Sonntag, 18. November 2007

20 + 5 km in Quickborn

25-km-Lauf-Quickborn, das heißt immer: Das Jahr ist fast vorbei, es ist November, meistens nasskalt. Fast alle anderen Laufveranstaltungen sind vorbei, und an dem Wochenende ist sonst nichts…

Wegen des 6-Stunden-Laufs in der Vorwoche mochte ich mich für Quickborn nicht voranmelden, denn eigentlich soll man ja etwas regenerieren….andererseits ist in drei Wochen auch der Untertage-Marathon, der einiges abfordern wird, und so könnte etwas Zusatztraining nicht schaden. Ich stieg also am Morgen in meinen Trabi mit der Vorstellung: Na ja machst du halt nicht zu schnell, aber einfach so als zügiger Trainingsmarsch. Walkingkumpel Horst hatte sich auch angesagt, und so hätte ich dann auch einen Partner meiner Kragenweite, mit dem ich unter 3 Stunden aber ohne echte Hetze so ca. im 7min/km Schnitt die Strecke machen könnte.

In Quickborn angekommen trudelten gerade die anderen LG-Hamburg LA Foris ein. An bekannten Gesichtern gaben sich Aireule, Adam, Tess, die Lachmöwe und Marc ein Stelldichein. Es wurde noch ein wenig rumdiskutiert,, was man nun anzieht bei diesem Wetter, und ob die Startnummer auch ja richtig schön gerade sitzt.


Sitzt die Nummer auch schön gerade?


Sitzen die Socken?

Gerade noch rechtzeitig zur „beliebten Aufwärmgymnastik“ trafen wir am Start ein. Horst gesellte sich dazu. Wieder in klassischer Jogginghose und Baumolltop. Wer ihn nicht kennt verschätzt sich leicht, was dieser nicht mehr ganz so junge Mann so drauf hat. Wir verabredeten einen 7er Schnitt, und wer mit Horst schon mal gewalkt ist, der weiß, dass das dann wie ein Uhrwerk abgespult wird.

Ganz cool vor dem Start


lustiges Aufwärmen


gleich geht´s loooooos

Am Start stellten wir uns ganz hinten auf. Hinter uns nur noch ganz bescheiden Tess und Aireule, allerdings mit der festen Absicht doch etwas schneller zu sein und nicht zu walken. Bis zum Startdurchmarsch verloren wir 30 Sekunden, wie Horst betonte. Den ersten km hatten wir das Feld noch gut im Blick. Einige wenige Läufer waren sogar hinter uns. Aber es ist eben auch eine Laufveranstaltung mit Zeitlimit 3h30, bei der von Walkern eigentlich nicht die Rede ist. Trotzdem ist man in Quickborn immer recht willkommen und wird anerkennend von den lieben Streckenposten bejubelt und angefeuert.

Km für km spulten wir im 7er Schnitt Tempo herunter. Die Strecke läuft vorwiegend auf kleinen asphaltierten Landstraßen. Manchmal geht es auch an der Autobahn entlang, aber meist ist die Gegend ganz nett, nur eben nasskalt und herbstlich. Das Tempo mit der Kalkulation 1:10 die ersten 10 km, 2:20h bei 20 km und dann noch 35 Minuten für den Rest, ist für mich ein schönes Tempo um beim Marathon unter 5h zu bleiben. Schon recht zügig, aber nicht um wirklich angestrengt aus der Puste zu kommen . Ab und an wechselte ich die Gangart in eine Art Geherschritt. Mehr federnd abgedrückt, etwas kürzer der Schritt mit leichter Hüftdrehung und die Beine fast voreinander, aber nicht wie bei den Gehern durchgestreckt. Dabei aber keine Flugphase. Ich hatte diesen Schritt beim Schlaubetalmarathon schon immer mal ausprobiert und erfolgreich eingesetzt. Irgendwie fällt das Tempo damit etwas leichter, es fühlt sich runder an, und nach oben hin ist noch etwas Luft. Immer mal wieder schaltete ich so um, ohne dabei aber zu sehr zu Beschleunigen, um unser gemeinsames Tempo durchzuziehen.


Horst unterwegs

In mir reifte mit der Zeit der Plan auf den letzten 5 km mal die legendäre Greif´sche Endbeschleunigung auszuprobieren. Bei km 17 erläuterte ich dies meinem Walkinggenossen, der nichts dagegen hatte. Bei km 20 hieß es: Dann zieh mal ab Martin.

Ich warf ein noch einen Gelchip ein und ab ging die Post. Wie im Fluge setzte ich mich kontinuierlich ab und überholte mit meinem lustigen Schritt („ das ist jetzt aber nicht mehr walken oder?“) noch den einen oder andern Läufer. Mit ca. 2:54 kam ich am Ende ins Ziel. Gegenüber meinem Kumpel Horst hatte ich auf den 5 km noch 7 Minuten gutmachen können, was zeigte, dass da noch gut Luft war. Die Zeit lag zwar jetzt ca. 2 Minuten über meiner Quickbornzeit von vor zwei Jahren, aber es war ja auch heute keine Bestzeit geplant.


Im Ziel nach 20 + 5 km


Knapp über 3h, Host ist auch da.

Die anderen Foris waren natürlich schon alle umgezogen und gestärkt. Für mich blieb erstmal nur ein Würstchen und eines der letzten Kuchenstücke.

Gerade noch rechtzeitig war ich mit dem Umziehen fertig, da war schon die Siegerehrung der Damen, bei der Lachmöwe mal wieder einen Pokal, diesmal für den 3 Platz, abgestaubt hat. Herzlichen Glückwunsch!


strahlende schnell Frauen mit Pokalen

Recht bald danach löste sich unser kleines LA- Foritreffen dann auf, der Trabi brachte mich zurück zu Frau, Frühstück und Bett und der Sonntag konnte so perfekt abgerundet werden.

Zu allen Bildern in guter Auflösung geht es hier lang

Kommentare:

Monika hat gesagt…

Deine Berichte und Bilder sind immer wieder kleine feine Highlights!

LG Monika

Georg hat gesagt…

Hallo Martin,

da gibst du ja zum Ende der Saison noch mal so richtig Gas. Kann es sein, dass du den Unteetage-Marathon über die volle Distanz genießen möchtest? ;-)

Gruß
Georg

Martinwalkt hat gesagt…

ja das kann sein Georg, aber schaun wir mal ob das was wird. Auf jeden Fall eine Herausforderung...