Montag, 14. September 2009

Hausfrauenwalking in Oberhausen

„Dat sieht ja aus Hausfrauenwalking“
hörte ich als Kommentar nach ca. 23 Stunden und weit mehr als 100 km in den Beinen. Ja, so sah es wohl aus, Martin der „Ultrawanderer“ unter den Ultraläufern und Spaßläufern. Auch in der Zeitung wurde mein Bild ehr zu Illustrierung der lustigen Spaßläufer genutzt.

Aber lustig war es ja auch dieser Kultur-run den Ultraläufer Yogi zusammen mit dem Hostel in Veritas für die Aktion Schachtzeichen veranstaltet hatte.

Wie ich es mir vorgestellt hatte so wurde es: Viele nette Leute, entspannte Atmosphäre, eine Strecke die  man als Normaltourist nicht unbedingt gleich als etwas Besonderes besuchen würde. Die Strecke war eine Begegnungsstrecke durch eine Industriebrache, nein richtiger weise müsste man sagen durch eine umgenutzte Industriebrache wo sich neben dem besagten Hostel auch eine Altersheim, und ein Getränkemarkt befinden und wo in der alten Zechenhalle riesige Gastanks gelagert werden.

Die Ultras wurden von Anfang bis Ende von Oberultra Yogi wunderbar versorgt. Selbst an den bestellten Frikadellen fehlte es nicht. Super Versorgung, eine schöne Nachtwanderung, nette Aktionen wie ein Bierathlon.
Über lange Strecken wanderte ich gemeinsam mit Manfred der eigentlich ein Läufer und Tria-man auf dem Weg zum Ironman ist. Er wollte nur mal sehen wie es ist so lang zu wandern und hatte am Ende dann noch 2 Runden mehr als ich auf der Uhr. 132 km für eine erste Ultrawanderung ist eine tolle bemerkenswerte Leistung.
 Ganz toll war auch meine Kinderbleitung erst von einem Jungen, Lukas, der 20km gelaufen ist und dann von Leonie die zu meiner persönlichen Betreuerin wurde und mir noch warme Laugenbretzeln an die Strecke brachte.

Zum Frühstück gab es nach gewissen Verzögerungen des Caterings dann sogar noch die versprochenen Rühreier. Wunderbar. Viele Ultras hatten sich in der Nacht mal ein paar Stunden hingelegt. Aber wer schläft macht keine KM und so kam es das ich am Ende mit 128km, also drei Marathons hintereinander ganz schön weite vorne lag. Aber hier ging es wirklich nicht um ernsthaften Wettkampf. Wer hier Ultra lief wusste was er konnte und wollte und musste nicht sich oder anderen viel beweisen. Das machte ja gerade auch die schöne entspannte Atmosphäre aus.

Einen Dank möchte ich noch einmal neben den Organisatoren ganz besonders an die vielen fleißigen Helfer richten, die keinen einfachen Job hatten insbesondere in der nasskalten Nacht stundenlang auf einem Streckenposten auszuharren. Dickes Lob!

Am Ende war es ein schöner Tag!

Am Anstrengendsten war für mich übrigens die Rückfahrt im Zug. Die Müdigkeit und Schmerzen an vielen Stellen kamen erst nach dem Marsch als etwas Ruhe in den Körper einkehrte. Aber jetzt nach einem Tag mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit geht es schon wieder besser.

Kommentare:

Stefan hat gesagt…

Dann erhol dich mal gut, Wandersmann.
128 Kilometer sind ja auch nicht von Pappe.

Und das mit dem Bier und der Frikadelle holen wir bei Gelegenheit nach...

Gruß in den Norden
Stefan

Anonym hat gesagt…

Hallo Martin,

gratuliere dir zu deinen 3 Marathons! Tolle Leistung.
Scheint eine Veranstaltung ganz nach deinem Geschmack gewesen zu sein. Schöner Bericht und schöne Bilder!

Schöne Grüße
Kurt