Dienstag, 20. September 2016

Mit dem Containerschiff nach Norwegen

Kein Wanderbericht...

Da es mit dem Wandern aufgrund eines gerade verheilten Ermüdungsbruchs noch nicht so will, habe ich im September eine Woche auf dem Containerschiff Rumba verbracht. Einmal Norwegen und zurück. Von Dienstag bis Dienstag. Genaue Route und Abfahrtszeiten etwas variabel, wie das bei solchen Reisen üblich ist.

Seefahrt mal in der ursprünglichen Form erleben, ganz ohne Schnickschnack mit maximal drei anderen Passagieren. So eine Art LKW-Mitfahrt nur eben auf dem Schiff. Statt Queen Mary und Anzug robuste Kleidung und alles Andere auch eher rustikal. So hatte ich es mir ausgesucht und so war es dann auch. Wobei ein ganz klein wenig mehr Aufmerksamkeit, Freundlichkeit Sauberkeit und Sicherheit an Bord schon auch ganz in Ordnung gewesen wären... Aber das Erlebnis hat sich dennoch wirklich gelohnt.

Auf dem Containerterminal CTA (Altenwerder) in Hamburg ging es  am Dienstag Mittag los. Wobei so richtig los ging es nicht gleich...






Mit Gepäck über die Gangway an Bord. "Hallo... ah ok... You have the owner cabin? This is it. Meal is downstairs. Later Passport at the bridge...."

Also erst einmal etwas rumgeirrt im Treppenhaus bis Küche und Essenraum gefunden waren. Es war ja inzwischen kurz nach 12:00 und ausnahmsweise gab es da auch noch was zu essen. Die Zeiten sind ansonsten recht reglementiert. 11:30 bis 12:00 sowie 17:30 bis 18:00 und dann bitte aber auch wieder den Tisch verlassen....

Zu essen gab es immer abwechslungsreich und reichhaltig mit viel Fleisch und Mittags immer mit einer Suppe vorweg. Auf so einem Schiff wird hart gearbeitet (ausgenommen davon die Passagiere) Daher: Viele Kohlenhydrate, viel Fett, viel Zucker. Aber: Kein Grund zur Klage. Es war ja durchaus möglich weniger zu essen wenn man wollte.

Die Begrüßung später oben auf der Brücke von einem der Offiziere war recht knapp: "Your passport please.... Thank you. That it is for the Moment, you can look around...."
Das war es dann erst einmal. Später tauchte mit Zopf, Bart und T-Shirt auch der Kapitän auf, der sich kurz vorstellte und ansonsten die ganze Fahrt über auch recht einsilbig blieb wie fast alle Mitglieder der überwiegend russischen Besatzung. Es gab noch ein Formular zu unterzeichnen mit vielen einzeln abzuhakenden Zeilen zur Sicherheitsunterweisung die zusammenfassend sich aber auf den Hinweis beschränkte, dass es ein Rettungsboot gibt wo man sich im Zweifelsfall treffen würde.... Das über längere Zeit der Zugang dorthin wegen Anstrich- und Entrostungsarbeiten sowieso gar nicht möglich gewesen wäre ist noch mal eine ganz andere Geschichte...

Erwartungsfroh wartete ich auf die Abfahrt aber soooo schnell ging es dann nicht los. Erst mal zu zwei weiteren Kais im Hamburger Hafen und laden bis in die tiefe Nacht, um dann erst mal noch nach Bremerhaven zu fahren. 




Dort verbrachten wir dann noch die meiste Zeit des Mittwochs. Von der Fahrt auf der Elbe kriegt man in der Nacht leider nicht viel mit.

Bis nach Bergen, mit einem nächtlichen Ladestop im Süden Norwegens, ging es dann bei gutem Wetter auf hoher See. 




Zeit, das Schiff zu erkunden und sich ein gemütliches Plätzchen vorne zu suchen, wo es etwas ruhiger ist als hinten, beim Motor, auf einem Containerschiff. Dann, mit der mitgenommen "Zeit" als Unterlage und meiner Yogamatte konnte ich es mir schön bequem machen. So eine dicke Zeitung ist recht praktisch, um Matte und Kleidung noch etwas sauber zu halten. Denn überall ist auf so einem Schiff auch Rost, Frische oder bröckelnde Farbe, Fett usw.... Wobei nach es nach Aussage der Containerschiffsreisen erfahrenen Mitreisenden auch durchaus Containerschiffe gibt, auf denen man auch mal ein helles Shirt tragen kann...

Bergen war vom Timing her super. Ankunft Mittags, mit der Möglichkeit von Bord zu gehen und bis zum Abendessen (17:30 bis 18:00 Uhr) Ausgang zu haben. Man konnte also bei Tageslicht sightseeing machen.  




Dann ging die Fahrt über Nacht weiter nach Norden und landschaftlich wurde es dann entlang der Küste in der Gegend von Aalesund immer schöner. Erst Anlegen im Industriehafen von Aalesund, aber dann auch direkt im Hafen an der Stadt, wo wir wieder von Mittags bis Abends Landgang hatten. Dies war der nördlichste Punkt unserer Reise. 





Über Nacht fuhren wir dann schon wieder nach Süden, voll geladen mit viel Fisch aus Norwegen in Kühlcontainere und es ging  auf direktem Weg wieder nach Hamburg. Bei Tageslicht waren wir aber immer noch weit im Norden und hatten eine landschaftlich sehr schöne Fahrt entlang der Küste. Der ganze Montag und die Nacht auf Dienstag fuhren wir dann wieder auf hoher See, mit vielen weiten Blicken.

Auf so einem Schiff wird immer was repariert oder gestrichen. Vor dem Streichen wird aber erst mal ordentlich mit der Flex und anderen lauten Geräten Farbe entfernt. Neben den Motorgeräuschen und der Beladung gibt es immer mal wieder Zeiten, an denen es nicht so ruhig zu geht. Die Ansage hatten wir ja, wir sind Passagiere auf einem Arbeitsschiff und keine Gäste auf einem Kreuzfahrtschiff. Wir hätten uns hier allerdings über ein klein wenig mehr Freundlichkeit bzw. wenigstens Information gefreut. Dass die Essenszeiten einzuhalten sind, ist ja klar, aber dass einem nach dem letzten Bissen sofort der Teller weggezogen wird, und man rauskomplimentiert wird, war schon ungewöhnlich. Bei dem Zustand der Kabinen und dem wenigen Auslauf, den man auf einem Containerschiff hat, weil man ja die Mannschaft nicht beim Arbeiten stören will, hätte man sich den Essensraum auch Aufenthaltsraum vorstellen können. Aber wenn der Koch es doch "clean" haben möchte...  Wir nahmen es in Urlaubsstimmung überwiegend gelassen, nur waren wir uns am Ende einig, dass wir in Sachen Trinkgeld auch recht sparsam bleiben und der Abschied, genau wie der Empfang, nicht wirklich herzlich war. Aber mir wurde von den Mitreisenden, die schon sechs ähnliche Fahrten gemacht hatten, erzählt, dass dies in dieser Hinsicht wirklich eine Ausnahme gewesen sei und es auf anderen Schiffen durchaus auch herzlicher, freundlicher und sauberer zugehen würde als auf unserer Rumba. 





Dennoch hat sich die Fahrt gelohnt. Es ist ja auch zu berücksichtigen, dass die ganze Mannschaft unter einem hohen Druck arbeitet und die Arbeitsbedingungen nicht gerade rosig sind. 6 h Schichten, also 12 h Arbeit am Tag, keine freien Tage, mindestens drei Monate auf See, getrennt von der Familie, sind auch kein Spaß. Die Facht und der Zeitplan stehen immer im Vordergrund und die Passagiere nimmt man als zahlende Gäste dann als Zubrot noch mit. In unserem Falle ohne Anspruch als Dienstleister, sondern eher als zu befördernde Gäste ähnlich wie Container. Kabine zur Verfügung stellen, Essen und trinken bereitstellen und nach einer Woche wieder absetzen...

Obwohl ich mit dieser Kritik ende, war es durchaus eine lohnenswerte und schöne Reise, die Strecke entlang der norwegischen Küste war toll und es gab einen interessanten Einblick in die Containerschifffahrt. Um sich mal eine Woche ganz aus dem Alltagstrubel herauszuziehen ist so eine Fahrt ein tolle Sache.

Informationen

Reiseveranstalter
Gebucht habe ich diese Reise über Zylmann Reisen  wo es verschiedenste Containerreisen im Angebot gibt. Meine Reise hieß "Hamburg-Norwegische Fjorde" und geht in der Regel immer von Dienstag bis Dienstag. Normalerweise wird das Schiff von einem norwegischen Kaptain geführt im Zeitraum meiner Reise hatte dies ein Kapitän aus Odessa übernommen.

Kosten:
Inclusive einer speziellen Versicherung, die abzuschließen ist kann man grob bei Frachtschiffreisen mit ca. 100Euro am Tag kalkulieren. Weitere Kosten, außer bei Landgängen fallen dann aber auch nicht an und an Bord gab es ja auch nichts zu kaufen. (Übrigens auch kein Alkohol)

Links und Informationen über Frachtschiffreisen allgemein hier



Sonntag, 29. Mai 2016

Siedlungsrand Süd Wanderung 44km


Am Sa 25. Juni  mache ich eine private Langstreckenwanderung von Bergedorf nach Rissen (44km)
Bei Interesse kann nach Anmeldung daran teilgenommen werden.

Die Wanderung ist Teil einer Rundwanderung entlang der Siedlungskanten Hamburgs nördlich der Elbe.

Teilstrecken sind möglich.

Wandertempo zwischen 5,5 und 6km/h



Start
ist um 8:00 in Bergedorf
Bitte die S Bahn  benutzen die um 7:34 am Hbf an Gleis 4 losfährt (Ankunft 7:55). Einstieg im ersten Wagen.

Es gibt verschiende Ausstiegs / und Einstiegsoptionen an folgenden Halstestellen.
km 0 S Bahn Bergedorf
km 21 Oberhafenbrücke/ Oberhafenkantine ca 11:40 Hier ggf Rast falls Platz sonst in der Hafencity 30 min
km 25 S Bahn Landungsbrücken ca 12:40
km 32 Fähre HVV ab Teufelsbrück ca. 14:00
km 44 S Bahn Rissen Ziel ca. 16:15
Abfahrt S. Bahn 16:27 nach Altona (23 min)
Rückfahrt mit der S Bahn   alle 15 min
Anmeldung und Fragen an Martinkommt@web.de

Nordostrand Hamburg 45 km am Sa 18.Juni 2016


Am Sa 18. Juni  mache ich eine privat Langstreckenwanderung von Ohlstedt nach Bergedorf (45km)
Bei Interesse kann nach Anmeldung daran teilgenommen werden.

Die Wanderung ist Teil einer Rundwanderung entlang der Siedlungskanten Hamburgs nördlich der Elbe.
Die Strecke nördlich der Elbe Bergdorf nach Rissen ist geplant am  am Sa. 25 Juni (Ausschreibung folgt noch)

Teilstrecken sind möglich.

Wandertempo zwischen 5,5 und 6km/h



Start
ist um 8:00 in Ohlstedt am So 5 Juni
bitte die U1 benutzen die um 7:53 in Ohlstedt ankommt (1 Wagen). Die Folgebahn wird nicht abgewartet. SpäterEinstieg an der Haltestelle Hoisbüttel möglich.

Es gibt verschiende Ausstiegs / und Einstiegsoptionen an folgenden Halstestellen.
km 0 S- Bahn Ohlstedt 8:0
km 3 U Bahn Hoisbüttel ca 8:30
km 8  U Bahn Buchenkamp ca. 9:20
km 13 Kurzrast Meiendorf ca. 10:15 bis 10:30
km 23 Mittagsrast Haus am See EKZ Berliner Platz ca. 12:15 bis 12:45
km 29 U Bahn Steinfurter Allee ca. 14 Uhr
km 31 U Bahm Mümmelmannsberg ca. 14:20
km 45 S Bahn Bergedorf ca. 16:30


Rückfahrt mit der S Bahn   alle 10 min  Fahrtzeit zum Hauptbahnhof 21 Minuten.

Anmeldung und Fragen an Martinkommt@web.de

Nordwestrand Hamburg Wanderung 47km am So 5 Juni



Achtung Termin 5 Juni entfällt:
Die Wanderung wird verschoben.



Am 5 Juni mache ich eine privat Langstreckenwanderung von Rissen nach Ohlstedt (47km)
Bei Interesse kann nach Anmeldung daran teilgenommen werden.

Die Wanderung ist Teil einer Rundwanderung entlang der Siedlungskanten Hamburgs nördlich der Elbe.
Der Nordostrand Ohlstedt Bergedorf ist als Wanderung für den Sa 18.Juni vorgesehen die Strecke nördlich der Elbe Bergdorf nach Rissen am Sa. 25 Juni (Ausschreibung folgt noch)

Teilstrecken sind möglich.

Wandertempo zwischen 5,5 und 6km/h

Strecke:


Start
ist um 8:00 in Rissen am So 5 Juni
Treffpunkt zur gemeinsamen Anreise Abahrt S-Bahn in Altona 7:32 im letzten Wagen

Es gibt verschiende Ausstiegs / und Einstiegsoptionen an folgenden Halstestellen.
km 0 S- Bahn Rissen 8:00
km 12 S- Bahn Krupunder ca. 10:05
km 17 Bhf Burgwedel  ab ca. 10:50-11:00
km 22 U Bahn Niendorf Nord ca 11:45 Mittagspause bis 12:15
km 31 U Bahn Ochsenzoll ca. 14 Uhr
km 47 U Bahn Ohlstedt Ziel 16:45

Rückfahrt mit der U Bahn ab 16:40 (wenn rechtzeitige Ankunft) oder um 17:00
Fahrtzeit zum Hauptbahnhof 43 Minuten.

Anmeldung und Fragen an Martinkommt@web.de









Mittwoch, 18. Mai 2016

Veranstaltungshinweis: Nonstop 111km von Augsburg nach Starnberg

Am 2-3. Juli findet wieder die Nonstop 111km Wanderung statt. Im letzten Jahr war ich verhindert aber diese Jahr bin ich wieder dabei.

Start und Ziel sind Sa und Sonntag Mittags, so dass die Anreise und Abreise mit dem ICE am Sa und Sonntag möglich sind. Übernachtung entfällt wegen der Wanderei auch...

Ein Tip für erfahrene 100km Wanderer. Die Anmeldung ist noch möglich

Ausschreibung hier