Samstag, 29. November 2008

Linolschnitt statt Wandern


Bis zur Polarnacht im Januar wird etwas weniger gewalkt und mehr Kunst gemacht. Meine Linolschnitte sind hier zu finden.

Weiterer Bericht und Bilder aus Borgsdorf

Mein Wanderkollege Kurt aus München hat auch einen schönen Bericht zur Wanderung geschrieben. Er ist hier nachzulesen auf seiner Hompage.

Seine Bilder sind hier zu finden

Sonntag, 23. November 2008

17. Borgsdorfer Nelke, Blumen im Schnee?


Die Vier vom EC Automat


2011
Update: Hier geht es zu aktuellen Ausschreibung und den Strecken von 2011 am 18-19 Feb 2011


Hier geht es zu allen Bilder bei Flickr.com

Ende November eine Wanderung im Norden von Berlin bei der es um das erwandern von Blütenblättern geht. Das hörte sich interessant an. Maximal können dabei 100km erwandert werden, was jedes Jahr auch eine kleine Gruppe unverzagter Wanderer dann auch tut.
Um 22 Uhr am Borgsdorfer Bahnhof geht es los. Durch kräftige Werbung im Forum von laufen-aktuell wollten sich Bugs Bunny (Bruno) aus der Schweiz, Trampler (Kurt) aus München und der Tiefsachsenwanderer (Oliver) aus der Lausitz einfinden. Sicherheitshalber hatte sich Kurt schon zwei Stunden vor dem Start in Borgsdorf eingefunden. Dort könnte man ja gemeinsam etwas „pickern“ also essen war die Idee von Kurt und Oli. Keine wirklich gute Idee, denn um 20 Uhr am Freitagabend gibt es in Borgsdorf…..nichts wo man einkehren könnte. Ca. eine Stunde vor dem Start kamen mit ich gemeinsam mit Bruno und Oliver dann mit der Bahn an und wir trafen auf den etwas verfrorenen Kurt. Meine Spürnase fand dann doch noch einen warmen Ort für die Zeit bis zum Start: Es gab das einen EC Automaten. Vor dem elektronischen Auge der Überwachungskamera zogen wir uns um, stärkten uns mit mitgebrachter Rucksackverpflegung und hatten Spaß. Lustig dabei auch der Geldbote der ohne sich etwas anmerken zu lassen die Geldkassette abholte während wir uns gerade vermummten.


Einweisung durch den Chef


Dei Wandertruppe von Laufen-aktuell.de


Wanderer im Morgenlicht



Kleine Stärkung zwischendrin

Gegen 22 Uhr ging es dann in kleiner Schar unverdrossener Wanderer, die ich aus vergangenen Touren schon fast alle kannte los. Wanderchef und Organisator Wolfgang führte uns höchstpersönlich durch die halbe Nacht in der es das erste 42km lange Blütenblatt zu erwandern galt. Mitten in der Nacht auf einem Waldparkplatz wurde er von Bernd abgelöst, der uns mit Kaffee, Tee und Kuchen erwarte. Kuchen auf dem Autodach, Thermoskannen auf der Straße bei Minusgraden. Eine schöne Pause die gut tat, nur ganz lange wollte man nicht rasten. Über viele km folgen wir in den Stunden vor dem Morgengrauen einer Gastrasse. Kurz nach 6 war die erste Runde geschafft und die Villa Grünler öffnete gerade extra für uns. Hier gab es heißen Kaffee, leckere Brötchen und später auch viele Kuchen. Die Pause tat uns allen sehr gut. Die Nach war praktisch rum und frisch gestärkt ging es auf m die nächste 18km Runde. Bruno verabschiedete sich bei der Wirtin mit: Also um 10 Uhr dann bitte drei Weizenbier. Frau Tellertaxe (Katrin) aus Berlin mache die laufen-aktuell Wandertruppe dann komplett und wir wanderten recht fröhlich schnatternd in den sonnigen Morgen. In der Nacht war es teilweise sternenklar gewesen, teilweise hatte es aber auch recht kräftig geschneit. Das angekündigte Wetterchaos war es aber nicht gewesen. Umso schöner jetzt der Sonnenaufgang über der verschneiten Landschaft.




Nach der ersten Runde verabschiedete sich Katrin dann gleich auch wieder. Ich gönnte mir ein leckeres Obsttörtchen, der Tiefsachsenwanderer kombinierte locker Weizenbier mit Kuchen. Die nächste Runde ging dann über die Mittagszeit, war 20km lang und nach ca. 12km sollte der legendäre weiße Schwan kommen. Dort trafen wir so um 13 Uhr zur Mittagsrast ein. Ein gutes Bauerfrühstück für 4 Euro und dazu noch zwei dunkele böhmische Bier gaben mir die erforderliche Kraft weiter zu machen. 8 km später in der Villa Grünler nächster Stopp mit Kaffe. Es sollten noch zwei Runden a zwei KM folgen. Der Tiefsachsenwanderer hatte sich schon im Schwan verabschiedet um schneller zu werden dass er abends noch in das tiefste Sachsen musste. Unser Schweizer Freund wurde im Gegensatz dazu etwas langsamer und verzichtete weise auf den Rest der kalten Reise. Es war klar, dass es wohl dunkel werden würde bis wir am Ziel sein.



Mit Kurt gemeinsam ging ich die nächste Runde an gegen deren Ende es schon finster wurde. Gut das ich meine Lampe noch mit mir führte! Vor der letzten Runde gab es noch lecker Crepes in der Villa Grünler und wir waren jetzt so langsam die letzten auf der Strecke. Prompt verliefen wir uns etwas im Wald, improvisierten etwas mit der Streckenführung aber achteten darauf (durch GPS Vermessung) das auf jeden Fall die verlangten 100km für den Leistungsnachweis und die Urkunde ehrlich zusammen kommen. Geschickt war der Kontrollstempel der letzten Runde versteckt. Bei der Suche danach im Dunkeln hielt ein Auto und fragte uns nach dem Weg zu einer Straße. Meine Antwort: Er ist aus München, ich bin aus Hamburg, aber wir haben eine Karte und suchen einen Stempel. Ihrer Straße könnte dort oder auch dort sein… Gegenseitig wünschten wir und viel Glück bei der weiteren Suche.

Die letzten km zogen sich wie Kaugummi. Die endlos lange Industriestraße entlang, über die Autobahn, die Bundesstraße an Planzekölle vorbei und dann Endspurt durch lauter Straßen mit Rosennamen. In der Villa waren dann nur noch die Pagels und die Cheffin. Wir bekamen unsere Urkunden und noch schöne Nelken als Geschenk. Es gab einen letzten Kaffee und einen Käsekuchen. Nach kurzer Umzugspause verabschiedeten wir uns von den lieben Pagels, die diese Wanderung organisiert hatten und fuhren mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof. Nach etwas abhängen in der Comfortlounge bei kostenlosen Getränken ging es für mich zum Zug nach Hamburg und für Kurt zum Zug nach München. Im Fazit eine gut organisierter „Insiderwanderung“ durch eine Gegend die Ihre Reize hat ohne jetzt die Tourismusmassen anzuziehen. Die Wanderung zeigt viele Ecken in die man sonst nie kommen würde. Häufig kann man hier im weitern Umfeld von Berlin noch interessante DDR Relikte finden dich sich einfach im Stadt und Ortbild halten konnten. Somit wieder eine neue Gegend mit bekannten netten Bekannten erwandert. Es war eine gelungene Veranstaltung.

Sonntag, 16. November 2008

Quickborn 2008 – Mein langer Spontilauf.

Bis zum Startmorgen hatte ich überlegt ob ich überhaupt mitmachen sollte. Das folgende Wochenende war ja schon für den letzten 100er in 2008 geplant, das Wetter war nicht gerade toll und eigentlich wollte ich auch an meinen Linolschnitten weitermachen.
Aber dann war ich am Morgen doch rechtzeitig auf, es regnete nicht und die Tradition wollte, dass ich wieder mal mit dem Trabi nach Quickborn reisen sollte.
Gesagt getan, nachgemeldet, 11 Euro bezahlt und gleich mal zwei Stück Kuchen für hinterher reserviert.
Gleich entdeckte ich noch Conni und Adam auf dem Forum von laufen-akuell.de und wir konnten noch etwas über alte Zeiten und neue Pläne quatschen.

Um 10 Uhr fiel dann der Startschuss und das Wetter zeigt sich wunderbar von der besten Seite. Die Sonne kam raus. Im hinteren drittel des Feldes eingereiht hatte ich mir heute vorgenommen mal so eine Mischung aus Walken und Laufen zu machen. Ich hatte in den letzten zwei Wochen ja immerhin ca. 3 Mal eine Stunde gelaufen …. Aber mehr war auch nicht mit Laufen in diesem Jahr außer einem 12 km Lauf bei der Kohlfahrt im Februar. Allerdings habe ich im Forum ja versprochen zum meinem 10.000en Beitrag für jeden Beitrag einmal 1 Meter zu laufen, also meinen ersten 10km Lauf zu machen, auf dessen Endzeit man dann für einen guten Zweck wetten kann. Bisher habe ich ja noch überhaupt keinen offiziellen gelaufenen Wettkampf, weder über 10km noch über einen Halbmarathon. Seit heute aber über 25 km!
Nach den ersten Metern im zügigen Walkingschritt, ging ich zunächst in einen Misch- Walk-Laufstil über, entschied mich dann aber weil alles so gut lief einfach mal mitzutraben und zu gucken was passiert. Mein Bekannter neben mir hatte eine tolle Uhr und sagt immer was von 5:30 oder 5:45 oder 6 min nach jedem Km. Also etwas schneller als ich auf 10km walken könnte und beim laufen konnte ich mich noch ganz gut unterhalten.

Ab ca. 8-10km begann ich zum ersten Mal das es jetzt etwas schwerer ging und das ich nun wohl etwas langsamer würde. Die 10km Marke passierte ich nach ca. 1 Stunde.

Es lief und lief, war zwar etwas anstrengend, aber eigentlich ging es noch ganz gut. Erstaunlich lange konnte ich noch weiter so im hinteren Feld mittraben.

Ab km 20 nach ca. 2:03h wurden die Beine jedoch plötzlich schwerer und schwerer und langsam fingen immer mehr Leute an mich zu überholen. Eigentlich hatte ich das am Ende vorgehabt…. Aber es war so, dass ich nicht gehen musste. Die Beine wurden einfach nur etwas schwerer und ich musste immer mehr beißen. Bei ca. 23 km überholte mich der Fori Bieker mit Freundin. Sie hatten sich das Ganze wohl etwas besser eingeteilt, ich hatte ja noch nie so eine lange Strecke gelaufen. Ich ließ sie ziehen und lieferte mir mit einer jungen Frau in Schwarz noch einen Endspurt auf dem letzten km. Ich nahm mir einfach vor das ich vor Ihr in Ziel wollte. Auf den letzten 300 Metern konnte ich sogar noch etwas beschleunigen. Ich bin schon sehr gespannt auf das Foto von kurz vorm Ziel. Locker sah das bestimmt nicht mehr aus. Nach 2:32 erreichte ich das Ziel. Gewalkt hatte ich im letzten Jahr für die gleiche Strecke 2:54 gebraucht.

Die Donauwelle war dann so mächtig, dass ich noch die Hälfte mit nach Hause nahm. Was ich kurz nach dem Lauf schon erahnte zeichnet sich nun ab. Das wird ein sehr heftiger Muskelkater. Aber wer sehenden Auges törichtes tut muss dafür büssen.

So habe ich jetzt dann auch meinen ersten richtigen Lauf heute gemacht. Gleichzeitig mit der längsten Strecke die ich je gelaufen bin und der besten Zeit die ich je für 25km benötigt habe.

Montag, 10. November 2008

Aktuelle Sportmeldungen

Seit einer Woche bin ich jetzt nach über längerer Pause wieder bei "Physiosport Hansa" angemeldet nachdem ich gemerkt habe das die Beine zwar recht fit sind wenn es um das Wandern geht, Obenrum aber nicht viel läuft. Also wird jetzt unter fachkundiger Anleitung von Trainer Andreas etwas der Oberkörper trainiert. Über das Studio schreiben die Betreiber selbst:
Warum nennen wir uns PhysioSport HanSa?
Ziel unseres Gesundheitszentrums ist die effektive Kombination von Physiotherapie und Sport. Das sollte sich auch in unserem Namen wiederfinden. Der Begriff HanSa beinhaltet die Anfangsbuchstaben unsere Nachnamen, also Hannemann & Salja. In Verbindung mit unserem Standort in Hamburg erschien uns das passend.
Was beinhaltet der Begriff PhysioSport ? In dem Begriff steckt vor allem Fachkompetenz, d.h. Sie werden bei uns ausschließlich von erfahrenen Physiotherapeuten betreut.PhysioSport ist gezieltes Training zur Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit besonders von Muskelkraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination.

Ab und zu mal Laufen
Ansonsten habe ich an den letzen beiden Sonntagen statt Walkerei die Sonntagsbrötchenholerei mit einer ca. 6-7 km langen Laufrunde geholt. Das bringt mich mehr zum schwitzen und ist auch mal eine Abwechselung für die Beine. Die tun hinterher immer noch zwei Tage etwas weh, aber das wird sich schon geben. Ich weiß ja das ich am Anfang nicht zu schnell rennen darf und das tue ich auch nicht. Zu meinem 10.000en Beitrag bei Laufen-aktuell.de habe ich aber gewettet bei einem 10km Lauf mitzumachen und das will ich mich ja nicht ganz blamieren.

Sonntag, 9. November 2008

Zur Abwechselung mal wieder Kunst...


Der November ist da, es ist nass und ungemütlich draußen. Zeit mal wieder etwas Kunst zu machen.

Was ich gerade ausprobiere ist Linoschnitt. Gestern die Ausrüstung besorgt und heute sind 5 Bilder fertig. Alles nach Vorlagen die ich aus Aktbildern aus dem Internet durchgezeichnet habe.

Hier sind die Ergebnisse zu sehen.

Sonntag, 19. Oktober 2008

Rothaarsteigmarathon 2008


Am Wochenende bin ich in meiner alten Heimat gestartet. Schon drei Mal war ich beim Halbmarathon dabei, jetzt sollte es einmal der ganze Marathon sein, den ich walken wollte.

....und das habe ich auch getan und bin nach ca. 5h18 als einer der Letzten beim Marathon ins Ziel gewalkt. Schön wars! .
Klick zu den von mir aufgenommenen Bildern vom Rothaarsteigmarathon
Wie immer war der Rothaarsteigmarathon gut organisiert. Pünklich um 11 Uhr ging es ohne lange Vorrede los. Schon recht bald merkte ich wo hier der Hase herlief. Es lief...und es lief zügig das Feld der Marathonis. Schon kurz nach Fleckenberg nach 1 bis 2 Km fand ich mich walkend recht weit hinten am Ende des Feldes vor. Nur ein Pärchen war zeitweise hinter mir. Vor mir lange Zeit beim folgenden Anstieg auf die Höhen des Rothaarsteiges noch zwei Frauen. Eine davon sollte ich später noch überholen. Ausserdem ein Läufer den ich schon ab und an in Hamburg gesehen hatte. Es handelte sich aber um einen Sauerländer mit Zopf der sich auch "Sauerländer" nennt und er oft in Hamburg läuft. Sachen gibts. Sein Tempo war anfangs durch die vielen Gehpausen noch ähnlich zu meinem. Seine Zielzeit war 5h12 ich schätze meine recht realistitisch mit 5:15-5:20 ein.
Die Strecke führte recht stetig hoch bis Jagdhaus und führt dann in einem langen, aber schönen Bogen erst mal wieder vom Ort weg. Dann geht es zurück nach Jagdhaus und auf die altbekannte HM Strecke. Hier traf ich dann auch drei schnell walkende Herren die in etwas in meinem (recht zügigen) Tempo unterwegs waren. Sie hatten sich hier zufällig zusammengefunden und waren alle recht schnell dabei. Am Ende sollten Sie so ab Position 7 im Ziel ankommen. Weiter vorn sollte noch Hajo Sievers sein, mit dem ich am Wochenende vorher gewalkt war. Die gemeinsame Zeit bis zur Streckentrennung HM und M verlief kurzweilig mit Unterhaltungen soweit das die Lunge bei dem Tempo so hergab.
Dann wurde es wieder einsamer für mich auf der Strecke. Kaum Steigungen bis auf einen kleinen aber fiesen Anstieg von der Hängebrücke zurück auf den Kammweg und dann kurz vor der Schanzer Skihütte. Dort waren es nur ganz wenige Höhenmeter, aber die Beine meldeten an dieser Stelle schon mal Protest, bzw. das es mit Anstiegen nun mal reichen würde.
Reichte es ja auch, denn es ging nun ständig bergab in mein Heimatdorf Latrop, wo meine Mutter schon ungeduldig seid kurz vor 15 Uhr wartete. Erst um 15:30 passierte ich dann den Ort meiner Jugend. Auf der Schlußstrecke waren noch ein paar versprengte langsamere Walker und NW unterwegs die ich überholen konnte. Ins Ziel kam ich dann mit 5:18, als einer der letzten des Marathons an. Als Walker (der die Bergabpassagen aber auch mitgetrabt ist) war es für mich ein recht gute Zeit, durch das sehr starkte Läuferfeld kam es mir trotzdem gefühlsmäßig so vor als sei ich sehr, sehr langsam unterwegs gewesen. Aber wer hier Marathon läuft ist in der Regel nicht gerade ein Anfängerläufer und Walker sind ja auch eigentlich gar nicht für den Marathon hier vorgesehen. Dennoch war es eine tolle Veranstaltung. Pünktlich zur Siegerehrung war ich in der Halle. Leckeren Kuchen gab es auch noch und alles zu fairen Preisen.
Nach drei Mal walken auf der Halbmarathonstrecke war der Marathon in diesem Jahr, gerade auch bei dem tollen Wetter und er Herbststimmung, eine schöne neue Erfahrung.

Montag, 13. Oktober 2008

Bericht vom 5. Rhein-Weser-Nordic Walking Lauf

Link zur Veranstaltung

5. Rhein-Weser-Nordic Walking Lauf

Ein interessanter Titel für eine Veranstaltung nicht wahr? Was denn nun, fragte ich mich erst mal. Nordic Walking oder Laufen oder auch normales Walken?
Es sollte laut Ausschreibung um „km sammeln für die Gesundheit gehen“…aha, die AOK ist ja auch Sponsor. Im Vordergrund stände die Bewegung, losgelöst von einer fixen und sekundengenauen Zeitnahme. Mmmmm, was sagt mir das nun? Gibt es wohl eine Zeitnahme? Oder gibt es vielleicht eine die nur nicht so genau ist?
Satte 810 Höhenmeter sollte die Halbmarathonstrecke haben, die damit auch Wettkampforientierten Sportlern einen wertvollen Trainingsanreiz geben solle. Ein Trainingslauf also? Viele interessante Fragen. Das ganze sollte ja auch nur 6 Euro kosten, Streckenverpflegung, Urkunde, Sachpreise usw. sollte es auch geben. Das Ganze findet eine Woche vor dem Rothaarsteigmarathon im Sauerland statt. Beide Veranstaltungen haben sich in ihrem Internetauftritt miteinander verlinkt und in der Tat ist ja so ein Halbmarathon eine Woche vor dem eigentlichen Marathon ja noch ein nette Sache, wenn man es nicht übertreibt.

Da ich sowieso schon am Samstag ins Sauerland angereist war um dort ein Woche in der alten Heimat zu verweilen und um am nächsten Samstag dann beim Rothaarsteigmarathon mitzumachen bot es sich an sein „Nordic Walking Lauf“ mitzumachen, zumal das Wetter wunderbar werden sollte und das herbstliche Sauerland sich in schönster Laubfärbung zeigte.

Die Nachmeldung war ohne Aufschlag um 9 Uhr Morgens noch problemlos möglich. Um 10 Uhr sollte der Start für den Halbmarathon sein, um 10:30 für die 16km und um 11 Uhr dann für die 10km Strecken. Auf meine Frage am Start nach der Zeitnahme wurde mir wie in der Ausschreibung gesagt man handhabe das hier „sehr geschmeidig“, die Leute sollten sich ja nicht so hetzen. Aha. Ich trödelte noch ein wenig am Start herum und trank noch gemütlich einen Kaffee bis um 9:45 zum allgemeinen Aufwärmen gerufen wurde. Da muss man natürlich mitmachen. Auf der Wiese vor dem Start wurde sich fleißig gedehnt und gestreckt und zur Musik hüpfte man fröhlich herum. Die Stimmung unter den überwiegend weiblichen und überwiegend nordic walkenden Damen war recht gut. Einige Läufer und Läuferinnen (insgesamt aber wohl nicht mehr als 20) waren auch am Start. Die hatten kann kurze Hosen an und waren recht schlank während manche der Nordischen Fraktion auch im Wanderanorak auf die Strecke gingen.

Am Start dann war dann doch eine große Uhr aufgebaut. Ich stand vorne bei der Hand voll Läufern und das Gesicht neben mir kam mir bekannt vor. Auf Nachfrage stellte ich fest, dass ich mich nicht irrte. Das war Hajo Sievers, mir als Powerwalker mit sehr ähnlichen Zeiten auf den Strecken bis zum Halbmarathon bekannt, der die Seite der Sauerlandwalkers betreibt. Bisher hatten wir uns noch nie getroffen, da er hauptsächlich im Sauerländer Bereich unterwegs, wo ich nur ausnahmsweise bei Heimattrips mal starte.

Gleich am Start wies er mich darauf hin, dass er vielleicht nicht so viel reden würde, da das ja Energie rauben würde. Außerdem dann das übliche Vorwettkampfgerede von wegen: Eigentlich gar nicht trainiert, heute nur spazieren gehen usw. usw…

Recht zügig ging es pünktlich auf die Sekunde los. Schon nach ca. 2 Km versorgte mich Hajo dank Forerunner und Höhenmesseruhr über die zurückgelegten Höhenmeter und die noch verbleibende Streckenlänge. Das sollte sich dann im Verlauf der Strecke noch oft wiederholen. Die Hand voll Läufer zog langsam davon und der Abstand zu der Klapperstockschaar hinter uns wurde gleichzeitig immer größer. Doch plötzlich war da nach einigen KM doch noch einer Nordic Walker der bis auf einige Hundert Meter sich an uns rangestöckelt hatte. Hajo wurde recht nervös und schaute immer wieder auf die beiden Uhren. Mir war schon recht klar das wir nicht überholt werden würden, aber es schien Ihn doch zu stören das da noch jemand war, also legten wir insbesondere bergab dann etwas zu, knapp unter der Grenze zum Laufen. Der Abstand vergrößerte sich mit der Zeit und später waren wir dann wieder allein. An den Verpflegungsstellen gab es Mineralwasser und Schorle und sogar ab und an Bananen und Riegel. Nur an einer Stelle waren die Becher noch gar nicht eingeschenkt und man konnte gar nicht verstehen dass ich soooo schnell wieder weiter wollte. Aber ach ja, das ganze sollte ja nicht gehetzt werden, stimmt ja. Auch ich wollte ja eingentlich genauso wie Hajo gar nicht so schnell unterwegs sein um mich für den Marathon nicht zu verausgaben. Aber irgendwie puschten wir uns dann ja doch gleichzeitig.

Die Strecke ging mehrfach recht ordentlich hoch und wieder runter. Steigungen laut Veranstalter aber nicht über 25%. Aber es war schon recht viel des hoch und runter. Daher war das Ganze dann ja auch wirklich ein guter Leistungstest für den Rothaarsteigmarathon. Nach einiger Zeit kamen die anderen kürzeren Strecken dann auf unsere Strecke. Genauer gesagt die Walker die auf den kürzeren Strecken unterwegs waren und die teilweise ja später gestartet waren. Jetzt konnte man ab und zu schön überholen und hatte ein schöne „Heldengefühl“ so toll schnell zu sein. Zwischenzeitlich gab es auch wunderschöne Aussichten auf das herbstliche Sauerland.

Hajo war ganz enttäuscht dass es nicht mehr Höhenmeter waren. Sein Uhr zeigt wohl nur etwas mehr als 600 HM an und nicht 800HM. Mir reichte es dennoch. Ca. zwei km vor dem Ziel klärten wir dann auch, dass wir hier kein Rennen untereinander machen müssen sonder schön zusammen in Ziel marschieren wollten. Das taten wir dann auch. Die Zeitmessung war dann doch nicht so grob sondern wurde bis auf die Zehntelsekunde auf der Siegerurkunde vermerkt. Am Ende stand da 2:33:25 für diesen bergigen Halbmarathon. Eine Zeit mit der ich sehr zufrieden war, zumal ich aufgrund der vielen langen und langsamen Märsche schon lang nicht mehr so knackig und zügig unterwegs gewesen war.

Im Ziel gab es zum Leidwesen von Hajo keine kostenlose Zielverpflegung, man konnte sich aber Getränke und Kaffee kaufen. Und es gab ca. 20 in Worten: ZWANZIG selbst gebackene Kuchen für die Sportler damit die verbrauchten Kalorien schnell ersetzt werden konnten. Ausserdem noch leckere Bratwürste und Erbsensuppe. Alles vom Feinsten. Hajo wollte die Urkunde dann nicht mehr abwarten, ich blieb noch ein bisschen bis die Urkunden fertig waren, ließ die Tombola dann aber auch Tombola sein und fuhr zufrieden nach Hause.

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Die Bilder aus dem Urlaub

So,jetzt bin ich wieder zurück aus dem Urlaub. Lange Berichte wird es nun doch nicht geben, aber dafür jede Menge Bilder


Die Bilder von den drei Tagen Einhornmarsch gibt es Hier
Special for danish walkers: click here

Weitere Wanderbilder die ich in Gegend gemacht habe sind HIER zu finden.
HIER gibt es dann auch noch ein paar Videos zu sehen.


Ein Besonderes Ereignis für mich war die Besteigung der Hohen Munde, die man auf dem Bild oben sieht. Die Bilder davon findet ihr HIER



Nach Seefeld war ich noch in München auf dem Oktoberfest. Bilder davon HIER
und was es sonst noch so in München interssantes zu sehen gibt kann man HIER sehen. Speziell für Architekturinterssierte befinden sich HIER die Bilder vom den Wohnungsbauten Ackermannbogen
Und HIER noch die Bilder die mein Kumpel Kurt in München vom gemeinsamen Rundgang durch München gemacht hat.

Samstag, 27. September 2008

Der Berghof in Seefeld - tolles Hotel


Ich möchte hier einmal kurz Werbung für mein tolles Hotel in Seefeld machen. Es handelt sich um den Berghof. Die Hompepage dazu gibt es hier

Einem Archtikturlaien mag wird es vielleicht seltsam vorkommen, dass ich gerade so ein Hotel im "alpinen Bauhausstil" toll finde. Aber das Haus ist wirklich klasse. Ein junger Architekt Siegfried Mazagg hat das Haus 1928 entworfen. Damals durfte der Architekt sogar bis hin zu den Möbeln und Türen alles selbst entwerfen. Und alle wesentlichen Architekturelemente sind toll erhalten. Die Möblierung der Lobby, die Lampen, die Schränke in den Zimmern. Es wurde sehr behutsam modernisiert und das Haus ist technisch auf zeitgemäßem Stand und erhält sich dabei aber der Würde des Ursprungsentwurfs. Die Aufenthaltsqualitäten im Haus, aber auch vor dem Haus und auf den Südwestlich ausgerichteten Balkonen ist wirklich klasse. Der Ausblick direkt auf die Hohe Munde ebenfalls. Im Keller gibt es auch eine geräumige Sauna und ein Solarium. Und im Internet surfen und Lobeshymnen auf das Hotel schreiben kann man auch...

Hier geht es zu Bildern vom Hotel.

So nun ist es genug des Lobes. Morgen werde ich das gastliche Haus dann leider wieder verlassen. Aber denen die einmal in Seefeld Urlaub machen lege ich das Haus wirklich ans Herz.

Mittwoch, 24. September 2008

Erste Bilder aus Seefeld

Hier gibt es die ersten Bilder vom Einhornmarsch, die mein Wanderkumpel Kurt geschossen hat. Meine eigenen Bilder kommen erst nach dem Urlaub ins Netz.

Montag, 22. September 2008

Grüße aus Seefeld in Tirol

Zur Zeit wandere ich munter in Seefeld in Tirol herum.
Am Wochenende waren drei Marathonwanderungen beim Einhornmarsch angesagt. Jetzt habe ich schon einen guten Eindruck von der Gegend und auch viele neue Leute kennengelernt bzw. alte Freunde wieder getroffen.

Ich werde noch einige Tage in den Bergen verbringen und kündige jetzt schon einmal schöne Bilder und einen ausführlicheren Bericht an.

Aktualisierung Kurzmeldung:
Am Samstag von Leutach nach Ehrwald zu Alpi und Max gewandert.

Aus dem Urlaub

grüßt der Martin

Sonntag, 7. September 2008

Cyclassics in Hamburg


P1010010, ursprünglich hochgeladen von martinwalkt

Heute waren wieder die Hamburger Cyclassics. Ich war ohne Rad dabei. 25km zu Fuß in 3,5h. Von Altona nach Schenfeld, von dort nach Teufelsbrück und zuürck. Auf der Elbchaussee konnte ich dann auch schon einige Radler zu Fuß überholen, kurz bevor der Besenwagen kam...

Sonntag, 31. August 2008

Bilder von Hamburger Hunderter


Die Kerntruppe vor dem Start

Bei bestem Wetter fand am Wochenende der von mir veranstaltete 1. Hamburger Hunderter statt. Es war recht schön.

Hier gibt es einen Kurzbericht und Links zu den Bildern

Sonntag, 24. August 2008

Bilder vom Blankeneser "Heldenlauf"


Der schnellste im Halbmarathonheld

Heute war in Blankenese der "Heldenlauf". Das ist ein anspruchsvoller Halbmarathon mit einigen Höhenmetern. Da ich zwischen 24h Marsch und 100km an diesem Wochenende lieber mal keinen Wettkampf gehen sollte habe ich mich darauf beschränkt ein paar Heldenbilder zu machen.



Hier sind sie

Montag, 18. August 2008

24 Stunden durch eine dänische Kleinstadt

Am Wochenende habe ich an meinem ersten 24 Stunden Marsch teilgenommen. Auf einer 4 km Runde ging es immer durch einen kleinen Ort in der dänischen Provinz. "Skrydstrup" liegt ca 50km nördlich der deutsch/dänischen Grenze.

Hier schon mal die Bilder

Hier ein paar kleine Videoclips

Hier die Ergebnisliste


24 Stunden durch eine dänische Kleinstadt.

Skyrdstrup, wo ist das denn wohl? Die Ausschreibung die ich zu diesem 24 Stunden Marsch gefunden hatte war auf Dänisch verfasst. Erkennbar war das es ein 24 timer sein sollte. Also wohl etwas was 24 Stunden dauert. Sinngemäß war auch das Motto zu verstehen: Wie lang willst du gehen, wie lang kannst du gehen war die selbst abgeleitete Übersetzung.

Beim 100km Marsch Smoerum Classic bei Kopenhagen hatte man mir dann von diesem Marsch erzählt. Das es eine 4 km Runde sei durch einen kleinen Ort nur 50km nördlich von Flensburg. Nun eigentlich also von Hamburg aus nicht sehr weit und mit den Zug erreichbar (Station Vojens zumindest) Die Startgebühr sehr moderat (ca. 25 Euro all inklusive exept Beer….) Ins Trainingsprogramm passte es auch ganz gut denn im September war der 160km Marsch von Nijmegen nach Rotterdam angedacht.

Also habe ich mich kurz vor Anmeldeschluss bei Organisator Alan angemeldet. Damit war ich dann der einzige ausländische Teilnehmer der diesen Marsch dann zu einem internationalen Ereignis machen sollte.

Am Freitagnachmittag nach der Arbeit ging es also los mit dem Zug nach Vojens. Dort wurde ich netterweise schon mit dem Auto und anderen Anreisenden aus dem nächsten Zug aus Kopenhagen abgeholt. Toller Service gleich zu Beginn. Wie ich das in Dänemark ja schon kenne war das Basislager in einer kleinen Grundschule untergebracht. Geschlafen wurde in den Klassenräumen, es gab gute sanitäre Anlagen, sogar mit einer Dusche, WC und Bidet (wohl für die Lehrerschaft gedacht)

Also Schlafsack und Matte ausgebreitet. Alles aus dem Rucksack etwas verstreut und verteilt und zu den Anderen gehockt. Dort saß dann schon die geballte Erfahrung der dänischen Weitwanderszene. Mit meinem erst zehnten 100km Marsch war ich das absolute Küken. Fast alle hatten deutlich mehr als 100 Hunderter auf dem Kerbholz. Besonders hervorzuheben an 100er Erfahrung war dabei Hardy Mattson, 58 Jahre, und ca. 590 Hunderter auf seiner persönlichen Bilanz. Er macht immer noch ca. 20 davon pro Jahr. Die meisten waren am vorhergehenden Wochenende auch bei er Dodentocht in Belgien um dort 100km Wandern und Biertrinken auf das angenehmste zu kombinieren.
Wandererbild

Alles trinken fröhlich ein paar Becher dänisches Bier in hellbrauner Färbung aus großen Plastikbechern ohne viel Schaum. Auch das kannte ich ja schon vom letzten dänischen Marsch bei Kopenhagen. Aber schon nach 2 Bechern zog ich es vor meinen Schlafklassenraum zu besuchen und mich abzulegen. Ruhe und Schlaf sind schließlich wichtig bei solchen Ereignissen.

Bei nur zwei weitern Schläfern in der Klasse klappte es mit dem Schlafen auch recht gut und der Start sollt ja auch erst um 8 Uhr sein. Morgens gab es dann auch erst mal ein schönes dänisches Frühstück mit Rundstücken usw.

Vom Start bis zum Frühstück
Alan hielt eine kleine Ansprache bei der er die Wegemarkierungen erklärte. Mir hatte er das auf Deutsch vorher schon erläutert. Es gab also eine Tagesstrecke und eine Nachstrecke. Beide ca. 4 km lang. Die Tagesstrecke führte in um und durch den Ort inklusive Wiesen und Waldstücken. Die Nachstrecke war dann nur noch auf Asphalt und auf beleuchteten Strecken. Fröhlich zügig ging es los. An den Nachbarn vorbei die heute die Terrasse fliesen wollten, durch die Wohngebiete, über einen Fahrradweg, über die Hauptstraße, an der Kirche lang, am Mitlitärflughafen entlang, ein Stück durch den Wald, entlang der Hauptstraße und dann wieder zu Schule.
Klick Klick
Nach 35 Minuten waren fast alle ein Mal rund. Das bedeutet alle waren recht zügig mit ca. 7km / h unterwegs. An der Schule gab es eine Kontrolle. Dort wurden die Startnummer und die Zeit in einen Laptop eingegeben. Kurzes Winken und es ging auf die nächste Runde. Runde um Runde wanderte es sich dann so locker zügig in eine durch. Die meisten machten nach Runde 4 (16km) die erste Pause. Ich wollte ja die Nijmegen Rotterdam Tour vorbereiten und mich mal auf Pausen alle 20km einstellen. Also Pause erst nach 5 Runden.

Vom Frühstück bis zum Mittag.
Genau 11 Uhr war die fünfte Runde dann um und ich gönnte mir 10 Minuten Pause mit Cafe und leckeren Brötchen und dann ging es auch gleich weiter. Immer schön gleichmäßig. Mittagsessen sollte es von 12Uhr bis 14 Uhr geben. Also doch nicht alle 5 Runden Pause sonder Rast nach Runde 9. Ich war die Runden 6 bist 9 in Gegenrichtung gelaufen, was recht lustig war. So kriegte man alle mal mit und grüßte immer freundlich durch die Gegend. Mit der Zeit kriegte man mit wer so was im Ort wann macht. Alle halbe Stunde kam man ja mal wieder vorbei. 13;40 dann für eine knappe halbe Stunde schöne Schnittchen gegessen und mich in der Schule gestärkt. Alles fühlt sich noch sehr gut an. Das Wetter ist bestens. Sonnig und zwischendurch Wolken, nicht zu heiß, einfach gut.

Klick, zur Kirche

Der Nachmittag
Der Nachmittag verlief dann weiter wie der Vormittag. Immer die gleiche Runde. Jetzt wieder in der Richtung wie die anderen auch. Menschen machen Mittag, sitzen auf einer Wiese, mähen Rasen. Was man halt so macht in einer Kleinstadt am Samstag. Alles wissen Bescheid was wir hier machen. Jeder grüßt freundlich. Kein Jubel, anfeuern, klatschen wie in den Niederlanden bei den vierdaagsen. Wohl aber wohlwollendes Verständnis für uns Verrückte. Wir beißen ja nicht, wir wandern nur so durch einen Ort in den sonst niemand einfach so fahren würde außer auf einer Durchreise.

Abend
Nach 16 Runden um 18.52 Uhr sind 64km marschiert. Es geht immer noch gut. Es ist Zeit für eine schöne fette warme Mahlzeit. Es gibt Lasagne und Salat. Dazu Bier oder Wein. Wer will auch etwas ohne Alkohol und für umsonst. Trotzdem ziehen die Meisten Bier oder Wein vor. Auch ich beschließe dass ein Bierchen jetzt mal nicht schaden kann, was auch so war.
Klick zum Abendrot

Die Nacht.
Irgendwann merke ich dass ich schon eine Weile unterwegs bin. Unter den Ballen juckt es etwas, an der Hacke auch. Ich probiere etwas rum. Mal Füße waschen und cremen. Mal pudern. Mal neue Socken. Am Ende komme ich darauf dass die MBT Schuhe am angenehmsten zu tragen sind. Also dann halt jetzt mal MBT Sandalen. Die sind zwar schwer und die Anstrengung für die Muskeln ist größer damit. Dafür rollen Sie schön angenehm und sind luftig. Ab 20 Uhr geht es dann auf die Nachtstrecke. Die Strecke wird umgeschildert. Es gibt etwas Abwechselung. Neu Häuser, sehr interessant. Alles noch ein wenig angucken bevor es ganz dunkel wird. Plötzlich ist auch der Vollmond der eben noch voll war fast weg. Ich wusste nichts von dieser Mondfinsternis. Umso interessanter war es dies bei sternenklarem Himmel einmal ausgiebig zu erleben. In den Häusern gingen die Lichter an. Die Straßenlaternen ebenfalls. Ab jetzt versuchte man in jedes Fenster zu gucken. Wer macht was? Wer guckt Fernsehen, wer spielt am PC? Wo ist eine Gartenparty. Runde für Runde konnte man rätseln wer wohl gleich als nächstes in Bett geht, ob das Licht denn wohl gar nicht mehr ausgemacht wird usw. Als Zeichen ihrer Solidarität und des stillen Mitgefühls stellten einige Bewohner Windlichter, Lampions oder Beerdigungskerzen an die Straße. Eine wirklich sehr nette Geste. Besonders nett bei einem Haus als plötzlich auch eine volle entkorkte Flasche Rotwein und Plastikbecher neben der Kerze standen. Also die Flasche leer war standen dann nach Mitternacht dort noch ein paar Dosen Bier und dann auch noch Schnaps! Kleine Freuden am Wegesrand. Mit der Zeit wurde es immer kälter. Bei jeder Runde zog ich mir eine weitere Schicht an bis ich gut eingemummelt war. Langsam sah man immer weniger Leute. Sowohl auf der Strecke als auch neben der Strecke. Ein Licht nach dem Anderen ging aus und viele Wanderer hatten nicht vor die 24 Stunden durchzumarschieren. Die Meisten hatten sich die 100 km vorgenommen die meistens so zwischen 2 und 3 Uhr Nacht ja rum waren. Meine 100km hatte ich genau im 2 Uhr rum.


Der Frühe Morgen.
Jetzt wurde es interessant. Mehr als 101km beim Hollenmarsch hatte ich bei einer Wanderung bisher noch nicht offiziell gewandert. Es tat etwas weh aber nicht so sehr wie bei einem „normalen Hunderter“ Der Kopf wusste ja das da noch was kommt. Die Einstellung war mal wieder entscheidend. Was man wirklich möchte, das geht auch beim Wandern. Die Runden wurden nun gefühlt allerdings immer länger. 30 Runden also 120km sollten es schon mindestens werden. Für Nijmegen Rotterdam wären aber 32 oder 33 Runden, also ca. 130km schon besser. Immer wieder diese kleinen Rechenspiele was am Ende wohl dabei rauskäme. Jeder Runde jetzt schon etwas Quälerei. Immer der Gedanke: Das ist jetzt 28, noch zwei und du hast die 30 Runden. Immer wieder positiv denken. Ist doch gar nicht so schlimm, ist doch ganz normal, hey so weit bist du noch nie gelaufen usw. Dennoch: Nach jeder Runde fand der Körper dann etwas ganz wichtiges warum man jetzt mal kurz anhalten muss. Mal aufs Klo, was anders anziehen, was essen, trinken, mal sitzen…. So zogen sich die Runden immer länger. Der Schritt wurde immer langsamer. Dafür stellten sich leichte Schlangenlinien ein als wenn ich mehr als ein Bier getrunken hätte. Gegenstände werden zu Menschen die sich aber dann doch nicht bewegen. Zwischen 6 Uhr morgens und 7 Uhr ist es am schlimmsten. Ich merke so geht es nicht weiter. Gut das es endlich langsam heller wird. Ich gehe ein letztes Mal in den Klassenraum. Mische mir als Doping noch mal ein Sportgetränk mit Wasser und Ultrabuffer zusammen. Trinke ordentlich davon. Dann lege ich mich kurz auf den Rücken und die Beine hoch damit mal Blut aus den Beinen kommt. Nicht zu lange das ich wieder müder werde. Dann noch ein Cafe mit viel Zucker. Andere Schuhe und Kompressionsstrümpfe an. Und dann los auf die letzten beiden Runden.

Klick zum ganz müden Martin

Der Morgen
Es wirkt. Die Pause, das Getränk und das Absehbare Ende in gut einer Stunde wirken. Plötzlich geht es wieder schneller. Ich starte durch in die Runde 31. Nur kurzer Stopp und weiter auf die letzte Runde die ich gerade so bis um 8 Uhr schaffen könnte. Genau pünktlich um 8 Uhr komme ich dann auch an. Ich werde mit Applaus empfangen. Das tut richtig gut. Es gibt Frühstück, eine Urkunde und einen Stempel. Dann schnell in die Klasse ein wenig schlafen. Allerdings nicht lang denn um 11 Uhr geht der Zug und schon nach ca. eine halben Stunde werde ich geweckt. Nicht wirklich angenehm das restliche Packen. Die Luftmatratze einpacken wenn alles weh tut und man noch sehr, sehr müde ist kommt nicht wirklich gut…
Dann einsames warte auf das Auto das mich zum Zug bringt. Jemand fragt mich ob ich krank sei. Wie er da wohl drauf kommt? Die Zugfahrt war dann auch nicht wirklich angenehm. Der Zug wurde relativ voll und überall tat es etwas weh. Dann wieder der Dammtorbahnhof. Kein Aufzug auf der Westseite des Bahnhofs. Also wieder die Treppen runter. Aua, aua aua. Eine Frau fragt mich ob sie mir helfen kann. Es ist so weit: Zum ersten Mal bin ich es der sich von einer Frau die Tasche tragen lässt ( auf dem Rücken habe ich noch einen schweren Rucksack) Sie fragt noch ob ich den Fuß kaputt hätte. Ich murmele was von "alles etwas kaputt" und "aber freiwillig und nach 128km sei das wohl so". Ob sie das verstanden hat weiß ich nicht. Auch im Treppenhaus zu Hause ist meine Frau erstaunt das ich so lange für die zwei Stockwerke brauche und das Sie runter kommen soll um tragen zu helfen. Deutlich gealtert kehre ich heim und freue mich darüber am nächsten Tag (meinem Geburtstag) frei genommen zu haben und entspannen zu dürfen.

Dienstag, 29. Juli 2008

Smoerum Classic 100km

Wieder ein 100 er an diesem Wochenende. Ein Bericht und viele Bilder folgen noch. Hier schon mal Bilder von der Homepage der Veranstaltung.

und hier ein Zombiwandervideo...

Jetzt dann auch alle Bilder vom Marsch. For all the pictures of smorum Classic click

here

So, wie 62 km in Dänemark so ablaufen habe ich ja nun schon beim Gendarmenweg des öfteren erlebt. Mein neunter 100er sollte ein dänischer hunderter in der Nähe von Kopenhagen sein. Smoerum Classic. Mein erster Hunderter der am Morgen startet und in der Nacht endet.

Wie geht nun so ein "smorum Classic?"
Man setzt sich in den Zug nach Kopenhagen. Dann mit dem Vorortzug und dann mit dem Bus bis zu einer Schule am Rande einer Vorstadt. Dort angekommen wird man freundlich begrüßt. Man sucht sich einen Schlafplatz in einem Klassenraum checkt ein, bezahlt 35 Euro für Startgebühr, zwei Übernachtungen, zwei Mal Frühstück Mittagessen und Abendessen all inclusive. Bier kostet Extra der halbe Liter vom Fass ca. 2 Euro.

Überall dänische Wanderprofis mit tollen T-shirts auf denen möglichst hohe Zahlen wie 100 x 100km 200X100km 300 X100km oder 562X 100km steht. Manchmal steht auch nur was von 300km oder 190 km oder 24 h drauf. Das war dann in der Woche oder am Stück. Na gut, meine Totenkopfshirt von der Dodentocht habe ich auch dabei, ziehe ich das halt zum Abendessen an.

Nach Abendessen und drei großen Bechern Bier geht es auf die Luftmatratze. Um 20 vor 5 wird am Samstag geweckt. Es gibt vor dem Marsch noch ein Frühstück und dann die Einweisung von Conni. Die erzählt allerhand auf dänisch und hält Absprerrbänder und Reflektoren hoch...Aha, wird wohl die Streckenmarkierung sein. Am Ende schmeißt sie ihren Plastikponscho mit Schwund auf den Boden, was wohl so viel heißt wie: Heute regnet es nicht, es wird heiß.

Pünktlich um 6 Uhr geht es los. Die ersten in recht zügigem Tempo. Richtig schnell rennen nutzt aber nichts denn hier gelten folgende Regeln. "The rest-stops are opened at 6,5km/h and closed at 4,5-4,2 km/h" Aha..."The times must be respected..... " und: "beer and soft drinks can be bought at every rest Stop" (davon gibt es 12!)

Dinner gibt es dann von 17-20:45 und die zweite Strecke "will commence at 18:00 Hours" Man läuft also erst mal 64 km ist dann wieder an der Schule, kann Abendessen und dann geht es auf eine weitere Runde ab 18 Uhr in der Nacht...

Aber erst mal zurück zum frühen Morgen. Die Sonne wirft lange Schatten und bald gelangen wir an einen schönen See. Dort ist auch die zweite sehr reizvolle Rast bei der schon fleißig vom Angebot des Bierkaufens Gebrauch gemacht wird. Mein Wanderkumpan Jörn, mit dem ich mich zusammengetan habe, und ich sind aber noch brav bei Limonade und Cafe. Jörn ist einen Kopf kleiner als ich, hat aber exakt meine Schrittlänge und mein Tempo. Er bereitet sich auf Bergesteigen in Südamerika vor. Über 5000 Meter soll es hoch gehen. Er erklärt mir viel über die Landschaft und die Besonderheiten der Region, vielen Dank dafür Jörn.

Zum Mittag gibt es irgendwo in an einer Rast leckere Brote und ein erstes Bierchen. Jörn erklärt mir das man ruhig alle 6 Stunden ein Bier trinken kann. Gute Idee bei ca. 30 Grad Hitze. Durst ist da vorhanden.

Munter geht es immer weiter durch recht nette Landschaft. Immer mal wieder freundliche Rastplätze wo es mal Kuchen, mal Obst mal Wassermelone und immer etwas zu trinken gibt. Die Strecke ist gut markiert, es gibt auch eine exakte Streckenbechreibung und man kann auch die Streckenkarten im Internet herunterladen. Toll organisiert das Ganze!

So ca. 10 vor 6 Uhr kommen wir dann erst mal wieder in der Schule an. Wir sind also ca. 12 Stunden für die 64 km unterwegs gewesen. Am Anfang waren wir so mit ca. 6,6km/h dann später nur noch etwas über 6km/h. Noch immer aber ohne besondere Beschwerden.

Jörn möchte dann aber eine längere Pause von 1,5h machen, was mir dann doch zu lang ist. Ich fürchte dann doch müde zu werden. Ich esse gemütlich, ziehe mich für die Nacht um und wasche mich. Gegen 18:40 starte ich dann auf die Abend und Nachtroute. Die schnellen Profis waren kurz vor 18 Uhr alle schon ganz unruhig um schnell wieder loszukommen. Allerdings lagen wir auch recht gut im Feld so am Ende des ersten Viertels ungefähr als 20e von über 80 gestarteten Wanderern.

Am Anfang geht es dann landschaftlich recht schön über weite Felder. Dann wird es langsam dunkel und auch öder. Die Strecken immer sehr viel gerade aus. Die Füße fangen an sich zu beschweren. Erst vorn dann auch hinten an der Hacke. Das ist ungünstig da ich mich so weder vernünftig abdrücken kann noch mit der Hacke kräftig aussetzen kann. Die Schritte werden also kürzer, die Nacht dunkeler. An der Raststellen treffe ich immer mal wieder ein paar Wanderkollegen, ich beschließe aber einfach mal in meinem Tempo weiter zu gehen.

Wie es so ist bis 80 km geht alles noch ganz gut aber es wird beschwerlicher. Im Hinterkopf habe ich immer mal wieder Nijmegen-Rotterdam, was 160km bedeutet mit mindestens 6km/h. Die Veranstaltung hier soll Trainingsvorbereitung dafür sein. Der Kopf fragt sich: Jetzt noch mal doppelt so viel, geht das. Erst noch ganz zuversichtlich ärgen mich die Füße dann doch immer mehr. Der Schritt wird langsamer. Ich versuche einen Laufschritt, probiere Variationen aus. Mal geht es etwas besser, mal nervt es. Immer wieder ertappe ich mich bei kleinen Übersprungshandlungen. Ob der Schuh zu eng gebunden ist, der drückt doch. Aufmachen, lose zumachen. Weitergehen. Nein jetzt schlappt er. Anhalten. wieder etwas fester zumachen. Weitergehen. Aua. Na ja, was solls weiter. Usw.

Die Öde der nächtlichen Strecke steigert sich genau mit den Schmerzen und der Distanz. Jetzt geht es an einer Autobahn hinter der Schallschutzmauer entlang. dann über ewig lange gerade Radwege. Plötzlich nähern sich schneller Schritte. Drei Wanderprofis, die bei den ersten Rasten schon mit Bierflaschen in der Hand von mir fotografiert wurden und die tolle große Zahlen auf den T-shirts stehen haben zeigen jetzt dem "Strongwalker" mal was ne Harke ist. Ich ziehe trotz Schmerzen ca. einen km im gefühlten Supertempo mit (Wahrscheinlich waren das gerade mal 7km/h) Dann kommt die vorletzte Rast und ich bin völlig durchgeschwitzt. Ich lasse Sie in der Nacht verschwinden und ziehe meinen Trott weiter durch. Rast 12 ist bei 92,8 km. Dort gibt es noch ein paar Gummibärchen und um 1 Uhr in der Früh starte ich für die letzten 6,2 km (der Marsch ist nur 98,9 km lang durch kurzzeitiges verlaufen bin ich dann aber schon auf 100km gekommen) Mein Ziel: Den 6er Schnitt musst du drauf haben für Nijmegen Rotterdam. Also auf die Zähne gebissen.

Es geht durch einen dunkelen Wald und dann kommt die letzte lange lange Umgehungsstraße. Eigentlich nur noch ca. 3 km lang, aber die wollen nicht enden. Wann kommt endlich dies verdammte Schule? Ich mache ein Bild am Ortseingang, wirklich frisch sehe ich nicht mehr aus. Dann sind es noch 3 Minuten bis 2 Uhr? Ist das dahinten die Kreuzung? Ich beginne zu traben. Nein, verdammt das ist es noch nicht. 2 Uhr ist durch. Weiter, weiter....aber dahinten. Ja, dahinten ist es. Jetzt kann ich mich entspannen. Ich gehe sogar noch ein paar Schritte bis an die Bushaltestelle um zu gucken wann ich am nächsten Tag wieder weg komme. Dann geht es in die Schule. Einige der schnellen Wanderer sitzen schon oder noch beim Bier und applaudieren. Das kommt wirklich gut. Ich bekomme meine Urkunde und bestelle erst mal ein Bier. Bis so gegen 2 Uhr dauert es dann noch bis ich nach Bier und duschen in den Schlafsack krieche.

Immer wenn ich gerade halbwegs eingeschlafen bin kommt wieder ein Wanderer im Schlafraum an, Licht, geklapper....nicht gerade Luxus diese Nacht. Die Beine hatte ich noch mit Franzbranntwein eingerieben. Nach der Anstrengung brennt das ziemlich aber ich bilde mir halt ein es wäre gut für die Muskeln.

So gegen halb fünf schnarcht dann einer der Kollegen so laut das wirklich alle wach werden. Na gut, war eben nicht viel mit schlafen. Dafür gibt es dann noch später ein schöne dänisches Frühstück mit allem was das Herz so begehrt. Netterweise werde ich auch noch bis zur Vorortbahn gefahren. Dann geht es nach Kopenhagen.

Von halb 10 Uhr Morgens bis um 15:30 habe ich jetzt Zeit für einen heißen Tag in der Stadt. Die Beine sind dann doch recht schwer. Also den Rucksack eingeschlossen, und in die Stadt geschlurft. Eine Bootsfahrt ist erstaunlicher Weise recht günstig zu haben und man muss nichts machen auf so einem Boot. Also schippere ich durch Kanäle und Hafen, trinke dabei Cafe und Jogourt. Dann lasse ich mich weiter treiben, decke mich bei Aldi mit Bananen und Drinks ein und finden einen schönen Park mit vielen schönen schattenspendenden Bäumen und schönen Däninen. Das gefällt mir und ich vertrödele dort einfach den Nachmittag bis mich der Zug wieder nach Hamburg bringt.

Sonntag, 20. Juli 2008

Nijmegen 2008 - der 4 daagse Marsch

Einen  Bericht von EDDI gibt es
Viele Menschen waren unterwegs

Am ersten Tag wanderte ich gemütlich mit Sumowalker und EDDI. Allerdings zeigte sich dabei das Leistungsmärsche keine Sonntagsspaziergänge sind und Training eine gar nicht so dumme Idee....
An der Strecke waren wieder viele freundliche Zuschauer

Nach den Tagesetappen gabe es Red Bull, Jogurtdrink und Bier und dazu Apfeltaschen und Bananen...
Am ersten Tag schien auch mal die Sonne
hinterher war es eher regnerisch

auch kleine Kinder
und schöne Frauen in Uniform waren dabei

Nachdem ich Sumowalker und Eddi nach einem Zweitagemarsch dann für Resturlaub entschieden hatten wurden auch deren Gesichter wieder fröhlicher
Freundliche Mitwanderinnen...

Auch die Freunde aus dem hohen Norden ließen es am vierten Tag dann einmal gemütlich angehen und wir hatten einen netten Zieleinlauf

Kurz vor Schluss musst noch das alljährliche Traditionsbild gemacht werden...
Vor dem Zieleinlauf ging es sogar an hohen Militärs vorbei
Die Füße wurden abends immer vorbildlich behandelt dank Thea und Wim
Mit Neonweste (Stop the pain an move on) und weißem Ballon ging es ins Ziel
Statt viel Geschreibe (wie es so beim Viertagemarsch ist lässt sich in den ältern Berichten aus 2007 gut nachlesen) habe ich mal über 500 Bilder in einer Sammlung bei Flickr eingestellt. Der Link dazu findet sich am Anfang dieses Kurzberichtes

Montag, 7. Juli 2008

Hamburg City Man und Schlagermove


Alle Hamburg City Man Bilder gibt es hier

und die Bilder vom Schlagemove gibt es hier
Es war ein tolles Wochenende!
Der Viertagemarsch kann kommen. Nur der kann das noch toppen

Montag, 30. Juni 2008

Bilder vom Hella Halbmarathon in Hamburg

Am Sonntag war ich als Helfer für den Halbmarathon in Hamburg aktiv.
Ich habe recht viele Bilder gemacht (weit über 1000...) Die bessere Hälfte davon gibt es hier zu sehen

Samstag, 28. Juni 2008

Junikäfermarathon rund um den Öjendorfer See


Organisator Lothar


unterwegs am See

Eine schöne kleine Veranstaltung des 100 Marathon Clubs.
Gut organisiert, gute Verpflegung, kostengünstig (8 Euro) Alles Bestens.
Es sind 12 Runden um den Öjendorfer See zu laufen.

Hier sind meine Bilder von der Veranstaltung.
Infos zur Veranstaltung
Ausschreibung im Downloadbereich

Freitag, 27. Juni 2008

Schuhe alt und neu



Die vierdaagse kommen näher und neue Schuhe mussten her. Ich habe mir das Nachfolgemodell meiner New Balance Lederschuhe ausgesucht. Hier der Vergleich alt und neu.

Öjendorf

Morgen am Samstag ist Öjendorf angesagt.

Ein kleiner Marathon den ich noch nicht kenne und den ich noch einmal als Trainingseinheit ausprobieren möchte.

Ausschreibung hier

Donnerstag, 26. Juni 2008

Montag, 16. Juni 2008

Bilder vom Gendarmenweg 2008


Es war wieder wunderschön. Das Wetter wechselhaft, aber mit wenig Regen. Die Leute wieder nett und trinkfest. Das ganze gemütlich auf 62km.

Hier sind die Bilder dazu.
und Hier der Bericht von Georg dazu.

Samstag, 7. Juni 2008

Traingsmarsch 7.8.08


Heute mal wieder an einem schönen Tag lange unterwegs gewesen. Fast 50km waren es am Ende die ich im Norden von Hamburg gewandert bin. Die Strecke ist Teil einer Variante des ersten Hamburger Hunderters der am 2.8 steigt.


Das hier ist die Variantenstrecke im Norden. Den Bereich zwischen Poppenbüttel und Volksdorf bin ich heute gelaufen. Der genaue Verlauf ist hier zu sehen


Hier sind die Bilder von Heute

Sonntag, 1. Juni 2008

Große Feier, der Kapitän geht von Bord

Am Freitag wurde mein langjähriger Chef feuerlich in den Ruhestand entlassen. Die nächsten zwei Monate werde ich dann seine Aufgaben übergangsweise mit übernehmen und wohl etwas weniger zum walken kommen. Hier sind die Bilder der schönen Feier am Freitag

Von Rissen nach Bergedorf

Bei wunderschönen Wetter bin ich mit Michael und Matthias (bis Altona) einmal quer durch Hamburg gewandert. Die Strecke ist ungefähr von Marathonlänge und wir waren mit kleinen Trink und Einkaufspausen (Strümpfe!, Getränke...) fast 8 Stunden unterwegs. Start war am Morgen um 9 Uhr in Rissen.

Der Fotoapparat war nicht dabei, obwohl es in den Grünanlagen so manches sehenswerte zu sehen gab. Für die Blogleser gibt es dieses Mal nur die Strecke zur Ansicht, die hauptsächlich auf einem europäischen Fernwanderweg und zum großen Teil (ausser in der Innenstadt) identisch ist mit der Strecke des ersten Hamburger Hunderters.

Hier die Strecke die wir gelaufen sind.

Dienstag, 27. Mai 2008

100km wandern rustikal – Horizontale in Jena 2008




Wandern rund um Jena ist etwas anderes als viele andere 100km Wanderungen die ich kenne. Hier ist nicht alles perfekt was Ausschilderung und Anzahl der Verpflegungsstellen angeht. Aber die Organisatoren sind sehr engagiert und bemüht. Es ist halt nach meinem Empfinden nur eben hart an der Grenze mit so wenigen Leuten eine so große Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Aber wer sich vorher informiert weiß ja worauf man sich einlässt und darf sich dann später nicht beschweren.

Im letzten Jahr war ich zum ersten Mal in Jena dabei. Zusammen mit den Wanderkumpels Kurt und Roland waren wir beim letzten Mal schon noch 17 Stunden im Ziel. Dieses Mal wollten wir es etwas gemütlicher angehen. Mit Kurt hatte ich drei Wochen vorher bei der 7-seen Wanderung südlich von Leipzig erlebt wir klasse so ein gemütlicher hunderter mit vielen schönen Pausen sein kann, auch wenn man zügig unterwegs wandert. So sollte auch unser Motto sein. Frisch fromm fröhlich frei hinaus. Am Anfang auf keinen Fall hetzen, Aussichtstürme werden auch bestiegen, und wenn es zum Frühschoppen ein Weizen gibt wird das auch integriert.

Um 18 Uhr fing der Marsch pünktlich mit dem Regen an. Wie im letzten Jahr erst mal hoch auf die Horizontale irgendwo im Mittelfeld. Der Regen war nicht weiter schlimm nur das Laufen erleichterte es oben dann nicht gerade. Die Wege, die ja einige fiese Wurzeln für den Wanderer in der Nacht parat halten wurden matschig und schlammig. Ständig musste man gerade am Anfang gut aufpassen nicht irgendwo auszurutschen oder umzuknicken.

Lange Zeit ging es auf dem ersten Abschnitt dann im Gänsemarsch. Mal war das geplaudert und Geplapper der Mitwanderer ganz interessant, mal war es einfach nur erstaunlich worüber und wie ausgiebig sich Frauen so alles unterhalten können. Aber selber sind wir auch keine Schweigemönche, nur fangen wir erst später mit dem plaudern an, wenn die anderen so schweigsam werden. Aber davon später.

Bis zur ersten Verpflegung nach über 20 km vergingen über 4 Stunden. Eine recht lange Zeit. Wohl dem der gut gefuttert hatte oder ein paar Riegel mithat. Wir wussten ja schon vom letzten Jahr das es nur wenige Stationen gibt und diese mit rustikaler Jenakost (Schokolade, Wurst und trocken Brötchen) bestückt sind. Nein halt es gibt dazu noch einen Riegel und einen Apfel. Zum Zeitpunkt der ersten Rast war es dann aber auch schon dunkel. Die Sitzplätze knapp und draußen beim Rumsitzen dann schnell auch ungemütlich. Also so lange es noch Spaß machte Pause gemacht, Wurst gefuttert weil das nun mal dazu gehört, und dann weiter auf die Strecke. Auch bis zur nächsten Station, wieder draußen und mit wenigen Bänken war es recht weit. Aber das wussten wir ja auch schon vorher.

Der Morgen war dann schön. Langsam kam die Helligkeit zurück, es war etwas nebelig. Es war interessant die Strecke jetzt mal aus der anderen Richtung zu laufen. Manches erkannten wir gleich wieder und es vielen uns die Begegnungen am Wegesrand vom letzten Mal ein, andere Stellen kamen uns völlig unbekannt vor. Wir hielten uns wie schon im Vorjahr möglichst immer halbwegs in Sichtweite von anderen Wanderern auf. Unser Tempo war recht konstant und wie im Vorjahr holten wir trotzdem mit der Zeit viele Wandersleute ein die etwas nassforsch und zu schnell diese lange Strecke angegangen waren. Niederträchtiger Weise ließen wir uns unsere gute Laune beim Überholen mit flotten Sprüchen, fröhlichem Pfeifen oder singen auch anmerken.

Was mir bei der Horizontale wirklich fehlt ist mal ein netter heißer Kaffee am Morgen und zwar irgendwo drin. Kurz vor Kunitz war es so weit. Nur einen Km vor der 70km Verpflegungsstation erblickte mein Wandereradlerauge einen „Werksverkauf“ auf der rechten Seite wo es Milchcafe, Kuchen und sanitäre Anlagen gab. Auch wenn sich die Verkäuferinnen alle deutlich weniger für uns begeistern konnten als wir für ihren Laden war das absolut Spitze. Es schmeckte vorzüglich, dazu das Gefühl dieses Highlight gefunden zu haben. Dann noch im Klo die.Füße gewaschen und die Socken gewechselt. Trotzdem nahmen wir dann gern auch noch den offiziellen Verpflegungspunkt mit und futterten noch ein paar Nutellabrote. Aber den Kaffee konnte uns keiner mehr nehmen.

Dann ging es weiter zum nächsten Höhepunkt der Tour der auch zugleich der Höchste der Tour ist wenn ich mich nicht irre. Man hatte uns versichert dass es am Fuchsturm eine Kneipe mit Weizenbier gäbe. Also nichts wie hoch den Berg. Seit geraumer Zeit wurden wir übrigens schon von einem neuen Helden dem Studenten Robert begleitet. Es meinten wir er sei schneller als wir. Immer wieder lief er wie ein übermütiges Hündchen vor uns her und guckte uns alte Herren fragend an. Am Ende passte das Tempo aber dann doch…

Also steil hinauf zum Fuchsturm und dann rauf zur selbsternannten Kontrollstelle auf den Turm selber. Das hatten Kurt und ich schon beim 7-seen Wandern so gehalten und so soll es sein: Türme werden bestiegen wenn es geht. Wieder unten angekommen schickten wir noch ein paar Wanderer hinauf zur unangekündigten Kontrolle auf den Turm was zwei dann auch tatsächlich machten. Unser Weizen war inzwischen gezapft und es schmeckte wunderbar, verzischte förmlich auf der Zunge.

Aber nicht zu lange rasten denn nach einem Weizen sollte dann auch Schluss dein sonst sinkt die Motivation. Geht man gleich wieder los, steigt sie hingegen. Alles geht jetzt etwas leichter und beschwingter. Als man uns dann an der vorletzten Station erzählte wie sein etwas 190e dachten wir: Och das hört sich irgendwie doof an. Also legten wir mal den Hebel um und beschleunigten etwas. Kurt und ich mit unseren langen Beinen im straffen Walkingstyle und Roland und Robert mit den kurzen Beinen im Laufschritt. Gar lustig waren die verblüfften Gesichter der Wanderer an denen wir nun vorbeizogen. Irgendwie muss das recht witzig ausgesehen haben so zu viert fröhlich schnatternd und singend auf dem Weg ins Ziel Das waren immerhin noch ca. 15km. Wir hatten aber noch die zweite Luft und viel Spaß auf dieser Strecke. Am Steinkreuz dann noch einen kleine Blödel und Flirtpause mit Gel und Snack für den Endspurt. Und ab ging es den Berg hinunter. Im letzten Jahr fiel uns diese Strecke deutlich schwerer. Robert ließ sich etwas mehr Zeit auf diesen letzten Kilometern dass sein Knie jetzt etwas muckte.

So kamen wir dann wie im Vorjahr als fröhliches Heldentrio im Ziel an. Robert war auch ein paar Minuten und noch unter 20 Stunden im Ziel. Seine Zeit vom Vorjahr hatte er damit verbessert und gezeigt dass er, im Gegensatz zu seinen Mitwanderern die Ihn vorher auf der Strecke einfach alleine ließen, kein Weichei ist. Gut gemacht Robert! Weiter so.

Sehr schön war dann ein Schlücken Bier das man im Ziel kriegen konnte und eine schöne Massage von Mr. Samtpfötchen. Ein wenig hingen wir noch so im Zielbereich rum und ich machte noch etwas Werbung für meinen selbst organisierten 100er Ende August in Hamburg (http://www.hamburger-hunderter.blogspot.com/)

Den Nachmittag verbrachten wir dann mit viel Eis, Cafe, Bier und gutem Essen in Jena, aber so gegen 21 Uhr machen wir in unserem Quartier die Äuglein zu und schliefen tief und fest ein.

Nach zwei Mal auf der Horizontale hatten Kurt und ich jetzt das Gefühl das es nun auch erst mal mit Jena reicht. Es gibt ja auch sooooo viele andere schöne Veranstaltungen. Im Mai wird im nächsten Jahr wohl erst noch einmal die 7 Seen Wanderung anstehen und Ende Mai lockt ja in Konkurrenz zu Jena auch immer der sehr schöne Hollenmarsch im Sauerland. Es gibt viel zu laufen und es ist einfach schön das auch zu tun. Danke an die Organisatoren für diesen Marsch auch wenn ich ein paar kritischen Anmerkungen mit eingebaut habe. Aber das ist eben auch typisch für Jena und die Besonderheit dieser Veranstaltung. Das die landschaftliche Schönheit dieses Weges unübertroffen und auch was ganz besonderes ist habe ich gar nicht extra betont. Sollte ich an dieser Stelle aber noch tun. Also: Jena ist schon eine Reise wert und mit dem Zug ist man ja auch schnell im Paradies, egal ob aus Hamburg, Berlin oder München kommend.

Montag, 26. Mai 2008

Drei Helden im Ziel


P1010168, ursprünglich hochgeladen von martinwalkt
So die Horizontale in Jena liegt hinter uns. Etwas unter 20 Stunden haben wir dieses Mal gebraucht. Schöne Bilder gibt es schon zu sehen.

 Hier die Bilder die Wanderkollege Kurt gemacht hat auch bei Flickr.com

Freitag, 16. Mai 2008

Wandern und Schlemmen im 7-Seen-Wunderland

Ein ganz besonderer 100km Marsch südlich von Leipzig! Was man dort alles für 10 Euro Startgebühr bekommt kann eigentlich garn nicht beschrieben werden. Es war einfach klasse und ich denke die Bilder sprechen Bände. Daher statt vieler Worte

die schönsten Bilder von dieser Tour.

Aber zuerst noch der Link zur Veranstaltung: Klick
Zum Download der 100km Streckenkarte Klick

Zu allen Bilder von meinem Wanderpartner Kurt (Trampler) Klick
und zu allen Bildern von mir Klick
Link zum Wanderbericht über die Tour von Kurt im Forum von Runnersworld Klick







Montag, 28. April 2008

Bilder vom Hamburgmarathon 2008


Das ist die zweitschnellste Walkerin Hamburgs nach 40 km im Jahr 2008! Glückwunsch! Hier Ihre Zeiten

Hier gibt es die Bilder von den Walkern und speziell von "meinen Walkinggirls". Mädels ich bin stolz darauf. Ihr wart alle Klasse.

Hier geht es zu den Bildern mit Foris aus dem Forum von laufen-aktuell.de

Hier gibt es ganz viele Fotos von anderen Läufern und Läuferinnen die mir vor die neue Kamera gelaufen sind

Tips für eine tolle Harzüberquerung

Spontanität
Du marschierst eine Wochen vorher und eine Woche nachher schon 100km? Na und? Entscheide dich kurzfristig zur Regeneration noch 51 km dazuwischen einzuschieben.
Ernährung
Geh zum Forumsvortreffen. Iss eine große scharfe Pizza, trink ein Schwarzbier dazu und vergiss nicht zum Nachtisch ein Tiramisu zu bestellen.
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Schlaf
Vermeide jeden Luxus. Schlafe in einer Turnhalle und steh spätestens um 5 Uhr auf. Als Kopfkissen verwende ein T-shirt mit Totenkopf drauf
Wegbegleiterinnen
Such dir früh am Morgen die nettesten weiblichen Begleiterinnen aus die du finden kannst. Mit denen gehst du ganz gemütlich dann erst mal 20km wandern.
Kleidungoptimierung
Jetzt optimiere deine Kleidung. Krempel die Hosen hoch. Zeig deinen neuen teuren Socken, zieh aber noch ein zweites Paar rote Socken über die schwarzen Socken. Lauf durch den Schlamm damit die Schuhe nicht zu rot aussehen und die Füße nicht zu trocken werden...

Treffen unterwegs.
Freu dich über alle Läufer die dich jetzt überholen. Du hattest 2,5 Stunden und jetzt kommen sie an dir vorbei. Am Anfang die ganz schnellen. Manchmal auch Lachmöwen. Wechsel immer ein paar nette Worte und lauf immer mal wieder ein Stück mit.
Achte auf die Damflokomotiven
sie kreuzen vielleicht deinen Weg und sie haben Vorfahrt!

Versorgungsstellen
lass Nie, ich sagte NIE eine Versorgungsstelle aus. Nimm alles was irgenwie lecker aussieht. Kombiniere dabei Schmalzbrote mit Schokolade, Obst und Salz. Trink dabei ein wildes Mischmasch von Isodrinks, Cola, Wasser und Tee.

Aussichsttürme
Aussichtstürme sind oben auf einem Berg. Klar ist es anstrengend erst mal auf den Berg zu kommen. Aber wenn du oben bist solltest du dann nicht so faul sein nicht noch schnell auf den Turm rauf zu laufen. Die Aussicht lohnt!
Lauf einfach die Berge runter
Die Läufer mache das auch. Nur weil Wanderer auf deiner Startnummer steht sollte das im Harz kein Grund sein die Berge nicht runter zu laufen. Das macht Spaß in der Horde!

Nimm dir Zeit für die Kunst!
Findest du etwas sehenswertes am Wegesrand. Bleib stehen und mach ein paar Bilder. Die Einheimischen freuen sich über deine Achsamkeit und Wertschätzung
Gönn dir ein Eis
Lass eine Eisbude nicht einfach so am Wege stehen. Die Leute im Harz wollen auch mal ein Eis verkaufen. Du hast jetzt schon einen Marathon hinter dir, da kannst du auch ein Eis ab. Hol es dir aus dem Eisladen und leck es auf während du in gleicher Geschwindigkeit neben den etwas verwundert guckenden Läufern den nächsten Hügel hochlatscht. Die sind zu dem Zeitpunkt auch ohne Eis nicht schneller

Komm mit einem Lächeln ins Ziel
denn du hast alles richtig gemacht.
Erbensuppe
Stärke dich nach dem Rennen mit einer Erbensuppe und mit einem Bier
Freude und Freunde gemeinsam
Hab Spaß mit deinen Freunden aus dem Internetforum von laufen-aktuell.de. Tausch dich mit Ihnen aus, bleib in Kontakt und freu dich des Lebens