Sonntag, 23. November 2008

17. Borgsdorfer Nelke, Blumen im Schnee?


Die Vier vom EC Automat


2011
Update: Hier geht es zu aktuellen Ausschreibung und den Strecken von 2011 am 18-19 Feb 2011


Hier geht es zu allen Bilder bei Flickr.com

Ende November eine Wanderung im Norden von Berlin bei der es um das erwandern von Blütenblättern geht. Das hörte sich interessant an. Maximal können dabei 100km erwandert werden, was jedes Jahr auch eine kleine Gruppe unverzagter Wanderer dann auch tut.
Um 22 Uhr am Borgsdorfer Bahnhof geht es los. Durch kräftige Werbung im Forum von laufen-aktuell wollten sich Bugs Bunny (Bruno) aus der Schweiz, Trampler (Kurt) aus München und der Tiefsachsenwanderer (Oliver) aus der Lausitz einfinden. Sicherheitshalber hatte sich Kurt schon zwei Stunden vor dem Start in Borgsdorf eingefunden. Dort könnte man ja gemeinsam etwas „pickern“ also essen war die Idee von Kurt und Oli. Keine wirklich gute Idee, denn um 20 Uhr am Freitagabend gibt es in Borgsdorf…..nichts wo man einkehren könnte. Ca. eine Stunde vor dem Start kamen mit ich gemeinsam mit Bruno und Oliver dann mit der Bahn an und wir trafen auf den etwas verfrorenen Kurt. Meine Spürnase fand dann doch noch einen warmen Ort für die Zeit bis zum Start: Es gab das einen EC Automaten. Vor dem elektronischen Auge der Überwachungskamera zogen wir uns um, stärkten uns mit mitgebrachter Rucksackverpflegung und hatten Spaß. Lustig dabei auch der Geldbote der ohne sich etwas anmerken zu lassen die Geldkassette abholte während wir uns gerade vermummten.


Einweisung durch den Chef


Dei Wandertruppe von Laufen-aktuell.de


Wanderer im Morgenlicht



Kleine Stärkung zwischendrin

Gegen 22 Uhr ging es dann in kleiner Schar unverdrossener Wanderer, die ich aus vergangenen Touren schon fast alle kannte los. Wanderchef und Organisator Wolfgang führte uns höchstpersönlich durch die halbe Nacht in der es das erste 42km lange Blütenblatt zu erwandern galt. Mitten in der Nacht auf einem Waldparkplatz wurde er von Bernd abgelöst, der uns mit Kaffee, Tee und Kuchen erwarte. Kuchen auf dem Autodach, Thermoskannen auf der Straße bei Minusgraden. Eine schöne Pause die gut tat, nur ganz lange wollte man nicht rasten. Über viele km folgen wir in den Stunden vor dem Morgengrauen einer Gastrasse. Kurz nach 6 war die erste Runde geschafft und die Villa Grünler öffnete gerade extra für uns. Hier gab es heißen Kaffee, leckere Brötchen und später auch viele Kuchen. Die Pause tat uns allen sehr gut. Die Nach war praktisch rum und frisch gestärkt ging es auf m die nächste 18km Runde. Bruno verabschiedete sich bei der Wirtin mit: Also um 10 Uhr dann bitte drei Weizenbier. Frau Tellertaxe (Katrin) aus Berlin mache die laufen-aktuell Wandertruppe dann komplett und wir wanderten recht fröhlich schnatternd in den sonnigen Morgen. In der Nacht war es teilweise sternenklar gewesen, teilweise hatte es aber auch recht kräftig geschneit. Das angekündigte Wetterchaos war es aber nicht gewesen. Umso schöner jetzt der Sonnenaufgang über der verschneiten Landschaft.




Nach der ersten Runde verabschiedete sich Katrin dann gleich auch wieder. Ich gönnte mir ein leckeres Obsttörtchen, der Tiefsachsenwanderer kombinierte locker Weizenbier mit Kuchen. Die nächste Runde ging dann über die Mittagszeit, war 20km lang und nach ca. 12km sollte der legendäre weiße Schwan kommen. Dort trafen wir so um 13 Uhr zur Mittagsrast ein. Ein gutes Bauerfrühstück für 4 Euro und dazu noch zwei dunkele böhmische Bier gaben mir die erforderliche Kraft weiter zu machen. 8 km später in der Villa Grünler nächster Stopp mit Kaffe. Es sollten noch zwei Runden a zwei KM folgen. Der Tiefsachsenwanderer hatte sich schon im Schwan verabschiedet um schneller zu werden dass er abends noch in das tiefste Sachsen musste. Unser Schweizer Freund wurde im Gegensatz dazu etwas langsamer und verzichtete weise auf den Rest der kalten Reise. Es war klar, dass es wohl dunkel werden würde bis wir am Ziel sein.



Mit Kurt gemeinsam ging ich die nächste Runde an gegen deren Ende es schon finster wurde. Gut das ich meine Lampe noch mit mir führte! Vor der letzten Runde gab es noch lecker Crepes in der Villa Grünler und wir waren jetzt so langsam die letzten auf der Strecke. Prompt verliefen wir uns etwas im Wald, improvisierten etwas mit der Streckenführung aber achteten darauf (durch GPS Vermessung) das auf jeden Fall die verlangten 100km für den Leistungsnachweis und die Urkunde ehrlich zusammen kommen. Geschickt war der Kontrollstempel der letzten Runde versteckt. Bei der Suche danach im Dunkeln hielt ein Auto und fragte uns nach dem Weg zu einer Straße. Meine Antwort: Er ist aus München, ich bin aus Hamburg, aber wir haben eine Karte und suchen einen Stempel. Ihrer Straße könnte dort oder auch dort sein… Gegenseitig wünschten wir und viel Glück bei der weiteren Suche.

Die letzten km zogen sich wie Kaugummi. Die endlos lange Industriestraße entlang, über die Autobahn, die Bundesstraße an Planzekölle vorbei und dann Endspurt durch lauter Straßen mit Rosennamen. In der Villa waren dann nur noch die Pagels und die Cheffin. Wir bekamen unsere Urkunden und noch schöne Nelken als Geschenk. Es gab einen letzten Kaffee und einen Käsekuchen. Nach kurzer Umzugspause verabschiedeten wir uns von den lieben Pagels, die diese Wanderung organisiert hatten und fuhren mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof. Nach etwas abhängen in der Comfortlounge bei kostenlosen Getränken ging es für mich zum Zug nach Hamburg und für Kurt zum Zug nach München. Im Fazit eine gut organisierter „Insiderwanderung“ durch eine Gegend die Ihre Reize hat ohne jetzt die Tourismusmassen anzuziehen. Die Wanderung zeigt viele Ecken in die man sonst nie kommen würde. Häufig kann man hier im weitern Umfeld von Berlin noch interessante DDR Relikte finden dich sich einfach im Stadt und Ortbild halten konnten. Somit wieder eine neue Gegend mit bekannten netten Bekannten erwandert. Es war eine gelungene Veranstaltung.

Kommentare:

amandajanus hat gesagt…

Martin, da warst du ja mal wieder fast nahe.
schöne Fotos!

mandy

Kurt hat gesagt…

Hallo Martin,
War wieder ein schöner Hunderter zusammen. Es passte alles, Orga war auch bestens - schade, dass Bruno passen musste :-(
Beim "Abhängen" in der Bahnhofslounge war ich ja hundsmüde.
Ende Januar treffen wir uns ja dann zum nächsten Hunderter!

Bis dahin!
Viele Grüße

Kurt

Georg hat gesagt…

Hallo Martin,

ich bin immer wieder fasziniert, mit welcher Leichtigkeit Kurt und du so einen Hunderter nach dem nächsten abspulen. Herzlichen Dank für die tollen Berichte und Fotos.

Gruß aus Gladbeck
Georg