Mittwoch, 1. August 2007

Nachlese der vierdaagse

So, jetzt hat sich alles etwas gesetzt. Zeit noch mal aufzuschreiben was ich in diesem Jahr als Schlußfolgerungen aus den vier tollen Tagen ziehe.

Zu zweit die vier Tage zu marschieren macht Spaß! War wirklich lustig mit Georg zusammen. Viele lustige Begebenheiten und Gespräche, wirklich nett

Zu zwei marschieren birgt die Gefahr nicht immer im "eigenen Tempo " zu marschieren. Mal ist der Eine etwas müde mal der andere. Der Kompromiss war dann immer das wir dann trotzdem zügig gehen. Das ist die Dauer nicht unbedingt zielführend und kann zu überlastungen führen. Es hat eine Woche gedauert bis sich mein Muskel am linken Schienbein wieder richtig erholt hat.

Zu schnell marschieren ist quatsch. Bei den vierdaagsen geht es ja wirklich nicht um die Zeit. Zwar macht es auch mal Spaß richtig Gas zu geben, man trifft auch interessante Leute an der Spitze. Nur sind es wenige und immer die selben. Wer viele nette Frauen treffen will sollte das Tempo rausnehmen...

Wichtige Tips die ich bekommen habe und beherzigen werde:
Am ersten Tag der vierdaagse betont und bewusst langsam gehen. Es kommen ja noch drei weitere Tage.

Wenn es anfängt irgendwo zu zwicken, und es ist nicht gerade ein einmaliger und absehbarer Wettstreit: Auf den Körper hören und das Tempo rausnehmen.

Wenn es zwickt nach dem Marsch entspannen und ein paar Tage ruhig mal nichts tun. Der Körper weiß wann er Erholung braucht

Bei den vierdaagsen oder anderen Langstreckenmärschen immer mal die Straßenseite wechseln. Die Straßen haben ein unmerkliches Gefälle und mit der Zeit belastet man ungeleichmäßig wenn man immer auf der gleichen Straßenseite geht.

Immer kleine Visitenkarten oder Zettelchen mit Mail und Telefonnummer dabeihaben um Menschen auch mal wiedertreffen zu können.

Das sind so einige meiner "Weisheiten"aus den diesjährigen Vier dollen Tagen.

Kommentare:

ultraistgut hat gesagt…

Schön, dass es Dir wieder gut geht, und die Zipperleinchen gehören wohl zu jeder körperlichen Belastung.

Eines kann ich voll unterschreiben: Immer auf den Körper hören, der sagt Dir genau, wo es lang geht, das gilt insbesondere für die Zeit der Regeneration.

Meine Freundin, die Etappen-Läufe bis zu 1500 km vielfach hinter sich hat, muss anfangs zuschauen, wie sie von vielen Läufern überholt wird, am Ende jedoch hat sie den längeren Hebel, weil sie Kraft gespart hat und schonend gelaufen ist.

Ähnliches ist auch mir widerfahren.

Erhol Dich gut und freue Dich auf weitere Abenteuer !!

Georg hat gesagt…

Hallo Martin,

ähnliche Erkenntnisse haben die 4daagse bei mir auch ausgelöst. Es war äußerst entspannend und kurzweilig, die Strecke zusammen mit Dir anzugehen. Gemütlich ist ok - ein paar Zwischenspurts machen dann doppelt Spaß.

Mal abgesehen vom letzten Tag fand ich es schon fast erschreckend, wie problemlos es bei mir funktioniert hat, morgens in die Gänge zu kommen und wieder 50 Kilometer abzuspulen.

Die 4daagse sind bei mir jetzt eine feste Größe im Terminkalender geworden. Da verzichte ich künftig lieber auf den einen oder anderen Marathon.

Hoffentlich werden wir im nächsten Jahr noch ein größeres Trüppchen. Eddi ist ja schon angefixt - Kurt kannst Du Dir bei der Dodentocht mal zur Brust nehmen... ;-)

Bis bald
Georg