Sonntag, 19. Oktober 2008

Rothaarsteigmarathon 2008


Am Wochenende bin ich in meiner alten Heimat gestartet. Schon drei Mal war ich beim Halbmarathon dabei, jetzt sollte es einmal der ganze Marathon sein, den ich walken wollte.

....und das habe ich auch getan und bin nach ca. 5h18 als einer der Letzten beim Marathon ins Ziel gewalkt. Schön wars! .
Klick zu den von mir aufgenommenen Bildern vom Rothaarsteigmarathon
Wie immer war der Rothaarsteigmarathon gut organisiert. Pünklich um 11 Uhr ging es ohne lange Vorrede los. Schon recht bald merkte ich wo hier der Hase herlief. Es lief...und es lief zügig das Feld der Marathonis. Schon kurz nach Fleckenberg nach 1 bis 2 Km fand ich mich walkend recht weit hinten am Ende des Feldes vor. Nur ein Pärchen war zeitweise hinter mir. Vor mir lange Zeit beim folgenden Anstieg auf die Höhen des Rothaarsteiges noch zwei Frauen. Eine davon sollte ich später noch überholen. Ausserdem ein Läufer den ich schon ab und an in Hamburg gesehen hatte. Es handelte sich aber um einen Sauerländer mit Zopf der sich auch "Sauerländer" nennt und er oft in Hamburg läuft. Sachen gibts. Sein Tempo war anfangs durch die vielen Gehpausen noch ähnlich zu meinem. Seine Zielzeit war 5h12 ich schätze meine recht realistitisch mit 5:15-5:20 ein.
Die Strecke führte recht stetig hoch bis Jagdhaus und führt dann in einem langen, aber schönen Bogen erst mal wieder vom Ort weg. Dann geht es zurück nach Jagdhaus und auf die altbekannte HM Strecke. Hier traf ich dann auch drei schnell walkende Herren die in etwas in meinem (recht zügigen) Tempo unterwegs waren. Sie hatten sich hier zufällig zusammengefunden und waren alle recht schnell dabei. Am Ende sollten Sie so ab Position 7 im Ziel ankommen. Weiter vorn sollte noch Hajo Sievers sein, mit dem ich am Wochenende vorher gewalkt war. Die gemeinsame Zeit bis zur Streckentrennung HM und M verlief kurzweilig mit Unterhaltungen soweit das die Lunge bei dem Tempo so hergab.
Dann wurde es wieder einsamer für mich auf der Strecke. Kaum Steigungen bis auf einen kleinen aber fiesen Anstieg von der Hängebrücke zurück auf den Kammweg und dann kurz vor der Schanzer Skihütte. Dort waren es nur ganz wenige Höhenmeter, aber die Beine meldeten an dieser Stelle schon mal Protest, bzw. das es mit Anstiegen nun mal reichen würde.
Reichte es ja auch, denn es ging nun ständig bergab in mein Heimatdorf Latrop, wo meine Mutter schon ungeduldig seid kurz vor 15 Uhr wartete. Erst um 15:30 passierte ich dann den Ort meiner Jugend. Auf der Schlußstrecke waren noch ein paar versprengte langsamere Walker und NW unterwegs die ich überholen konnte. Ins Ziel kam ich dann mit 5:18, als einer der letzten des Marathons an. Als Walker (der die Bergabpassagen aber auch mitgetrabt ist) war es für mich ein recht gute Zeit, durch das sehr starkte Läuferfeld kam es mir trotzdem gefühlsmäßig so vor als sei ich sehr, sehr langsam unterwegs gewesen. Aber wer hier Marathon läuft ist in der Regel nicht gerade ein Anfängerläufer und Walker sind ja auch eigentlich gar nicht für den Marathon hier vorgesehen. Dennoch war es eine tolle Veranstaltung. Pünktlich zur Siegerehrung war ich in der Halle. Leckeren Kuchen gab es auch noch und alles zu fairen Preisen.
Nach drei Mal walken auf der Halbmarathonstrecke war der Marathon in diesem Jahr, gerade auch bei dem tollen Wetter und er Herbststimmung, eine schöne neue Erfahrung.

Kommentare:

Georg hat gesagt…

Hallo Martin,

schade dass der Marathon nicht explizit für Walker angeboten wird - da wär's dann bestimmt nicht so einsam auf der Strecke geworden. Ich erinnere mich noch gerne an unseren gemeinsamen HM am Rothaarsteig. Ist das wirklich erst 3 Jahre her? ;-)

Gruß
Georg

Jörg hat gesagt…

Also es gibt Leute, die laufen keinen Marathon in der Zeit und beim Saale-Rennsteig-Marathon war ich ja laufend auch nicht schneller. Irgendwann muß ich da wohl auch mal hin. Es klingt wie ein Lauf, den ich mögen könnte.

Jörg