Montag, 28. Mai 2012

Kein Kindergeburtstag, aber geschafft: Tortour de Ruhr 2012

Angekommen in der Zielzeit.

15 Minuten vor dem offiziellem Zielschluss um 21:45 am Rheinorange in Duisburg.

Videos Tortour im Ziel mit Handstand und Liegestütze...

Yes we can! So sehen glückliche Finisher aus!

Bilder von mir geknipst  hier

2012-05-28 Tortour de Ruhr (alle)

Die offiziellen Bilder des Veranstalters sind alle hier zu finden: Klick

Klick: Dies war die Strecke  

Es waren am Ende 165 km... 

 

Strecke und Auswertung bei Sportstracker (nett anzusehen)

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Blogberichte
Kürzer Bericht als der von mir von Wanderfreundin Vanessa hier
Blog von Donielles (in englisch)
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TV
Hier ein kleiner Film auf Sat1 mit Spendenläufer Steffen Kohler
Noch ein Film

Ein paar Daten aus der GPS Trackauswertung:
165km
33h41min
4,9km/h incl Pausen im Schnitt
9964 Kalorien verbrannt


Mein Tortourbericht

Wie soll man nur über so eine Tour schreiben die irgendwie einfach aus Superlativen besteht?
Gar nicht so einfach. Die Strecke war, lang, die Gefühle groß. Wird der Bericht aber zu lang wird er langweilig. Also ein paar Bilder müssen sein, und ein wenig gliedern wäre vielleicht nicht schlecht…

Die Vorbereitung

   100 Meilen gehen… das war schon so eine Idee die nach den ersten Hunderten aufkam. Wie würde das sein? Wäre das zu schaffen? Der Marsch den ich im Auge dafür hatte war eine Tour von Nimwegen nach Rotterdam der überwiegend von Gehern jedes Jahr am Stück gegangen wird. Der Haken dabei: Man muss in 28 Stunden im Ziel sein und mir war klar: Das wäre sehr, sehr hart. Optimal bei 7 km/h, machbar auch mit 6 km/h aber dann alle Pausen maximal 15 Minuten. So recht wagte ich mich nicht daran. Es wurden mehr und mehr Hunderter, ab und zu kam ein 24 Stunden Lauf dazu. Dann kam die Sache mit der Tortour. Zum ersten Mal sollten ganz offiziell bei dieser Ultralaufveranstaltung ein paar wenige Sportwanderer mit eigner Wertung und eigenem Start zugelassen werden. Genügend Zeit (so meinte ich) wäre auch gegeben, denn wir bekamen einen eigenen Start mit 6 Stunden Vorsprung vor den Läufern auf der 161km Strecke. Schon ein Jahr vorher musst man sich anmelden und schon damit gingen die Dinge los die anders sind als bei anderen (Langstreckenwander) Veranstaltungen:

  • Langfristig verbindlich anmelden, früh bezahlen und sich festlegen
  •  Unterschreiben, das man alles auf eigene Gefahr macht und das auch die Erben hinterher im Falle eines Falles keinerlei Ansprüche haben
  • Mindestens einen Radbegleiter finden müssen der einen Tag und Nacht betreut
  • Das Ganze ist ein Selbstversorgungslauf. Was man essen und trinken will besorgt man selbst, alles andere ist zusätzliche Überraschung an einigen wenigen Verpflegungspunkten.
Das Ganze ist eben anders und das ist auch gut so!

Ein paar Wochen vorher trafen sich viele der späteren Tortouristen am Seilersee um dort zur Vorbereitung mal 24 Stunden rund um den See zu laufen. Das sollte kein Problem sein, denn die Tortour war ja deutlich länger und laut Veranstalter kein Kindergeburtstag.

Der Startmorgen

Endlich war der große Tag gekommen. Ich war vorher in meine alte Heimat ins Sauerland gereist um mir bei Muttern die richtige Grundlage mit Spargel, Schinken, Obst und leckeren Dingen anzufuttern. Für die große Tour gab es noch Frikadellchen und hartgekochte Ökoeier mit auf den Weg. Kann man bei so einer Tour doch sicher gut essen oder? Ja genau. Mit meiner Mutter reiste ich dann auch an zum Freizeitbad Nass in Arnsberg. Vorher galt es aber noch zu entscheiden: Was zieh ich an, was nehme ich mit.

Die Kleidung und Ausrüstung

Eigentlich war es dieses Mal gar nicht schwer. Wir hatten ja immer ein Begleitfahrzeug und man musste sich daher nicht für die ganze Zeit festlegen. Das Wetter war gut, etwas zu gut. Es sollte ca. 25 Grad Wärme am Tag geben und auch der Pfingstsonntag sollte nicht kühler werden. Ich entschied mich im Gegensatz zu den meisten anderen für „lang“ Wo keine Sonne auf die Haut kommt ist auch später kein Sonnenbrand. (gute Idee!) Also dünne helle Hose und bewährtes kakifarbenes Outdoorhemd von Globetrotter. Vorteil dabei auch: Supergroße Brusttasche in die das komplette Spiralobuch der Strecke passte und eine zweit Brusttasche in die das Navi passte.
Als Unterhemd keine Funktion mit Chemie sondern eine Netzunterhemd aus Baumwolle. Das trägt sich sehr angenehm, bildet eine Luftschicht und wärmt oder kühlt je nach Bedarf (gute Idee)
An den Füßen am Anfang japanische Marathonzehensocken (auch gut) und nach Mitternacht (eigentlich nur für die kühlere Nacht gedacht aber bis zum Ende getragen) Wanderkompressionssocken (relativ warm aber fühlen sich gut an)
Über den Socken die altbewähren Bär Schuhe „Pavement Treck“ (auch gut auf der Strecke)
Auf dem Kopf dann noch eine kakifarbene Schirmmütze und später darüber den Tortourbuff. Beides wurde so oft es ging ins Wasser getaucht um den Kopf möglichst kühl zu behalten. Dazu diente dann auch noch mein schöner Treckingschirm. Für nur 2 Euro mehr gab es den in silbern beschichtet, so dass er auch gut als Treckingschirm zu verwenden ist. Ich schätze das ich der erste Tortourist war der mit Regenschirm diese Strecke (bei Sonnenschein) gewandert ist…
Kein Rucksack, sondern nur Bauchtasche und eine Gürteltasche hinten mit I-Pod für saure Stunden, Notfallriegel, sterile Nadeln zum Blasen aufstechen, Kartenausdrucke, Navi (Etrex), Kamera (Canon Powershot), Ersatzbatterien, Ersatz Akkus usw.…

Vom Start bis zum ersten VP (Verpflegungspunkt) bei km 46


Um 12 Uhr ging es endlich los. Vorher hatten wir unsere Startbeutel gekriegt mit schickem Shirt (großer Poserfaktor!) und schnell noch Fotos gemacht. Dann kam der erste Fehler: Schnell vor dem Start die Datenfelder auf null setzten. Wollen Sie wirklich alles zurücksetzen, die gelöschten Daten sind danach unwiderruflich verloren. Ja, Ja, klar, habe ich doch schon oft gemacht…. Klick…und weg sind alles schönen gespeicherten Tracks für die Tour. Na Super! Die ganze Arbeit für die Katz. Aber nützlich war das Navi trotzdem später noch auch wenn nicht unbedingt notwendig.

In der schönsten Mittagshitze ging es dann los auf die erste 7 km Schleife. Mit zügigem Schritt, etwas über 6km/h. Ich hatte zwar 6 km/h auch am Anfang in meinem Zeitplan so vorgesehen, aber eben nicht bei der Hitze und eben nicht noch schneller. Ich hielt mich immer etwas hinten in der Gruppe, protestierte aber auch nicht. Denn wir waren ja noch sooo frisch und ausgeruht und man hatte ja trotzdem das Gefühl: Das ginge locker noch schneller. Dazu kamen dann eine kleine ungeplante Pause nach der 7 km Schleife und später noch die offiziellen km Angaben die sich nicht mit den GPS Aufzeichnungen deckten. Die Strecke war einfach real etwas länger und würde durch Umleitungen auch noch etwas länger werden. 3 km länger (die es grob wohl auf der Gesamtstrecke waren) sind halt eine halbe Stunde wandern und wenn der Zeitplan auf ankommen 1,5 Stunden vor Zielschluss ausgelegt ist dies ja nicht unerheblich. Diese Umstände führten dann dazu dass wir konsequent das Tempo auf den ersten 40km recht hoch hielten. Trotz der Hitze und weil es eben noch so schön gut und leicht ging. Aber ich wusste es eigentlich ja: Das kann sich rächen. Tat es dann auch. Rene hatte sich, noch zügiger wandernd etwas abgesetzt und am VP 46 erfuhren wir dann das er aufhören möchte wegen Blasen und direkt im Anschluss das Ina und Klaus sich nicht fit genug fühlten die ganze Strecke zu gehen und daher auch ausstiegen.

So waren wir plötzlich zu zweit. Die beiden Wanderer aus Hamburg: Vanessa Kaufmann und ich. Schon nach Verlassen des VPs waren wir die Sieger der Wandererklasse, was uns aber ja auch nicht viel nutzte. Wir waren ja nicht gegeneinander sondern miteinander angetreten. Vanessa und ich blieben am Ende auch bis zum Ende zusammen bis zum Anschlag an das orange Teil am Rhein.

Von VP 46 bis 61 der DLRG Station in Hagen

Der Nachmittag war warm gewesen. Unterwegs gab es kleine Pausen am Wohnmobil und jetzt die erste offizielle Verpflegung Station. Mitten in der Gegend gab es lecker kleine Dinge zu essen. Fröhliche Helfer (wie eigentlich an allen VPs) und ich sang fröhlich ein Liedchen. Allein mit Vanessa ging es dann weiter bis der Abend und dann auch die Nacht kam. Keine klingelnden Rentner auf Rädern mehr. Nicht mehr so heiß. Die Füße waren auch noch OK. Vanessa wurde etwas müde, bei mir ging es noch ganz gut. Es galt auch noch eine Umleitung zu wandern. Dabei gab es auch ein paar Höhenmeter zu bewältigen. Die Umleitung war aber gut ausgeschildert und bis auf einen kleinen Disput mit einem alkoholisieren Camper (der auch hätte bös ausgehen können) klappte alles gut.
Wir freuten uns dann doch schon sehr auf den VP in Hagen. Und das aus mehreren Gründen: Unser eigener Autobegleiter „Sumowalker Georg wollte ab dort uns begleiten und die Verpflegung und Ausstattung sollte dort sehr gut sein (drinnen, Stühle, was warmes, sogar duschen möglich…) Und so war es dann auch.




Schon langsam etwas erschöpft und nach wie vor hinter dem Zeitplan wurden wir von Rene, Anja die noch auf uns gewartet hatten, und von Georg erwartet. Die Rucksäcke waren sogar schon umgeladen, doch Helfer Georg muss noch mal ran. Ab jetzt durften wir bestimmen und Georg hat einfach gemacht. Und zwar bis zur Kellertreppe in seinem Zuhause viele Stunden später. Danke Georg! Er holte unsere schweren Rucksäcke erst mal wieder rein. Wir konnten Socken wechseln, Füße waschen, und jede Menge essen und trinken. Während Vanessa Haferflocken mit Sojamilch oder ähnlichem vermischte vergnügte ich mich mit Kartoffelpüree, Süßigkeiten, belegten Brötchen, alkfreiem Weizen und manchem mehr. Das tat sehr gut! 

Von VP 61 in Hagen bis VP 86 Freizeitzentrum Kemnader See

Immer an der Ruhr lang ging es durch die Nacht. Jetzt wurde dann auch mal der I-Pod aufgezogen. Insgesamt hatten wir deutlich wenige als bei anderen Wanderungen geredet. Die Strecke war ja auch sehr lang und wir hingen beiden so unseren Gedanken nach. Auch die Vorstellung ob und wie man das schaffen kann musste ja auch im Kopf sich weiter entwickeln. Das Zerlegen in kleine Portionen von Rast zu Rast oder zu markanten Punkten half dabei.


 Bemerkenswert war jetzt die Morgenstimmung. Tolle Lansdschaftseindrücke mit Nebel über Wiesen. Recht kühl aber ich war schön warm angezogen und ich dachte ehr: Jetzt schön kühl bleiben, warm wird es heute noch genug. Mit Freude erreichten wir dann irgendwann am frühen Morgen den VP 86 mit dem Step am kleinen Büffet. Nette kleine Häppchen gab es auch hier. Aber zum länger verweilen zur frühen Stunde war das hier nicht gedacht. Es war einfach noch etwas frisch und zugig am Seeufer…


Von VP 86 bis zum VP 105 von Wat läuft.

Zum Weg dorthin fällt mir im Moment nicht viel ein nur das hier dann der richtige Ort für ein Frühstück war! Ach ja, unterwegs wurde noch der 100km Punkt überschritten, was gleich auf einem Foto festgehalten wurde. War auch zufällig gerade ein Autoversorgungsstop mit Georg an einem Campingplatz. Da gab es auch immer was zu gucken…



Aber nun zum VP von Wat läuft? Was da so läuft? Da glühte der Grill und erst mal gab es ein kleines Steak, dann hinterher noch ein Bratwurst, gefolgt von einer sauren Gurke und abgerundet durch ein Brot mit Bionutella und ein paar Süßigkeiten.  Das ging alles ganz prima, der Magen hat das alles super mitgemacht. Es ist erstaunlich was man alle so essen kann auf 100 Meilen. Vanessas Kommentar war nur: „Martin du bist schwanger!“



Von VP 105 bis VP 119 (nur noch Marathon!)
Jetzt durch den Morgen wandern, immer weiter, immer weiter. Solange es noch Wolken gab ging es. Aber so langsam kam die Sonne immer mehr raus und die Radler mit ihren Klingeln wurden auch mehr. Kurz vor Km 112 wurden wir von unserem Radbegleiter Jupp mit Kreidegraffiti empfangen. Große Freude! Jupp war ab jetzt einfach bei uns und er war uns eine große Hilfe. Immer da und als erfahrener Trainer immer ein Auge dafür was wir gerade brauchten. Das konnte Wasser sein, ein Kaugummi oder auch einfach mal Ruhe. Mal Anfeuern mal wieder: „Gaaanz ruhig, ganz gleichmäßig, locker bleiben“ Aber das wussten wir am Anfang noch nicht und ich war angenehm überrascht wie klasse das geklappt hat. Gabi, seine Frau erwartete uns auch an der Strecke. Ab jetzt hatten wir 2 Autos bzw. jetzt konnte Georg bald abgelöst werden um sich auch mal etwas auszuruhen. Das war dann auch eine gute Idee, denn geschlafen hatte er in der Nacht ja nun auch nicht….
Den VP 119 in Kupferdreh mussten wird dann erst suchen. Nach dem GPS Fehler mit den gelöschten Tracks der zweite (kleine) Fehler. Ich hatte mir die Strecke in Form von Sceenshots in PowerPoint zusammengebastelt und die VPs dort eingetragen. Auf dieser Folie hatten sich beim hin und her wohl die VP Markierungen verschoben. Nicht viel, aber genug um etwas Verwirrung zu stiften (südlich oder nördlich der Ruhr?!) Solche kleine Fehler können nach 119 km zu Fuß ganz schön nerven. Die Pause war jetzt auch inzwischen sehr nötig. Es gab wenige Sitzgelegenheiten und musste improvisiert werden. Auf den Boden setzen und die Füße auf das Rad legen. Not macht erfinderisch. Die Helfer versorgten mich dann auch noch mit leckeren Spezialtellern, so dass ich nicht aufstehen musste. 



Wunderbar. 



Nach der Rast wurde es dann härter. Die Sonne kam mehr und mehr raus und das Tempo ging immer weiter runter. Inzwischen hatten wir eine mittlere Geschwindigkeit von unter 5 km/h. Das sah nicht wirklich gut aus…


Von VP 119 von zur Brücke A52 VP 138

Dies war für mich der wohl härteste Teil. Die Sonne kam voll raus, der Weg war oft voll mit Radlern, das Tempo schleichend. Das Ganze hatte es was von einem Zombiwalk. Vanessa schien immer einen Tick fitter und ging voran. 


 Die Zeiten hatten sich stabilisiert, da mein Zeitplan ja auch eine Verringerung der Geschwindigkeit berücksichtigt hatte. Wir lagen so 1h bis 1h30 hinter dem Plan. Immer noch war ein Ankommen im Zeitfenster möglich und wir erfuhren auch dass der Zielschluss inzwischen aufgehoben war und wir ruhig später ankommen konnten. Irgendwann kam die ersehnte Brücke mit dem letzten VP vor dem Ziel. Noch mal durchpusten, die Strecke vorher war heiß, gerade und langweilig gewesen. Die nächsten km sollten auch so werden….


Vom VP 138 bis zum Ziel.

Erst noch mal Durststrecke. Ewig lang immer nur gerade aus über Felder. Heiß, langweilig, mühsam. Aber das Ziel jetzt fassbar. Ganz klar: Wir schaffen das. Und irgendwann dann Mühlheim. Noch mal eine kleine Umleitung. Toilettenstop in der Stadthalle. Sehr gut. Dann irgendwann 12km vor dem Ziel: Vanessa macht Tempo. Wir können  es noch in der Zielzeit schaffen meint sie und gibt Gas. Ich schalte auch auf Kampfmodus. Einfach jetzt nur noch durchziehen. Was sind noch 10 oder 12km…fast nichts…. Wir werden zu wandernden Terminatoren. Jupp tut der Hintern inzwischen weh und er schiebt das Rad. Wir puschen uns gegenseitig, heißen uns ein. Es ist kühler, es geht besser, der Körper hat sich durch das langsamere Tempo am Tag etwas erholt und der Kopf sagt: Da musst du jetzt durch. Ein absolutes Hochgefühl.
Es kommen öde Strecken, sogar an der Autobahn. Noch einmal den I pod aufziehen und aufwühlende Musik hören. 




Wir erreichen den Damm. Am Horizont fühlt man förmlich das Ziel. Man riecht es, schmeckt es, Wahnsinnsgefühle. Es ist jetzt alles klar, niemand kann uns aufhalten. Wir kommen, wir kommen zügig, wir gehen rund. Keine Schmerzen, kein schleichen, einfach gehen, zügig gehen…. Immer weiter…. Der ewig lange Zaun, der Kreisel. Da hinten sieht man es! Rheinorange, romantisch im Sonnenuntergang. Noch jetzt beim Schreiben kriege ich eine Gänsehaut. Das war wirklich der Hammer. Die Zielgerade. Der Rest vom Team an der Strecke um uns auf den letzten Metern zu begleiten. Wie sehen die Autos, das Zielzeit, Rheinorange. Nur noch da runter. Ich rufe den Leuten zu feuere Sie an uns anzufeuern. Applaus, Glückwünsche, Umarmungen. Mit Cheffe Jens Vieler gemeinsam ans Rheinorange. Das offizielle Finisherfoto. 





Große Erleichterung. Dann noch die Kür: 16 Liegstütze für 160 km. Jupp soll filmen. Macht er auch, aber nur 2 Sekunden lang. Ach was soll es mach ich halt noch mal 16 Liegestütze. Vorher wurde erst mal noch Handstand gemacht. Alles kein Problem. Runners High ist etwas Schönes…. Geht auch bei Wanderern.

Mit dem Bus dann zum Parkplatz. Frau und Mama anrufen. Die Beine werden schwer, gaaanz schwer…. Aber es ist ja noch nicht (ganz vorbei)

Finisherparty

Wir müssen noch nach Oberhausen zur Finisherparty und Siegerehrung. Wir wollten diese Urkunde, diese Flasche und diesen Aufnäher. Das muss jetzt sein. Die Fahrt fühlt sich ewig an. Das Auto muss gestunken haben…unglaublich. Wir riechen es selbst nicht mehr wirklich, sind einfach nur müde. Alle sitzen etwas müde auf er Finisherparty rum. Kaum noch Stühle frei. Hier und da ein netter kleiner Plausch. Aber eigentlich sind wir jetzt dann doch mal einfach nur müde…. Dann doch noch die Ehrung und nach den 160er Läufern die Frage ob noch wer vergessen wurde. JAAAA Die Wanderer rufe ich. Oh…ja… schnell wird noch unsere Zeit eingetragen. Ca. 33hund 45 Minuten (wir waren sogar noch 5 Minuten schneller, aber dafür war die Strecke ja auch länger…) und in der Zielzeit angekommen. Auf diese Finisherflasche bin ich wirklich stolz. Sie steht jetzt im Büro auf dem Tisch und erinnert mich an die Tortour, die schon ein ganz besonderes Erlebnis war.

Was bleibt noch u sagen? Der Worte sind viele geschrieben aber:

Danke!

Das passt hier auf jeden Fall mal. Zuerst an meine Helfer, die sind bei dieser Tour einfach sehr, sehr wichtig. Anja und Renes Kumpel mit dem Wohnmobil durch die der erste Abschnitt bis Mitternacht versorgt wurde, „Sumowalker“ Georg mit seinem kleine roten Gasauto, das immer zur rechen Zeit am rechten Ort war, Jupp mit Rad und Strohhut und viel Betreuererfahrung, Gabi die spontan auch noch zur autofahrenden Unterstützerin wurde. Danke an alle Helfer und an Jens und Julia Vieler und das Ronja Team. Danke an meine Mutter die mir leckere Frikadellen gebraten und mich zum Start gefahren hat. Und last not least an die Frau dich mich solche Sachen einfach auch mal machen lässt! 

Statistik:



Kommentare:

Christian hat gesagt…

Herzlichen Glückwunsch zum Finish!

Seit wir uns beim Kultur-Run getroffen haben verfolge ich Deine tollen Berichte hier im Blog. Diese Unternehmung ist natürlich der absolute Hammer. Der Bericht liest sich so, als hättest Du die 100 Meilen mit der gleichen fast unerschütterlichen Unbekümmertheit absolviert wie schon die 24 Stunden beim Kultur-Run.

Interessant, dass die schönen Ruhrauen in Mülheim Läufern genauso wie Wanderern das Letzte abverlangen. Hitze, die einförmige Landschaft und die schon zurückgelegte Strecke wirken zusammen. Aber Du hast Dich nicht unterkriegen lassen!

Gruß aus Essen,
Christian.

Wandersmann hat gesagt…

Respekt. Da sehe ich mit meinen 52 km richtig alt aus.

Gruss Thomas