Sonntag, 8. April 2012

Vivobarefoot Offroad mid - Testbericht

Schade....


Eigentlich hatte mir dieser Schuh gut gefallen. Ein Barfusswanderschuh von Vivobarfoot. Am 1.02.2012 hatte ich stolz diese Schuhe erhalten und Bilder davon gezeigt.


Innen ist die Konstruktion am Wetterschutzrand unterbrochen. Dort entsteht kein Problem


nur zwei Monate und ca. 350km später
sehen die Schuhe seit ein paar Wochen so aus:

Gesamtansicht

Schwachstelle im Knickbereich am Wetterschutzrand rechts
Schwachstelle Knickbereich am Wetterschutzreand links




Jetzt werde ich die Schuhe dann doch zurückschicken, denn das ablösen des Wetterschutzrandes ist meines Erachtens eine Sollbruchstelle, sozusagen eine Fehlkonstruktion.  Hier hat sich mit der Zeit der Wetterschutzrand gelöst. Mit der Zeit löste sich das daann immer weiter und es entstand ein Zwischenraum zur Sohle wo sich dann das Regenwasser schön sammeln kann.


Wetterschutzrand löst sich ab

Dies ist auch der Hauptgrund warum ich die Schuhe, die sich eigentlich schon sehr gut laufen und in denen man guten Kontakt zum Boden hat, zurückschicken werde.

Zur Verdeutlichung warum des hier zur den Schäden kommt hier mal gezeigt wie es aussieht wenn der Schuh beim gehen gebogen wird.


Bessere Lösung innen
:
Außenb: DAS muss einfach kaputt gehen...


Leider gibt es noch drei weitere Schwachpunkte des Schuhs:

1. Die Sohle
Die Sohle hat ein sehr gutes griffiges Profil. Das hat sich auf Waldwegen, wofür es auch gedacht ist (Offroad!) auch im harten Einsatz gut bewährt. Siehe hierzu mein Bericht vom Kaisermarathon. Aber ich bin auch viel auf ganz normaler Straße gegangen. Nach nur zwei Monaten sahen die Hacken dann so aus:

Verschleiß des Profils nach ca. 350km (allerdings viel Asphalt)

2. Die Lasche:
Die Lasche oder Zunge des Schuhs liegt nicht sehr schön an. Es "knüddelt" sich alles in Falten zusammen. Am Anfang machte ich den Fehler den Schuh dann zu fest zu binden, so dass sich das unangenehm anfühlte. Mit etwas loserer Bindung ging es dann besser. Aber letztendlich hat sich die Lasche auch nach der Bisherigen Tragezeit nicht gut angelegt und liegt immer noch in Falten. Das sieht man hier:



3. Atmungsaktivtät, Membran
Der Lederschuh verfügt über eine Membran. Das hält den Schuh schön trocken von Aussen, aber bereits jetzt im Frühjahr wo es noch nicht warm draußen ist wird es im Schuh sehr schnell zu warm und feucht. Nach einem Tag tragen sind die Einlegesohlen oft richtig nass gewesen, gerade wenn ich etwas dickere Socken anhatte. Ich habe die Schuhe NICHT täglich getragen und sie gelüftet, sowie Holzschuhspanner benutzt...und dennoch. Leider zu warm. So sehen die Einlegesohlen nach einem langen Tag aus:

nicht wirklich lecker und hygenisch...
Zustand der Einlegesohlen (starke Feuchtigkeitsbildung im Schuh)
Fazit: 
Schade, ich hätte gern positiver über diesen Schuh geschrieben, zumal mir das Konzept von Vivobarefoot gefällt! Aber dieser Schuh (hergestellt übrigens in China) ist nicht eben ein Schnäppchen. Ich habe ihn für 119 statt regulär 150 Euro über Amazon hier bezogen. Bei einem Schuh der regulär ca 150 Euro kostet (z.B hier bei Globetrotter) erwarte ich dann doch, dass grobe Mängel wie die Schäden am Wetterschutzrand nicht eintreten.

Hier geht es zur Hauptseite von Vivobarefoot (auf englisch)



1 Kommentar:

Keilstiefeletten hat gesagt…

Hallo ,das ist richtig schade ,ich hätte das auch so gemacht ,immerhin hast Du die Schuhe bezahlt.Entweder ein paar neue Schuhe schicken lassen oder Geld zurück verlangen.