Donnerstag, 30. Juli 2009

Tabi ade...


Nach 18 Jahren Trabifahren hat meine Trabi nun eine neue Besitzerin gefunden, die sich sehr über ihr neues Auto freut.

Hier geht es zu den Abschiedsbildern

Montag, 27. Juli 2009

Viertagemarsch 2009


Mein vierter kompletter Viertagemarsch liegt hinter mir.

Hier sind jetzt die Bilder aufgeteilt nach Tag eins bis vier zu finden

Hier sind die Videos

Hier schon mal ein paar kurze Berichte von meinen Wanderfreunden Sumowalker und EDDI im Forum von Runndesword.de

Berichte von EDDI
"Nie wieder Vierdaagse ohne Training"
"Und ewig warten die Übermotivierten"
"Yes we can mit Krönchen"

Sonntag, 12. Juli 2009

Schlagermovewanderung


Als letzter Test für die große Viertagemarschparty in den Niederlanden habe ich gestern mal die Kombination, Menschenmassen, gucken, tanzen, Fotos machen und wandern geprobt. 23 km und über hundert Bilder sind dabei rausgekommen.

Hier sind die Bilder

Hier ist die Strecke auf GPSies.com

Montag, 6. Juli 2009

Non-Stop 111, der Teufel war mit dabei.

Teuflisches zwischen Rosstrappe und Heimhehle

Hier geht es zur Ausschreibung der Veranstaltung

Hier geht es direkt zum Fotoalbum


Hier geht es zur Strecke auf GPSies.com

Hier ein Video meines Endspurts

Und hier mein kleiner Bericht:

Also 111 km sollten es dieses Mal sein. Quer durch den Harz und das Motto war: Teuflisches zwischen Rosstrappe und Heimkehle.

Um gut ausgeruht zu starten fuhr ich schon am Vorabend der Veranstaltung zum Ausgangspunkt der Wanderung nach Wernigerode. Es war schwülwarm und es gab Gewitterwarnungen. Schon die 2,5 km zu meinem Hotel brachten mich ausser Atem und ich war völlig durchgeschwitzt als ich dort ankam. Nach einer guten Mahzeit und zwei leckern dunkelen Bieren ging ich dann in der Abenddämmerung doch noch mal eben schnell zum Schloss Wernigerrode, sozusagen zum einlaufen.

Am nächsten Vormittag natürlich auch zu Fuß wieder in die Stadt, letzte Einkäufe für die Wanderung wurden getätigt (Powerbarriegel, Fruchtschnitten, Jogurtdrink, Süßigkeiten, Erdnüsse...) Dann zum Bahnhof wo Freund Oli schon auf einer Bank auf den Rest der Truppe wartete.

So gegen 11:30 waren die meisten Teilnehmer dann eingetroffen. Es gab es großes Hallo und schon bald ging es los. Da bei dieser Tour der Teufel ja mitspielen sollte, verzögerte dieser schon mal gleich zum Anfang die Anreise einiger Teilnehmer, die es nicht mehr pünktich mit der Bahn zum Start schaffen konnten und die daher erst später zur Truppe stossen sollten.

Wanderleiter Pagel, sonst ja bekannt für gemütliche 100er Schlendertouren in Berlin, hatte es dieses Mal eilig. Die 11km sollen traditionell in ca. 24 Stunden geschafft werden. Daher gab es auch einen Wanderplan der es in sich hatte. Minutiös waren alle wichtigen Punkte und die wenigen Einkehrpunkte mit km, Uhrzeit und der zwischen den Punkten angenommenen Wandergeschwindigkeit vorausgeplant. Allerdings mit dem Hinweis das es sich um Richtwerte handele und Abweichungen vorbehalten werden sollten.... Anfangs waren Geschwindigkeiten von 5,8-6km/h geplant am Ende dann eher 5,5km/h

Zunächst ging es mal rauf zum Schloss von Wernigerrode, wo wir noch recht fit den Ausblick auf die Stadt genossen. Immer am nördlichen Harzrand in Richtungn Ost passierten wir das schöne Kloster Michaelstein. Die erste Trinkpause war dann in der Gaststätte Rübchen so gegen 16:30. Dort wurde zügig bedient, die Bierchen schmeckten schon recht gut. Ich hielt mich allerdings mit Alkohol noch etwas zurück da es doch recht heiß war. Nur mit Mühe konnte unser Wanderleiter die Truppe zu einem Weitermarschieren gemäß Zeitplan animieren. Die Getränke waren einfach zu köstlich.

Dabei folgt jetzt ein spektakuläres Stück. Die sagenumwogene Rosstrappe war wirklich sehenswert. Nur blöd das wir kein Pferd hatten um über diese tiefe Schlucht mal eben zu springen wie das in der Sage wohl mal so war. Nein, unsere Truppe sollte zu Fuß gehen und die Steine auf dem Weg waren recht spitz und das Klima eher warm. Da kam einem Teil der Mannschaft das Getränkeangebot tief unten in der Schlucht gerade recht, obwohl dies ja gar nicht im Wanderplan vorgesehen war. Was nicht vorgesehen ist wird auch nicht gemacht und so kam es das ca. die halbe Wandergruppe brav weitermarschierte und die Spaßfraktion sich ein schnelles Bierchen gönnte. Da es sich ja um routinierte Profiwanderer handelte konnte der Vorsprung durch das Verfolgerfeld später auch aufgholt werden. Allerdings war das Verfolgerfeld etwas auseinandergezogen. So kam es das er Teufel, der die Verfolgertruppe schon in der Schluch in Versuchung geführt hatte ein leichtes Spiel hatte. Die Tinkpausenfraktion kehrte oben angekommen gleich wieder ein und bot an auf den Rest der Verfolger zu warten. Nur nahmen diese einen anderen Weg und so saßen sie dort etwas länger und mussten noch was trinken, während die vermeindlichen Nachzügler schon wieder vorne mit im Feld waren. Trotz moderner Handytechnik konnte dieses Missverständnis aufgrund teuflischer Funklöcher erst viel später geklärt werden.

Mit der Zeit brachte der Teufel auch alte Wanderhasen mit mehr als 200 Hundertern auf dem Buckel in Versuchung dieses Mal früher aufzuhören. Er flüsterte was von: "Übermorgen gehst du doch schon wieder auf den Jakobsweg, Mensch du mit über 70 Jahren musst doch da nicht heute noch 111 durch den Harz hetzen. Hör doch lieber auf...."usw. Schwupps schon hatte es auch den Wolfram erwischt der nicht mehr bis zu Nachrast mitkam.

Auch mit dem Wanderleiter trieb der Teufel sein übles Spiel. Ließ ihn trotz solider Vorbereitung mehrfach an Abzeigungen vorbelaufen, so das dieser seine schöne Route noch umplanen musste um Rückstände aufzuholen. Der Zeitplan wäre sonst zu sehr gefährdet und um 23:30 wurden wir schließlich zur Mitternachtsrast kurz vor dem Mägdtesprung, einem netten kleinen Aufstieg, erwartet. Die "Kutscherstube" war dann auch wirklich ein toller gastlicher Ort. Ruckzuck standen die Getränke auf dem Tisch und auch die Speisen kamen zügig, waren recht umfangreich und schmeckten vorzüglich. Es gefiel uns ausgesprochen gut dort. So gut das der Teufel wieder ein Opfer zum Aufgeben fand. Der Rest blieb aber weiter standhaft und zog nach dieser schönen Rast weiter in die Nacht.

In der Nach wurde dann viel auf recht leeren Straßen marschiert. Das Etappenziel hieß jetzt Frühstück in Rottleberode. Wir erreichten dieses Ziel dann sogar recht gut fast in der geplanten Zeit also gegen 6:30. Allerdings zog sich der Ort geradezu endlos dahin. Der Teufel machte sich geradezu ein Spaßchen daraus uns noch ein wenig hinzuhalten bis es zum tollen Büffet ging. Die Wirtin hatte wirklich Gutes für uns gezaubert. Besonders hervorzuheben der leckere Saft! Auch die Toleranz unserer Gastgeber war grenzenlos. Völlig verschwitzt und stinkend, ohne Schuhe müssten jetzt wir wie der Gesell mit dem Pferdehuf gestunken haben. Trotzdem wurde toleriert das einige von uns auf den schönen Sofas ein Nickerchen halten durften. Dafür noch mal vielen Dank!

Jetzt ging es auf zu letzten Etappe bis zum Mittag. Und da hatte der Teufel den Wanderleiter wohl schon in der Vorplanung etwas lustiges ins Ohr geflüstert. " Ach Wolfgang" sagte er, führ deine Truppe ab km 100 doch mal auf einen kleine nette Schlaufe über den Karstweg. Das wird denen bestimmt gut gefallen." Tja, dachte sich der Wolfgang, das ist doch ein schöner Vorschlag. Was der Teufel ihm aber nicht gesagt hatte war das diese Km weg von der direkten Line zum Ziel den Teilnehmern endlos vorkommen würde und das auf dem Rückweg dann kein Schatten wäre. Dafür konnte man dann schön das Ziel, ein Imbiss im Gewerbegebiet, schon km weit sehen. Nur war dazwischen wiederum eine Autobahn.... Da musste man dann schön erst mal unten durch, dann parallel dann den Hang wieder hoch, dann wieder untendurch, dann wieder parallel und sogar noch am Ziel vorbe um dann erst in Richtung Ziel gehen zu können. Eine wahrhaft teuflische Strecke, die mir zumindest die letzten Reserven kostete. Bist km hundert war es ja noch recht gut gegangen, keine wirklichen Müdigkeitsphasen, keine großen Fußprobleme. Aber jetzt ging es richtig los. Die Füße wurden immer dicker und schmerzten zusehends. Das Tempo wurde irgendwie langsamer. Es wurde anstrengend. Aber wir waren ja auch nicht zum Vergnügen da und das auch freiwillig. Hier kann man sehen wie das auf den letzten km aussah

Noch kurz vor der Imbissbude, die sich als deutlich besser als vorgestellt entpuppte holte ich mir an einer Tankstelle schnell noch ein Magnum und ein redbull. Beides wurde recht zügig konsumiert. Gefolgt von der Imbissverpflegung die bei mir aus Folgendem bestand: Erst mal ein halber Liter kühle Cola- Bier Mischung. Dann eine Bockwurst in Brötchen, dann 0,7 LIter Waldmeisterbrause und dann noch so eine Flasche Waldmeisterbrause für den Weg.

Wir bekamen noch unsere Urkunden, ruhten noch etwas aus und begaben uns zum tollen Hauptbahnhof von Berga Kelbra. Dort gab es eine modere Anzeige für abfahrende Züge. Auf der wurde angezeigt: Bitte beachten Sie die Aushänge. Nur: Es gab keinen Aushang, es gab keinen Fahrkartenautomaten, es gab nicht einmal ein Telefon um sich mal zu Hause zu melden. Aber es kam ein Zug! Erst einer für die ganze Berliner Ostlertruppe und dann der Zug für den Wessi in Richtig Hamburg. Sicherlich musste die Mitreisenden eine hohe Toleranzschwelle bei mir gehabt haben. Später in der heimatlichen Dusche kam jedenfalls dann doch ordenlich Schweiß und Dreck vom Körper runter. Vorher natürlich noch das übliche Aua, aua nach der Zugfahrt. Gestern noch der fitte Wanderer jung und dynamisch und Sonntag Nachmittag ein Wrack das von Alten Omas mit Hackenporsche noch überholt wird. Aber der Teufel lachte nur und meinte: Du hast es dir doch alles freiwillig ausgesucht so, oder?