Sonntag, 4. September 2011

6 von 24 Stunden = Marathon in Fleestedt



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2011-09-04



Urkunde und genaue Rundenzeiten

24 Stunden Lauf in Fleestedt. So nach und nur 12 Euro Startgebühr. Da konnte ich nicht nein sagen, auch wenn ich erst am Sonntag Morgen einsteigen konnte. Einfach mal wieder schön im Kreis latschen auf einer ca. 1,5km langen Runde im Speckgürtel Hamburgs. Teils durch den Wald, teils über Wohnsträßchen. Hörte sich nett an, war es auch.
Auch wenn ich durch die Party am  Vortag spät ins Bett gekommen war kam ich rechzeitig aus dem Bett um 20 vor 9 am Start zu sein. Schicke Startnummer mit chip den man mir Riesensicherheitsnadeln an BEIDEN Schuhen befestigen sollten. Gewöhnungsbedürftig, aber funktionierte dann auch prima. Ich wartete das es 9 Uhr wurde, so dass es ein 6 Stunden Lauf bis 15 Uhr für mich werden sollte. Da sollte ein Marathon doch locker drin sein dachte ich, immerhin hatte ich in meinen fitten Walkingjahren mehrfach Zeiten unter 5 Stunden gewalkt. Allerdings habe ich damals vor einigen Jahren auch zielgrichtet auf Tempowalking trainiert und auch regelmäßig lange zügige ( 7 km/h und nicht 6 km/h wie heute) Einheiten gemacht. Ich ließe es ruhig angehen, da ich nach dem Start auch erst mal mir bekannte Ultraläufer wie Frank Berka und Christian Hottas sowie Christine Schröder traf. Die waren alle schon eine Nacht lang unterwegs und inzwischen deutlich langsamer als ich. So vergingen die ersten Runden. Super war, dass man im Startzielbereich auf einem großen Monitor immer sehen konnte wie viele Runden, bzw km man nun hatte und auch die Zeiten für die aktuelle Runde sowei die Runde davor wurden angezeigt. Am Anfang war ich immer so mit 14 Minuten und irgendwas pro Runde unterwegs.

Nach ca. 1 Stunde rechnete ich mal hoch und stellte fest, dass ich so nicht einmal einen Marathon in den 6 Stunden schaffen würde. Das konnte nun aber auch nicht sein. Also Schluss mit Schwätzchen halten und ein bischen Gas geben war angesagt. Ich drehte etwas auf und überholte immer wieder Ultras auf der Strecke. Da kam man sich toll schnell vor, obwohl es wie gesagt gar nicht soooo schnell war. Neben den Ultras waren noch einige Staffeln unterwegs. Teilweise mit Kindern und Jugendlichen die sehr gute Leistungen zusammenliefen. Ich hatte gute Laune und kam immer mehr in meinen Rhytmus mit langen Schritten und ab und an Zwischensprints wenn es etwas abwärts ging. Zur Halbzeit war klar das ich den Marathon wohl doch würde schaffen können wenn ich so weiter machen würde. Also nicht bummeln und immer so weiter. Die ersten drei Stunden hatte ich das "Dschungelkind" als Hörbuch gehört. So war die Zeit auch schnell vergangen. Langsam merkte ich durch das ungewohnte schnellere Gehen als sonst meine Schienenbeine. Ich fühlte mich aber ansonsten recht fit und alles lief prima. Die Versorgung war Ultragereht. Da konnte man wirklich nicht meckern. Man konnte sogar Nudeln bekommen oder alkfreies Weizen.

Da nur volle Runden gezählt wurden musste ich am Ende rechnen. Gut der Marthon war drin, aber es wäre nur ein knapper Marathon. Also vielleicht doch noch mal etwas anstrengen. Jetzt wo fast alle nur noch gingen fing ich nach 40km 40 Minuten vor Schluss an zu joggen. die letzen zwei Runden als joggen statt walken. Statt zeiten im 13 Minuten Bereich kam ich auf 12 Minuten runter und die letzte schnellste Runde hatte, wenn ich mich nicht irre sogar eine 10 am Anfang. So kam ich einige Minuten vor 15 Uhr ins Ziel, hatte ca 43 km gemacht und war dann auch zufrieden.

Update: Nach Auswertung der Rundenzeiten war es dann doch nicht sooo langsam. Es waren genau 44,184 km und ich war nach 5:51 h im Ziel. Also noch gut Luft für einen weiteren km. Aber es zählten ja nur volle Runden. Zudem was das Höhenprofil doch nich so ganz ohne. Es waren 30 Meter auf jeder Runde also 780 Höhenmeter und es war warm.....und trotzdem....früher war ich mal schneller.... :-) Auswertung der Rundenzeiten Startnummer 297

Nach der Veranstaltung hörte ich mir noch eine Weile die Siegerehrung an und machte dort ein paar Fotos. Aber das zog sich dann über eine Stunde hin und die Gesamtsieger waren immer noch nicht geehrt. Dann machte ich mich lieber auf den Weg nach Hause und auf der Couch war es eben dann auch sehr schön.

1 Kommentar:

Jamys Freund hat gesagt…

Danke für den Beitrag, der den Organisten gut tut. Stellmacherei ist eine Sackgasse in Fleestedt, die als Kehre ausgebildet ist. Die freundlichen Unterstützer mit ihrem Stand an der Kirche nehmen also Bezug auf diese Wilde Kehre Stellmacherei.

Gruß vom ORGA-Mitglied
Manfred-Burger Jünemann