Samstag, 30. Juli 2011

Vorwanderung Winsen nach Escheburg für den Hamburger Hunderter

Heute habe ich ein Stück des Hamburger Hunderters vorgewandert und die Mittagsrastfrage geklärt. Gegessen wird beim Chinesen in Winsen und am Deich gibt es am Vormittag auch noch eine Stärkung. Die Strecke an der Elbe ist recht attraktiv mit weiten Blicken.

Hier ist die Strecke der Vorwanderung zu sehen

Sonntag, 24. Juli 2011

Murmeltiertag in Nijmegen 2011, der Weg zum zweiten Krönchen.

Die sechste komplette  Tour ist um...
Dieses Jahr mal kein Bericht. Wie es so in Nimewegen bei den vierdaagsen so zugeht lässt sich in den älteren Berichten von mir nachlesen. 2011 also nur mal die Bilder zum Marsch.


Bilder aus dem Quartier bei Anni und Frans Klick

Anni und Frans

Bilder vom Wandertag 1

NijmegemTag1



Bilder vom Wandertag 2

Nijmegen Tag 2

Bilder vom Wandertag 3

NijmegenTag 3

Bilder vom Wandertag 4

Nijmgen Tag 4

Samstag, 9. Juli 2011

Oh Schreck, der Track ist weg! 6. Afterworkwalk von Volksdorf nach Poppenbüttel



Die Bilder der Tour bei Flickr.com

Vergleich der Tourenplanung mit der durchgeführten Tour





Wanderleiter ohne GPS Track


Panik am Start. Der Wanderleiter hat sein GPS Gerät mit aber der Track ist nicht drauf? Was tun? Wo geht es lang? Verwirrung Irritation, Chaos. Alle sind pünktlich da in Volksdorf, der Zeitplan ist uns im Nacken. Geht es nach links oder rechts los?! Diskussionen.... wie kann man übehaupt ohne GPS irgenwo hin laufen? Fragen die uns bewegen. Wie soll das denn nun gehen? Also es geht im Osten los, Sonne im Rücken so halbrechts  am Nachmittag kann nicht schaden. Na denn mal los. Nach 1 km die ersten Sackgasse in die wir hineingerate. Oh jeh, mit GPS wäre das nicht passiert. Dann in Richtung U-Bahn. Am Wegesrand Baukultur. Das Walddörfergymnasium, hier ging schon Ohne von Beust zur Schule, schicke Villenneubauten, die Siedlung Buchenkamp mit ihren geschwungenen Dächern, grasbedeckt. Sogar der Discounter hat dank Interverntion der Stadtplanung hier ein geschwungenes Dach. Jetzt geht es hinaus in de Landschaft. Etwas weit nach Süden aber dann finden wir den richtigen Weg in Richtung Wasser. Auf der Volksdorfer Runde haben wir ja dann auch wieder eine Wegmarkierung. Wunderbare Strecke auf der Volksdorfer Runde und dann auf dem Wanderweg von Volksdorf nach Poppenbüttel.
Dann lockt da noch ein Biergarten. Kein GPS, also heute alles anders, dann können wir auch mal eine Bierpause machen. Sehr gute Idee!
Ne Pause! Sowas hatten wir noch nie!
Auch alkoholfreies Bier beflügelt für die letzten Km nach Poppenbüttel. Wir klären an der analogen Karte noch welcher Promi hier wo wohnt und in Poppenbüttel gibt es noch eine Riesenportion Eis zum Feierabend.

 Fazit: Auch ohne GPStrack kann Wandern ganz schön Spaß machen.

Montag, 4. Juli 2011

Waterboarding auf dem Rennsteig - Nonstop 111 km zwischen Erfurt und Meiningen



Hier die Bilder der Wanderung auf Flickr.com
Hier die Auswertung des Wanderung

Test: Alternativ dazu die Bilder in einem Picasaalbum hier


Die Strecke bei GPSies.com hier



Vom Steigerwald zum Dolmar, von Erfurt nach Meiningen sollte die Non-Stop 111 Km Wanderung in diesem Jahr gehen. Der Start war für Samstag 2.7 2.15 angesetzt. Um entspannt anreisen zu können fuhr ich bereits am Freitagnachmittag nach Erfurt. Durch den Streik von Privatbahnen kam ich zwei Stunden später an, gerade noch rechtzeitig um in meine Unterkunft dem RE4 Hostelin Erfurt einzuchecken. Das Hostel ist der Umbau einer alten Polizeirevierwache. Wer bereit ist sich ein Bad und WC zu teilen findet hier einfache aber nette eingerichtete und teilweise sehr große Zimmer. Der Service war freundlich und angenehm. Das Frühstück für 4.50 Euro war auch klasse. Ein guter Übernachtungstip für Erfurt wenn es nicht unbedingt nobel sein muss.

Am Vormittag regnete es. Ich wollte entspannt an den Start gehen und entschied mich daher lieber ein zweites Frühstück gemeinsam mit Willi Brand einzunehmen dem die Erfurter ja vor dem Bahnhof zugejubelt hatten bevor die Mauer viel.

Gegen 12 Uhr versammelte man sich im Bahnhof. Der Wanderleiter wurde etwas nervös als um 12:10 noch 2 Personen fehlen, denn nach Zeitplan sollte es ja um 12 Uhr 15 losgehen. Eben noch im Zeitlimit erreichten die Letzen dann den Infopoint, aber bereits am Start hinken wir ganze 2 Minuten hinter dem detaillierten Plan hinterher. Das konnte ja nichts werden mit der Zeitplanung. Auch wenn der Wanderleiter angemerkt hatte „Ungefähre Ankunftszeiten – Kein Anspruch auf Einhaltung“ So war diese Verzögerung gleich am Anfang durchaus bedenklich. Recht zügig ging es nach Süden aus Erfurt heraus.  Um 13:08 war der erste Kurzstopp an der Gaststätte Waldhaus geplant „ 5 Minuten Kurzpause waren angesagt“ Das Foto mit dem glücklichen Wanderleiter wurde während  der Pause wurde um 13:05 aufgenommen, wir hatten die Verspätung vom Start als gut gemacht und lagen jetzt sogar vor dem Plan.

Unsere erste „ Bier und Kaffeepause“ sollte nach einer 5 Minuten Schlossbesichtigung um 16:34 nach 23,6 km beginnen. Die Schlossbesichtigung fiel wegen „Schloss geschossen“ kürzer aus und die Einkehr konnte pünktlich (sogar vor der Zeit!) vorgenommen werden. Auf jeden Fall konnten laut Bildbeweis um 16:27 bereits Bestellungen aufgenommen werden. Nach der Rast wurde noch ein Foto vor dem Denkmal für den jungen Bach gemacht.und schon ging es weiter. Wir wanderten in den Abend hinein. 

In Martinroda hätte ich so gern ein Bier ausgegeben, aber leider war alles zu… Der Himmel war bewölkt aber noch gab es kaum Regen. Es wurde etwas kühler und dunkler und wir freuten uns auf die Nachteinkehr nach 49,5 km in der Bahnhofskneipe Manebach, die wir laut Plan um 22:10 erreichen sollten. Das Ankunftsbild wurde um 22:10 aufgenommen. Punktlandung also. Herzlichen Glückwunsch Herr Wanderleiter! 

In der Bahnhofskneipe ging es rustikal und nett zu. Der Wirt mit dem T-Shirt „Homedrinking kills the Gastwirt“ hatte Kesselgulasch und Thüringer Wurst im Angebot und wer unbedingt wollte konnte auch Salat bekommen. Der Leitspruch war jedoch: „Gulasch ist besser als Fleisch“ Zwar waren die Gulaschportionen übersichtlich, das Gulaschfleisch dafür umso fetthaltiger und nach der zweiten Portion war auch ein hungriger Wanderer satt. Das alkoholfreie Bier wurde in schicken Gläsern serviert in denen das Bier noch besser aussah als in den originalen Erdinger Gläsern und der Kaffee war einfach eine Wucht. Darauf angesprochen erfuhren wir dass die Maschine ja auch mehr als der Wagen des Wirts gekostet habe. Tja, so ein Auto hatte ich ja auch mal…

Ohne mir noch mal etwas Wärmeres anzuziehen oder den Regenschirm, den ich ja auch im Begleitfahrzeit hatte mitzunehmen, startete ich gut gestärkt nach der Pause in die Nacht. Kaum hatten wir den Ort verlassen fing es an zu regnen. Jetzt aber nicht mehr nur leichter Regen oder Schauer sondern richtig…. Dazu wurde es zusehends kälter, der Wind war ebenfalls nicht ohne. Ich hatte mich für meine sehr dünne Odlohose entschieden. Die ist bei Regen zwar sofort nass, aber sobald es aufhört durch das dünne Material sofort auch wieder trocken. Nur wenn es wie jetzt nass ist und nicht wieder aufhört und es dazu noch kalt ist, dann wird es unangenehm. Gleiches gilt mit den Bärschuhen die auch nach dem Prinzip Wasser rein, Wasser raus funktionieren. Wenn es irgendwann aufhört zu regnen klappt das im Prinzip gut wenn man nur dünne Socken mit Funktionsfasern an hat. (In meinem Fall waren das spezielle Marathonzehensocken die sich auch gut gewährt haben!) Obenrum hatte ich erst ein Funktionshirt, dann ein dünnes Funktionsoutdoorhemd und eine leichte Regenlaufjacke von Falke an. Die hat den Vorteil wirklich sehr leicht und dünn zu sein und auch recht lange aufgrund einer Membran den Regen vom Leib zu halten. Aber auch die Jacke kam langsam an ihr Limit so dass nach den Beinen auch die Arme kühler wurden. Am besten geschützt waren der Kopf und der Hals durch eine Buff, eine abnehmbare Goretexkapuze und meinen Wanderhut über der Kapuze. Die Finger wurden langsam immer klammer die Blase drückte permanent und ich kriegte aufgrund der steifen Finger kaum den Reißverschluss auf. Das Ganze kombiniert mit Anfällen von Müdigkeit und Gedanken was das Ganze hier eigentlich soll… Es wurde sehr ruhig in der Gruppe. Wir benutzten jetzt vorwiegend die Fahrstraßen. Es war richtig gespenstisch. Zum Regen und der Kälte kam jetzt noch Nebel. Es waren vielleicht 6 Grad und es fühlte sich an wie 0 Grad. Alle litten still vor sich hin. Keiner beschwerte sich, kein böses oder angespanntes Wort. Wirklich eine tolle Profitruppe. Der Gedanke dass  unser Begleitfahrzeug um 3:50 am Grenzadler nach 71,9 km bereit stehen würde hielt mich aufrecht. Dort war mein Gepäck, mein warmer Fleecepullover, meine Sportjogginhose. Ich dachte daran wie es jetzt wäre ohne diese Zugriffsmöglichkeit, ich dachte an die vielen Menschen die immer oder sehr häufig frieren müssen, an die die nicht einfach so zum Spaß sich auf den Füßen über lange Strecken quälen. Das setzt alles wieder ins richtige Lot. Wir bewegen unsere verwöhnten Körper nur einmal kurz und freiwillig so in Bewegung und verlassen mit doppelter Rückabsicherung einmal den Komfortbereich. Es macht dankbar dass man so etwas einfach so freiwillig machen kann und nicht machen muss und es gibt eine Ahnung wie es ist wenn es einem nicht so gut ginge. Welche Schlüsse jeder für sich daraus zieht mag jeder selbst entscheiden. Eine gute Gelegenheit an dieser Stelle vielleicht noch einmal auf den Mitternachtsbus in Hamburg hinzuweisen der jede Nacht unterwegs ist um Obdachlose mit heißen Getränken und menschlicher Wärme zu versorgen. Wir hatten mit der Wanderung Route Sexy six für diese Arbeit gesammelt.

Ich würde mich freuen wenn einige der Leser dieses Berichts und einige Betrachter der Bilder bei Gefallen eine kleine Spende für den Mitternachtsbus machen würden. Auch kleine Beträge helfen und über diesenSpendenlink geht das Spenden gaaaanz einfach.

Informationen über den Mitternachtsbus gibt es hier:

Doch zurück vom Werbeblock zur wichtigsten Rast der Nacht. Danke an den Fahrer Bernd an dieser Stelle der trotz Nachtdienst unmittelbar nach der Tour das Begleitfahrzeug gesteuert hat. Irgendwie schaffte ich es die Schuhe mit den klammen Finger aufzubinden und die Jogginghose überzuziehen. Obenrum jetzt noch das warme Fleece und eine weitere Laufweste. Ganz langsam kam Wärme in den Körper zurück. Es gab sogar noch einen Schluck Kaffee aus der Thermoskanne, aber die warmen Sachen waren in dem Moment deutlich wichtiger. Nach der Nachtrast ging es dann weiter durch den Nebel. Es ging die Treppen einer Skisprungschanze hinunter und wir freuten uns über das erste Morgenlicht und auf das erste Frühstück das in Zella Mehlis eingenommen werden sollte.


Das Lokal lag in einem riesigen Gewerbegebiet und war auf Autofahrer der nahen Autobahn ausgelegt. Für 7 Euro gab es abgezählt genau zwei Brötchen, einen Saft und Kaffee. Na ja das hatten wir schon irgendwie netter aber viel Auswahl gab es ja um dieses Zeit am frühen Sonntagmorgen nicht. Ankunftszeit in „Toschis Station“ war ja planmäßig  um 6:05 nach 82,9 km. Zwei Wanderer unserer Gruppe hatten den Anschluss verloren und erreichten den Pausenort erst kurz vor unserem Abmarsch. Da wir in telefonischem Kontakt standen und es sich um „Wanderprofis“ handelte konnten hielten sich unsere Sorgen in Grenzen und die Nachzügler setzen Ihren Marsch dann auch erst nach einer Frühstückspause als Nachzügler fort.

Über einen schönen Radweg entlang eines Baches ging es zum zweiten Frühstück um 9:50 nach 97,8km nach Schwarza. Hier gab es sehr leckeren Kuchen (Proseccotorte z.B) aber auch Wiener Würstchen. Mir war erst nach herzhaften aber dann auch nach Süßem. Also: Erst Würstchen, dann Kuchen, erst Spezi dann Kaffee. Der Wanderleiter guckte schon nervös auf die Uhr um den Zeitplan einzuhalten. Das zweite Frühstück baute mich jetzt richtig auf. Die Beine funktionierten noch gut. Die Füße machten keine Probleme. Die Socken hatte ich noch nicht einmal wechseln müssen. Sogar der Regen ließ für die letzten 10km ab und an etwas nach. Meiningen kam näher und näher. Kurz vor dem Bahnhof ging dann aber die Schranke runter. Minuten vergingen und satte sieben Minuten nach dem Zeitplan erreichten würd um 13:17 das Ziel den Bahnhof Meiningen. Die Wanderer verteilten sich auf den Begleitbus und auf die Regionalzüge die aus Meiningen herausfahren doch vorher gab es noch einen schöne Urkunde und ein Abschlussfoto. Dann ging es für mich über Eisenach und Fulda zurück nach Hamburg. Trotz weitgehendem Kleiderwechsel und Einsatz von Deorollern wurde ich zu Hause dann doch erst einmal unter die Dusche gestellt bevor es Nudeln gab und dann bald das Bett auf mich wartete.