es  schmeckte wirklich gut. Auch das Kulmbacher Bier war hervorragend! An den Wänden jede Menge Hörner, ich fühlte mich fast wie zuhause im Forsthaus. Die Pause war ausgiebig und schön lang. Wir hatten ganze 75 Minuten zur Verfügung.




In der Nacht ging es dann in einen Zipfel der ehemaligen DDR im Bereich Bad Colburg Heldburg. Früher war das alles Sperrgebiet und ich war bei meiner Wanderung entlang der Innerdeutschen Grenze auch schon mal in dieser Gegend. Die Grenze und den Kolonnenweg überquerten wird als es schon hell war. Aber es gab keine Grenzposten und der Zaun war ja auch schon weg. Nur ein paar alte Grenzsteine auf der Westseite waren noch zu sehen. War schon interessant noch mal wieder hier  an die ehemalige Grenze zu kommen.

Langsam wurde ich schon etwas müde und die Füße brannten etwas. Die Nacht war recht klar und Mondhell gewesen. Die Lampen haben wir kaum benutzt. Es ging vorwiegend auf kleinen Landstraßen voran, was ich gerade in der Nacht als recht angenehm empfinde. Aber es wurde richtig lang bis zum Frühstück. Das sollte es um 6:40 geben und es zog sich und zog sich… Aber als wir endlich in der Gaststätte in Scheuerfeld angekommen waren hatte sich der lange Nachtmarsch gelohnt! Unterwegs konnten wir die Burg von Coburg sehen.


Wir wurden sehr, sehr freundlich im Hotel Löhnert empfangen und immer wieder aufgefordert noch mehr zu essen und ruhig noch mehr zu trinken. Für 7Euro 50 ein tolle Büffet für uns Wanderer.




Weiter ging es nach dem Frühstück durch überwiegend offene Landschaft ohne besondere Höhepunkte. Nett dann noch die Burg Hohenstein die mal wieder auf einem Berg lag. Durch den Wald dann wieder runter und wie immer das nächste (letzte) Etappenziel im Kopf: Ein Klettergarten, wo wir noch mal Getränke und Imbiss bekommen konnten.  Leider begann es auch noch zu regnen und es zog sich und zog sich. Hier machte es dann gerade mal nur noch wenig Spaß. Aber das gehört auch dazu und der Leberkäs Semmel und das Radler taten dann auch wirklich gut.



Den Rest der Strecken schafften wir jetzt auch noch. Es ging ja nur noch bergab. Erst noch mal zu einem kulturellen Höhepunkt dem KlosterBanz und dann hinunter ins Tal nach Bad Staffelstein. In den 4,5 km bis zum Bahnhof soll sogar der Kirchenbesuch mit eingerechnet sein meinte zumindest der Wanderleiter



Wir erreichten dann sogar noch ein paar Minuten vor der geplanten Ankunftszeit 13:25 den Bahnhof und ich konnte so noch einen Zug früher nehmen. Vorher mussten aber noch 11 Liegestützegemacht werden…. 
Auf der Rückfahrt klappte es dann mit den Anschlüssen,  nur nicht mit einem Mitfahrer der meinte in der Ruhezone ausdauernd telefonieren zu müssen. Es gab einen kleinen heftigen Disput den sein Papi am anderen Ende der Leitung mithören konnte „Papi, erziehen Sie gefälligst mal ihren Sohn, der nervt hier den halben Wagen“ und dann war Ruhe bis Hamburg. Dort waren die Treppen mal wieder eine Herausforderung und nach der Anstrengung gönnte ich mir zum Abschluss dann doch noch ein Taxi nach Hause …